Anmeldeverhalten stärker an Empfehlungen orientieren

Verwaltung lehnt fünfte Realschulklasse ab – Eltern beraten

Kreuztal. 422 Kinder werden am Ende des Schuljahres 2000/2001 Kreuztaler Grundschulen verlassen und im August zu weiterführenden Schulen wechseln. Im vorherigen Jahr waren es nur 365. Dies teilte die Kreuztaler Verwaltung auf Anfrage der Grünen mit. Diese hatten auch wissen wollen, ob damit zu rechnen sei, dass die Anmeldezahlen zur Real- und Gesamtschule deren Aufnahmekapazitäten übersteigen werden. Im Rathaus wird dies bejaht: Die Ausgangslage sei in etwa mit der Anmeldesituation für das Schuljahr 1999/2000 vergleichbar, als in Kreuztal 419 und in Hilchenbach 199 Schüler vor dem Wechsel in die Sekundarstufe I gestanden hätten.

In Hilchenbach, so die Verwaltung weiter, seien es Ende des kommenden Schuljahres 189 Kinder, die ihre Grundschulzeit beendeten. In beiden Städten stünden somit 611 Jungen und Mädchen vor dem Wechsel in eine weiterführende Schule.

„Sieht die Verwaltung die Möglichkeit, eine zusätzliche Realschulklasse in dem bestehenden Schulgebäude, in den eigentlich zum Abriss vorgesehenen Schulpavillons, in einem der anderen im Schulzentrum gelegenen Schulgebäude oder auch in einem neu anzumietenden Schulcontainer einzurichten, wenn die Planungen hierfür frühzeutug erfolgen?” fragten die Grünen weiter. 124 Kinder könnten in der Realschule (maximal vier Klassen á 31 Kinder), 120 in der Gesamtschule aufgenommen werden, so die Verwaltung. Erwartet würden für die Realschule 140 Kreuztaler sowie 35 auswärtige und für die Gesamtschule 145 Kreuztaler und 30 auswärtige Anmeldungen. Dies ergebe einen Überhang von 106 Schülern. Darin seien jedoch auch Mehrfachanmeldungen an mehreren Schulen enthalten. Nach deren Abzug blieben von den 350 prognostizierten Anmeldungen wohl 265 über. Dies bedeutet einen Überhang von rund 20 Jungen und Mädchen.

Die Erfahrung habe gezeigt, dass Anmeldungen zu der einen oder anderen Schule hinfällig würden, wenn von der an erster Stelle gewünschten Schule eine Zusge vorliege. Dies werde von Elternseite jedoch häufig nicht mitgeteilt.

Fazit der Verwaltung: „Wenn überhaupt, würde die Einrichtung einer fünften Eingangsklasse wegen des notwendigen Schülerpotentials für die Oberstufe eher bei der Gesamtschule als bei der Realschule Sinn machen.” Verwaltungsseitig werde diese Maßnahme jedoch für keine der beiden Schulen befürwortet. „Das Hauptaugenmerk sollte vielmehr darauf gerichtet werden, dass durch Beratung in den Grundschulen und durch gezielte Nachfrage/Beratung beim Anmeldegespräch in den weiterführenden Schulen ein Anmeldeverhalten erreicht wird, das sich stärker an den Schulbesuchsempfehlungen der Grundschulen orientiert.” Schließlich sei auch zu berücksichtigen, dass eine Ausweitung der Aufnahmekapazitäten bei Gesamt- und/oder Realschule mittel- bis langfristig auch Auswirkungen auf das Hauptschulangebot habe.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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