SZ

Krombacher Feuerwehrneubau
„Allergrößte Notwendigkeit“

An der Hagener Straße soll auf diesem Areal das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut werden. Als Lückenschluss zur nächsten Bebauung jenseits der Straße Lange Wiese soll auf rund 85 Metern gewerbliche Nutzung ermöglicht werden.
  • An der Hagener Straße soll auf diesem Areal das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut werden. Als Lückenschluss zur nächsten Bebauung jenseits der Straße Lange Wiese soll auf rund 85 Metern gewerbliche Nutzung ermöglicht werden.
  • Foto: Anja Bieler-Barth
  • hochgeladen von Anja Bieler-Barth (Redakteurin)

nja Krombach.  Ein notwendiger Schritt in Richtung Neubau des Krombacher Feuerwehrgerätehauses am künftigen Standort Hagener Straße/Lange Wiese ist getan: Der Kreuztaler Rat fasste am Donnerstag bei vier Gegenstimmen der Grünen und Enthaltung des fraktionslosen Uwe Saßmannshausen den Feststellungsbeschluss für die Änderung des entsprechenden Flächennutzungsplans. Vorangegangen waren zahlreiche Abstimmungen über die im Laufe des Verfahrens eingegangenen Stellungnahmen. Zur Erinnerung: Der derzeitige Standort des Krombacher Feuerwehrgerätehauses unterhalb der Krombachhalle und somit auch in Nähe u. a. zu Kita, Spielplatz und Turnvereinsheim entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen und birgt zudem Defizite hinsichtlich der Verkehrsanbindung.

nja Krombach.  Ein notwendiger Schritt in Richtung Neubau des Krombacher Feuerwehrgerätehauses am künftigen Standort Hagener Straße/Lange Wiese ist getan: Der Kreuztaler Rat fasste am Donnerstag bei vier Gegenstimmen der Grünen und Enthaltung des fraktionslosen Uwe Saßmannshausen den Feststellungsbeschluss für die Änderung des entsprechenden Flächennutzungsplans. Vorangegangen waren zahlreiche Abstimmungen über die im Laufe des Verfahrens eingegangenen Stellungnahmen. Zur Erinnerung: Der derzeitige Standort des Krombacher Feuerwehrgerätehauses unterhalb der Krombachhalle und somit auch in Nähe u. a. zu Kita, Spielplatz und Turnvereinsheim entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen und birgt zudem Defizite hinsichtlich der Verkehrsanbindung.

Grüne monieren Standort  und Gewerbegebiet

Über die Notwendigkeit der Verlagerung des Gerätehauses ist sich die Politik einig. Die Grünen stoßen sich aber zum einen an dem ins Auge gefassten Standort und zum anderen daran, dass zugleich auch als „Lückenschluss“ zur nächsten Bebauung ein Gewerbegebiet (ein rund 85 Meter langer Bereich „mit deutlichen Nutzungseinschränkungen“) angeschlossen werden soll (die SZ berichtete ausführlich). Das Plangebiet liegt südlich vom Krombacher Freibad, begrenzt von den Straßen Am Hasenrain und Lange Wiese, der Hagener Straße, In der Breitenbach und im Nordwesten von landwirtschaftlich genutzten Flächen im Flurbereich Burgseifen. Die Größe des Geltungsbereichs: rund 9470 Quadratmeter. Der Bau des Feuerwehrdomizils ist bekanntlich als städtische Kooperation mit dem Unternehmen Terre Immobilien, der Immobiliengesellschaft der Geschwister Petra Schadeberg-Herrmann und Bernhard Schadeberg (Krombacher Brauerei), geplant. Die Stadt wird also Mieterin.

"Müssen aus dem Quark kommen"

„Es handelt sich um einen relativ eng abgegrenzten Bereich – wir sollten endlich Nägel mit Köpfen machen, denn es besteht die allergrößte Notwendigkeit für ein neues Feuerwehrgerätehaus“, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Arne Siebel im Rat: „Das andere sind Randbedingungen.“ Frank-Wieland Frisch (FDP) befand, es sei „sehr sorgfältig abgewogen“ worden, Andreas Müller (SPD) ergänzte: „Wir brauchen das Gerätehaus, müssen aus dem Quark kommen – und brauchen auch Gewerbeflächen.“ Er wies auf Gefahren von Feuerwehreinsätzen, startend am heutigen Standort, hin: „Irgendwann bleibt da mal jemand auf der Strecke!“  Uwe Saßmannshausen zeigte sich „zwiegespalten“; das Gerätehaus sei nötig, andererseits gehe Fläche verloren. Er verwies auf die Stellungnahme des Landesbüros der Naturschutzverbände, wonach die Planung nicht dem Entwicklungsziel „Erhaltung der Landschaft“, das der Landschaftsplan für das Plangebiet festlege, entspreche: „Ich enthalte mich.“ Reinhard Lange (UWG) sprach sich für den zügigen Bau des Gerätehauses und auch den Gewerbe-Lückenschluss aus. Für die Grünen rief Dieter Gebauer deren Bedenken in Erinnerung. Es liege keine Begründung vor, warum dort nun ein Gewerbegebiet entstehen müsse. Dieses werde vorsorglich ausgewiesen, ohne dass gesagt werde, was genau dort passiere. Es gebe Mutmaßungen in Richtung Parkplatznutzung.

Kiß: Grünen-Alternative ist keine Alternative

Die Grünen seien natürlich ebenfalls für einen neuen Feuerwehrstandort – das Verfahren müsse aber getrennt von der Gewerbegebietsfrage vonstatten gehen. Es gebe zudem einen Alternativstandort, wiederholte er einen Grünenvorschlag aus dem Ausschuss für Infrastruktur, Umwelt und Wirtschaftsförderung: Auf der anderen Seite der Straße Lange Wiese gebe es eine Industriehalle, die gewerblich nicht mehr genutzt sei – der „gleichen Eigentümerin, die sich ja sehr dem Umweltschutz verpflichtet“ zeige, so Gebauer: „Hallen weg – Gerätehaus dorthin“, lautete sein Vorschlag. Wie Stadtbaurat Eberhard Vogel im Fachausschuss auf nahezu gleichlautende Worte von Hubertus Brombach (Grüne) betonte Bürgermeister Walter Kiß am Donnerstag im Rat: „Die Halle steht definitiv nicht zur Verfügung!“ Die eingegangenen Anregungen im bisherigen Verfahren und die Abwägungsergebnisse erstrecken sich über rund 20 Seiten und können online im Ratsinformationssystem der Stadt Kreuztal (Sitzungen – Rat) nachgelesen werden. Die Änderung des Flächennutzungsplans wird zeitgleich zur Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 102 „Hagener Straße/Lange Wiese“ durchgeführt. Denn, so heißt es in der Vorlage erläuternd: Grundsätzlich können Baurecht und eine Klärung aller zu berücksichtigenden Belange nur im Rahmen dieses Bebauungsplanverfahrens hergestellt werden.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

6 folgen diesem Profil
ThemenweltenAnzeige

Tablet-Aktion der Siegener Zeitung
SZ-Abo abschließen und Tablet sichern

Mit einem Abo der Siegener Zeitung kommen Sie jetzt gleichzeitig auch an ein Tablet Ihrer Wahl. Immer und überall informiert mit dem E-Paper... lesen, wo ich will; ... über die Suchfunktion schnell finden, was mich interessiert; ... gleicher Inhalt in praktischer Form; ... mit Zoomfunktion. Jetzt exklusiv: die Tablet-Bundle-Aktion  Beinahe geschenkt: Erhalten Sie kostengünstig ein Tablet Ihrer Wahl bei Abschluss eines Abos der Siegener Zeitung. Möchten Sie Ihr neues Tablet gleich zum Lesen...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen