Beachvolleyball-Feld für Warmwasser-Freibad

Das Warmwasserfreibad erhält in diesem Jahr ein Beachvolleyball-Feld.  Foto: nja

nja Buschhütten. Heiß diskutiert wurde gestern im Rat der Stadt Kreuztal die außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 14 000 Euro für den Bau eines Beachvolleyball-Felds im Warmwasserfreibad Buschhütten – eine Maßnahme, die letztlich mehrheitlich abgesegnet wurde – mit Stimmen aus CDU und SPD. Das Volleyballfeld soll nun zügig gebaut werden, damit es im Mai, wenn das Bad öffnet, bereits genutzt werden kann. Der Etat aber wird erst im Mai verabschiedet. Und genau dies war der Knackpunkt.

Anke Hoppe-Hoffmann betonte, auch die Grünen begrüßten grundsätzlich die Attraktivitätssteigerung des Bads – zumal Buschhütten im Vergleich zu anderen Orten „wenig zu bieten“ habe und „Nachholbedarf“ bestehe. Doch missfalle der Vorgriff auf die Etatberatung, die somit nicht mehr objektiv vonstatten gehen könnte. Große Sorgen bereite z. B. die Kinderbetreuung – Stichwort U-3-Ausbau. Sie befürchte, die Kreuztaler Einrichtungen seien nicht tauglich, diese Aufgaben zu bewältigen. Und dies sei eine Pflichtaufgabe, die von existenzieller Bedeutung für Familien sei. Vielleicht sei es ja opportun, mit Blick auf das Beachvolleyball-Feld nach Partnern zu suchen.

Philipp Krause (CDU) bezeichnete es hingegen als „sträflich“, das Spielfeld nicht mit Beginn der Badesaison spielbereit anbieten zu können und verwies auf den Umstand, dass das Geisweider Bad in diesem Jahr saniert werde und daher mit einem Gästezustrom aus diesem Beritt gerechnet werden dürfe. Arnfred Wittsieker (FDP) nannte es ein grundsätzliches Problem, dass Kreuztal den Etat so spät verabschiede. Auch er sei für eine Aufwertung des Bades, doch sage er derzeit „Nein“, da im Zuge der Haushaltsberatung noch viele andere Maßnahmen anstünden und somit keine Abwägung stattfinden könne. Er betonte ferner die Notwendigkeit eines Spar-Etats und die Dringlichkeit der U-3-Betreuung in den Kitas.

Das Volleyballfeld sei 2009 schon avisiert und dann aus finanziellen Gründen zurückgestellt worden, rief Karl-Heinz Schleifenbaum (SPD) in Erinnerung. Aus seiner Fraktion (Elfrun Bernshausen) war der Vorschlag gekommen. Es seien doch alle darin einig, dass die Investition grundsätzlich eine sinnvolle sei. Dann könne doch auch, gerade auch vor dem Hintergrund der Geisweider Schließung, zügig agiert werden.

Der Haushalt könne trotzdem nachhaltig konsolidiert werden. Er freue sich, dass auch die Grünen nun offensichtlich „erstmals mit gebotenem Tiefgang“ an einem Sparetat mitwirken wollten. Anke Hoppe-Hoffmann verbat sich diese „Unverschämtheit“ und erinnerte an Grünen-Sparvorschläge in der Vergangenheit, z. B. in der berühmten Sparkommission, „die dann von anderen aufgeweicht wurden“.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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