Otto-Flick-Halle soll barrierefrei werden
Antwort auf die Anschlussfrage

Über eine 26 Meter lange Rampe sollen künftig auch Rollstuhlfahrer in die Otto-Flick-Halle gelangen können.
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  • Über eine 26 Meter lange Rampe sollen künftig auch Rollstuhlfahrer in die Otto-Flick-Halle gelangen können.
  • Foto: Stadt Kreuztal
  • hochgeladen von Jan Schäfer (Redakteur)

js Kreuztal. 135 Zentimeter Höhenunterschied, neun Stufen: Der Zugang zur Kreuztaler Otto-Flick-Halle ist alles andere als barrierefrei. Das soll sich in Kürze ändern. Ende September möchte die Stadtverwaltung für Fördermittel für ein im Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (Ikek) ausgearbeitetes Projekt an Land ziehen, die das Betreten der Halle für jedermann möglich macht.

26 Meter lange Rampe

Auf dem Weg zur barrierefreien Innenstadt soll der Eingang der Mehrzweckhalle über eine 26 Meter lange Rampe mit Steigungen von 6 Prozent erschlossen werden. Dazwischen sind ebene Podeste als Ruheflächen eingeplant; die lichte Breite der Rampenspur beträgt mindestens 1,25 Meter. Auch taktile Streifen, Aufmerksamkeitsfelder und Tastbordsteine werden eingebaut. Damit würden sämtliche Vorgaben in der von Stadtbaurat Eberhard Vogel ausgearbeiteten Planung eingehalten, erklärte stellvertretend Frieder Bosch vom Bauamt jetzt dem Infrastrukturausschuss.

Neue Sanitäranlange

Nicht nur die Rampe muss gebaut werden, um die Halle barrierefrei zu erschließen. Auch die Eingangstür muss gegen eine neue, zweiflüglige ausgetauscht werden, die mithilfe eines Tastsensors elektrisch zu öffnen ist. Hinzu kommen eine barrierefreie Toilette, die über einen Flur aus dem Eingangsbereich erreichbar sein wird, und eine Sanierung der in die Jahre gekommenen Sanitäranlagen im Kellergeschoss. Die Umkleidekabine muss wegen der zusätzlichen barrierefreien Toilette neu angeordnet und modernisiert werden.

Brandschutz verbesserungswürdig

Auch der Brandschutz muss dringend verbessert werden. Für das Untergeschoss gibt es keinen zweiten Fluchtweg – ein solcher soll nun über den bestehenden, außen liegenden Versorgungsgang eingerichtet werden. Die Stadt rechnet mit einer Gesamtsumme von 440 000 Euro für diese Baumaßnahme und hofft, diese mithilfe von Fördermitteln auf einen Eigenanteil von etwa 230 000 Euro minimieren zu können.

Als „absolut notwendig“ bezeichnete Arne Siebel (CDU) die Maßnahme. Er habe lediglich Bedenken, dass die Rampe für einige Nutzer doch etwas steil ausfallen könnte. Sein Parteifreund Harald Görnig fand am besten, dass die Planung ohne Aufzug auskomme. Jochen Schreiber (SPD) freute sich, dass die ortsbildprägende Fassade der Halle erhalten bleibe. Einstimmig nickte der Ausschuss die vorgestellten Planungen ab und gab grünes Licht für einen Antrag auf Städtebaufördermittel.

Über eine 26 Meter lange Rampe sollen künftig auch Rollstuhlfahrer in die Otto-Flick-Halle gelangen können.
Die ortsbildprägende Fassade der Otto-Flick-Halle in Kreuztal bleibt erhalten.
Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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