Antrag abgeschmettert

Kredenbacher Krankenhaus bleibt ohne Busanbindung

js Kreuztal. Eine erneute Diskussion um eine Busanbindung des Kredenbacher Krankenhauses wurde in der gestrigen Sitzung des Kreuztaler Umwelt- und Verkehrsausschusses bereits im Keim erstickt. Die SPD-Fraktion hatte das Thema ein weiteres Mal aufs Tapet gebracht, stieß aber nur auf bedingtes Verständnis der anderen Fraktionen. Mit einer brauchbaren Argumentationslinie waren die Gegner des Krankenhausbusses bereits im Vorfeld von Achim Walder, Kreisvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), versorgt worden (die SZ berichtete in ihrer gestrigen Ausgabe).

Ewald Seiffarth (CDU): »Ich folge den Vorschlägen des Herrn Walder nicht allzu gerne, in diesem Punkt aber gebe ich ihm recht.« Die Absicht der Sozialdemokraten sei zwar lobenswert, aber eben nicht so leicht realisierbar. »Der Bedarf fehlt einfach.« Jürgen E. Arndt (BGK) sicherte dem SPD-Antrag volle Unterstützung zu: »Ich kann die Aufregung des VCD nicht nachvollziehen«, betonte er. »Die zusätzliche Schleife in der Busroute macht Sinn.«

Gegenwind erfuhren die Sozialdemokraten ebenfalls aus den Reihen der Bündnis-Grünen. Elke Fuhrmann: »Ich glaube kaum, dass ein Klinik-Busstopp der Attraktivität der Linie zugute kommt.« Wer einmal den Bus von Kreuztal nach Hilchenbach benutzt habe, der sei wegen der langen Fahrzeit »ohnehin schon mit den Nerven am Ende«. Man vertreibe durch eine Verlängerung der Strecke nur die Fahrgäste. Fuhrmann plädierte jedoch dafür, dass eine deutliche Beschilderung an der Haltestelle auf den ehrenamtlich angebotenen Bürgerbus hinweise.

Technisch stelle die Busanbindung der Klinik im Gegensatz zu den Angaben des VCD kein Problem dar, wie Tiefbauamtsleiter Reinhard Hoffmann erklärte: »Der Wendeplatz am Krankenhaus ist für Gelenkbusse geeignet.« Roland Abel (SPD) bedauerte, dass das Angebot für »weniger mobile« Mitbürger aufgrund finanzieller Diskussionen zur Strecke gebracht werde. Man solle wenigstens prüfen, ob tatsächlich kein Bedarf bestehe, bevor die Diskussion endgültig vom Tisch gekehrt werde. Dennoch: Die CDU blieb bei ihrer Position und beendete die Busdebatte mit sieben Nein- zu sechs Ja-Stimmen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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