Haken bei Corona-Impfungen für Firmen
Betriebsärzte dürfen piksen

Bei der Krombacher Brauerei ist man bestens auf die firmeninternen Impfungen vorbereitet.
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  • Bei der Krombacher Brauerei ist man bestens auf die firmeninternen Impfungen vorbereitet.
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sabe Krombach/Attendorn. Die ersten firmeninternen Impfzentren in der Region stehen bereits seit einigen Wochen, waren aber bisher ohne Stoff und ohne die wichtige Impflizenz. Das soll sich jetzt ändern. In NRW sollen bald auch Betriebsärzte die Corona-Impfungen verabreichen dürfen, Anfang Juni soll es so weit sein. Doch es gibt einen Haken.

Denn zunächst wird es wohl keine üppige Menge an Corona-Impfstoff sein, die den Angestellten in NRW von den Betriebsärzten verabreicht wird. Mit mindestens 500 000 Dosen rechnet Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) anfangs deutschlandweit – pro Woche allerdings. Zum Vergleich: In der vergangenen Woche wurden in Deutschland laut RKI jeden Tag durchschnittlich rund 560 000 Menschen geimpft. Ein Rechengenie muss man also nicht sein, um beim Hochrechnen darauf zu kommen, dass in den Betrieben längst nicht mit ganzer Kraft geimpft werden kann.

Planungssicherheit und Pandemie gehen nicht zusammen

Die Angebote bleiben demnach wohl gezwungenermaßen erst einmal auf niedrigem Niveau. Und: Was
längst kein Geheimnis mehr ist, aber auch hier wieder der Knackpunkt: Planungssicherheit und Pandemie gehen anscheinend nicht zusammen. „Wir wissen nicht, wann wir wie viel wovon bekommen“, sagt Peter Lemm, Pressesprecher der Krombacher Brauerei. „Wir wissen nur, dass wir vorbereitet sind.“ Die Krombacher Gruppe möchte allen Mitarbeitern und ihren engsten Angehörigen ein Impfangebot gegen das Coronavirus machen. Zu diesem Zweck wurde in den Räumlichkeiten der zurzeit für Besucher geschlossenen „Krombacher Erlebniswelt“ ein Impfzentrum eingerichtet. Nicht der schlechteste Standpunkt für einen Stoff, der Kühlung verlangt. „An Kühlfunktionen mangelt es uns als Brauerei auf jeden Fall nicht.“

Bei der Krombacher Brauerei kann es mit dem Impfen losgehen.
  • Bei der Krombacher Brauerei kann es mit dem Impfen losgehen.
  • Foto: pixabay
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Und auch alle anderen baulichen Maßnahmen seien so weit fortgeschritten, dass theoretisch sofort losgelegt werden kann, sobald der Startschuss kommt. Dann könne rund um die Uhr geimpft werden.

Verfügbarkeit des Impfstoffs größte Herausforderung

Aber eben nur theoretisch. Die Verfügbarkeit des Impfstoffes ist auch hier wieder die größte Herausforderung. Was wann und in welcher Menge dann ab Juni bei den heimischen Unternehmen eintrudelt, bleibt erstmal ein Überraschungspaket. „Wir wissen noch nichts, nada“, sagt auch Dr. Bernd Asmuß von Mubea Attendorn.

Auch bei der Firma Mubea kann es mit dem Impfen sofort losgehen.
  • Auch bei der Firma Mubea kann es mit dem Impfen sofort losgehen.
  • Foto: rt
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Auch hier ist das hauseigene Impfzentrum seit Anfang April eingerichtet, mehr als Trockenübungen gehen aber bisweilen auch hier nicht. Also füllt man beim Autozulieferer aus Attendorn die Wartezeit mit der Erledigung von letzten Feinheiten. „Die letzten ,Pflasterchen’“, scherzt Asmuß, „sind gekauft“. Jetzt heißt es warten.

Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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