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Bauern und Umweltaktivisten bei EU-Treffen
Auch der Irlenhof zeigt Flagge

Das Treffen der EU-Agrarminister in Koblenz nutzten viele Landwirte, um auf ihre Sorgen aufmerksam zu machen.
  • Das Treffen der EU-Agrarminister in Koblenz nutzten viele Landwirte, um auf ihre Sorgen aufmerksam zu machen.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

nja Ferndorf/Koblenz. „Weniger Bürokratie – mehr Zeit = mehr Tierwohl“: Dies war nur ein Schriftzug an einem der vielen Traktoren, mit dem Bauern und Umweltaktivisten im Rahmen des Treffens der EU-Agrarminister in Koblenz gegen die Politik aus Brüssel demonstriert haben. Mit dabei: Florian Stücher vom Ferndorfer Irlenhof. Eine Forderung der Demonstranten: Statt riesiger Monokulturen müsse die EU gezielt die Landwirte fördern, die Böden und Wasser schützen und ihre Tiere artgerecht halten.
Zwei Hauptanliegen hätten ihn per Traktor (im Verbund...

nja Ferndorf/Koblenz. „Weniger Bürokratie – mehr Zeit = mehr Tierwohl“: Dies war nur ein Schriftzug an einem der vielen Traktoren, mit dem Bauern und Umweltaktivisten im Rahmen des Treffens der EU-Agrarminister in Koblenz gegen die Politik aus Brüssel demonstriert haben. Mit dabei: Florian Stücher vom Ferndorfer Irlenhof. Eine Forderung der Demonstranten: Statt riesiger Monokulturen müsse die EU gezielt die Landwirte fördern, die Böden und Wasser schützen und ihre Tiere artgerecht halten.
Zwei Hauptanliegen hätten ihn per Traktor (im Verbund mit befreundeten Kollegen aus Niedersachsen) nach Koblenz geführt, wo er am Montag mit rund 500 Gleichgesinnten und 50 Treckern die EU-Delegation vor deren Tagungsort „empfangen“ habe, so Stücher: Das Mercosur-Abkommen mit den Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay zur Bildung der größten Freihandelszone der Welt dürfe so nicht Realität werden.

Regionale Versorgung soll weiter wachsen

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) äußerte sich in Koblenz ebenfalls kritisch: In Südamerika würden Regenwälder für Ackerland gerodet, und europäische Landwirte müssten dann mit umweltschädlich produzierten Lebensmitteln konkurrieren. Eine stärker regionale Versorgung sei die Lehre aus der Corona-Krise. „In Argentinien gelten nicht annähernd unsere deutschen Standards“, ergänzt Florian Stücher, dem auch das Tierwohl am Herz liegt: „Es kann doch nicht sein, dass wir unsere Tiere ganz wunderbar halten und dann Fleisch aus Argentinien bekommen!“ Zweiter Kritikpunkt: Agrarpolitik müsse vor Ort, in den Kreisen, gestaltet werden - „und nicht zentral in Brüssel oder Berlin“. Verordnungen müssten die Gegebenheiten berücksichtigen. Flachland und Mittelgebirge böten z. B. unterschiedliche Voraussetzungen.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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