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Samstag ist das Finale
Advents-Tournee des Crombacher Weihnachtsmarkts

„Socken laufen gut“, das  ist eine Kernaussage nach vier Tournee-Tagen des Crombacher Weihnachtsmarkts. Der Erlös wird Ende des Jahres gespendet.
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  • „Socken laufen gut“, das ist eine Kernaussage nach vier Tournee-Tagen des Crombacher Weihnachtsmarkts. Der Erlös wird Ende des Jahres gespendet.
  • Foto: Anja Bieler-Barth
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nja Kreuztal/Krombach. „Eigentlich wollte ich am Wochenmarkt nur Eier kaufen“, sagt Wolfgang Roth und tütet eine „Geheimkiste“ ein: eine der Holzarbeiten, die das Team des Crombacher Weihnachtsmarkts vor dem Kreuztaler Rathaus an diesem Donnerstagmorgen im Angebot hat. „Das wird ein Geschenk für die Enkelin“, freut sich der Kreuztaler über diesen „Beifang“.
,,Tiny-Häuser'' und gut laufende Socken
Immer wieder „stranden“ an diesem Vormittag Kunden zufällig an den Ständen des Krombacher Arbeitsgemeinschaft. Andere schauen gezielt vorbei, um das komplett kommerzfreie vorweihnachtliche Treiben für die gute Sache zu unterstützen und sich mit Deko, Karte oder Keks, Likör und Co.

nja Kreuztal/Krombach. „Eigentlich wollte ich am Wochenmarkt nur Eier kaufen“, sagt Wolfgang Roth und tütet eine „Geheimkiste“ ein: eine der Holzarbeiten, die das Team des Crombacher Weihnachtsmarkts vor dem Kreuztaler Rathaus an diesem Donnerstagmorgen im Angebot hat. „Das wird ein Geschenk für die Enkelin“, freut sich der Kreuztaler über diesen „Beifang“.

,,Tiny-Häuser'' und gut laufende Socken

Immer wieder „stranden“ an diesem Vormittag Kunden zufällig an den Ständen des Krombacher Arbeitsgemeinschaft. Andere schauen gezielt vorbei, um das komplett kommerzfreie vorweihnachtliche Treiben für die gute Sache zu unterstützen und sich mit Deko, Karte oder Keks, Likör und Co. einzudecken: Pandemie-bedingt muss der Crombacher Weihnachtsmarkt zum zweiten Mal auf Tour gehen – der Kreuztaler Wochenmarkt ist da eine gute Gelegenheit.

„Socken laufen gut“, sagt Brigitte Lindenschmidt, während ihre Kollegin Heide Gruner die Bestände durchforstet. Mal auf der Suche nach Enkel-kompatibler Größe 24, mal, um einem Kreuztaler Senior mit Schuhgröße 43 zu warmen Füßen zu verhelfen. Ursula und Rudolf Groos aus Krombach haben sich schon eingedeckt. Sie strickt auch selbst – aber das ehrenamtliche Engagement wollen sie auf alle Fälle unterstützen: Haben sie doch bis vor rund drei Jahren am Kirchenstand bei der Krombachhalle selbst noch mitgewirkt: „Es freut uns, dass die Corona-Pandemie das Team nicht ausgebremst hat!“

Große Nachfrage nach Marmelade ohne Schuss

„Habt ihr auch Marmelade ohne Schnappes?“ Heide Gruner und Brunhilde Knebel durchforsten die Bestände und schütteln den Kopf: „Alles schon weg, leider.“ Am Samstag aber macht der mobile Weihnachtsmarkt Halt vor dem Krombacher Rewe. Vielleicht gibt es dann wieder süßen Brotaufstrich ohne Promille. „Wir müssen uns das merken: Weniger Alkohol in die Marmelade“, nimmt sich das fünfköpfige Verkaufsteam vor. Zwischen den Tournee-Terminen wird das eine oder andere auch bedarfsgerecht nachproduziert. Die Nachfrage ist groß. Größer als im Vorjahr, bei der Premiere des aus der Not erfundenen Plan B.

Die Leute runden oft
auch die Beträge auf.
Helga Lange
vom Verkaufsteam

Zwei Seniorinnen bringen über 200 Socken

Während Brigitte Lindenschmidt ihre mit den Enkeln kreierten „Tiny-Houses“ – handliche Knusperhäuschen aus Keks und Dominostein – unters Volk bringt, „läuft“ der Alkohol bei Helga Lange und Sylvia Diederich nebenan richtig gut: Sie verkaufen u. a. Gin, Eierlikör und Marsala und werfen zwischendurch immer wieder das Waffeleisen an. „Die Leute sind gut drauf und runden auch oft die Beträge auf“, freut sich das Team. Es darf bekanntlich auch gespendet werden.

„Das fällt in diesem Jahr recht unterschiedlich aus“, sagt Thomas Haub vom Orga-Team. Es gebe Firmen, die spendeten weniger als früher – hier spielt neben der Pandemie wohl auch ab und an die fürchterliche Flutkatastrophe vom Sommer eine Rolle, die eine enorme Spendenbereitschaft nach sich gezogen hatte. Andere geben aber auch mehr als in den Vorjahren. Jeder Cent, und jeder Bastelstern zählt: „Zwei Seniorinnen haben über 200 Socken vorbeigebracht“, erzählt Haub. Als der Turnverein die Plätzchen eingesammelt habe, „da kamen auch über 80-jährige Omas aus dem Ort mit einer einzigen Tüte: Sie wollten ihren Beitrag leisten!“

Gespannt dürfen der Verein „Strahlemännchen“, die Stiftung Diakoniestation Kreuztal und die Siegener Tafel nun auf den Moment der Spendenübergabe sein: Diese drei Institutionen werden in naher Zukunft beschert.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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