Ursel Philipp lädt nach Hause ein
Adventsmärktchen in der guten Stube und für guten Zweck

Als Esszimmer ist Ursel Philipps Stube bis auf Weiteres nicht mehr zu nutzen: „Hübbel“ an Woll- und Stoffarbeiten, dazu Marmeladen, Kekse und Co. warten darauf, für die gute Sache erstanden zu werden.
  • Als Esszimmer ist Ursel Philipps Stube bis auf Weiteres nicht mehr zu nutzen: „Hübbel“ an Woll- und Stoffarbeiten, dazu Marmeladen, Kekse und Co. warten darauf, für die gute Sache erstanden zu werden.
  • Foto: nja
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

nja Kreuztal. „Können Sie mir helfen? Ich weiß nicht mehr, wohin!“ Dieser Hilferuf ereilte die SZ und weckte Neugier. Ursula Philipp ist in Kreuztal und auch darüber hinaus schließlich bekannt für ihrer Hände Werk. Unermüdlich strickt und häkelt, bastelt und kocht die 78-Jährige für die gute Sache.

Eigentlich wollte sie Marmeladen und Mützen, Schmusekissen und Knutschbälle, Taschen, Kekse, Liköre und so vieles mehr am 2. Adventswochenende im Rahmen eines Basars in der Fellinghausener Friedenskirche an den Mann und die Frau bringen.

Die Ringelblumen wuchsen prächtig – da habe ich Salbe draus gemacht.
Ursel Philipp
unermüdliche Kreuztalerin

Der Erlös war für das Autismuszentrum in Unglinghausen und die Kreuztaler Beratungsstelle „Für Mädchen in Not“ gedacht. Dann ereilte sie die Corona-bedingte Absage. Das Philippsche Esszimmer ist nun seiner Funktion bis auf Weiteres beraubt. Dort stapeln sich die kreativen Unikate. Vielleicht ergeht es anderen in diesen unplanbaren Zeiten gang ähnlich...

Damit dies nicht dauerhaft so bleibt und zudem das erhoffte Geld für die beiden Hilfsprojekte in die Ehrenamtskasse gelangt, wird die kleine Stube an der Waldstraße 45 nun zum Adventsbasar. „Wer z. B. Blaudruck-Tischdecken, Weihnachtskekse, Yoga-Socken, Marsala, Schürzen oder Körnerkissen für die gute Sache erstehen möchte, darf klingeln und eintreten“, so die Kreuztalerin. Einmal in der Woche erhält sie nicht mehr verkaufbare Obstwaren aus dem Kreuztaler Rewe-Markt: Entsprechend vielfältig ist ihr Angebot an Marmeladen. In diesem Jahr sprossen ihre Ringelblumen üppig: „Da habe ich nun Creme draus gemacht“, sagt die Seniorin und zeigt auf kleine Glasdöschen.

Aus der ev. Friedenskirche ereilte sie am Freitag überraschend eine weitere Alternative, ihre „Hübbel“ von Stricksocken und Topflappen gewinnbringend unters Volk zu bekommen: Nach den sonntäglichen Gottesdiensten, in der Friedenskirche. Eine schöne Idee – aber auch durchaus aufwendig. So emsig ihre Hände auch caritativ die Herausforderungen suchen – Ursel Philipp ist nicht allzu gut zu Fuß. Wer also Lust auf Spritzgebäck, Likör oder ein anderes ihrer Mitbringsel hat, ist bei ihr zu Hause willkommen. Der Eingang ist nicht schwer zu finden. Trägt doch selbst die Haustür Strickornamente.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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