Bier fließt und Jobs »sprudeln«

30 Mill. Euro investiert

Abfüllhalle nimmt Gestalt an / Gleisanschluss geplant / Plädoyers für HTS-Abfahrt Eichen

nja Krombach. 25 neue Arbeitsplätze werden in der neuen Abfüllhalle und -anlage der Krombacher Brauerei im Littfetal geschaffen. Das verkündete gestern Helmut Schaller, als Geschäftsführer bei der Brauerei für die Technik verantwortlich, als über den Fortschritt der 30-Mill.-Euro-Investition berichtet wurde. Im Sommer 2007 soll die neue »Halle H«, die nunmehr achte Flaschenabfüllanlage, in Betrieb gehen. Dann, so Schaller, würden dort pro Stunde 60000 Mehrwegflaschen befüllt.

Gemeinsam mit der Stadt Kreuztal habe das Unternehmen einen »tollen Weg« gefunden, die Erweiterungswünsche Realität werden zu lassen. »Vier Jahre in Folge mit Spitzenergebnissen« und auch die Ausweitung der Produktpalette von »Krombacher« hätten dies erforderlich werden lassen. Die Betriebsfläche im Littfetal sei von bislang 90000 auf 140000 Quadratmeter erweitert worden. Neben dem Neubau gebe es auch strategische Optionen für Zukunft.

Neben der Abfüllanlage verfüge das neue Gebäude über Anlagen zur Lagerung von Leer- und Vollgut sowie Produktausstattung und natürlich Platz zum Verladen auf Kundenfahrzeuge. In der Anlage Littfetal I würden Kapazitäten frei für die Biermischgetränke »und auch für Neues«.

20000 Quadratmeter seien für die aktuelle Norderweiterung »Littfetal II« erschlossen und drainiert worden, 75000 Kubikmeter Aushub seien zur Deponieabdeckung nach Herzhausen verfrachtet worden. Optionen bestünden für den Anbau drei weiterer Abfüllanlagen – wenn die Kundennachfrage dies erlaube.

Die »interne Erschließung« des neuen Gebäudes erfolge über eine Fußgängerbrücke von der Poststraße aus (ihr »Gerippe« ist bereits erkennbar), eine »Abholer-Zufahrt« vom südlichen Bereich der Krombacher Straße sowie einer »Abholer«-Ausfahrt im Bereich Krombacher Straße Süd und Nord sowie der Lohmühle.

An Spitzentagen würden im Littfetal 35000 Hektoliter verladen, das seien rund 500 Lkw-Bewegungen am Tag. In diesem Zusammenhang erinnerte Schaller an die »Krombacher«-Pläne für einen Gleisanschluss: Bis zu 200000 Tonnen könnten auf die »Schiene« verlagert werden; das seien 10 bis 15 Prozent des Jahresausstoßes.

Kreuztals Bürgermeister Rudolf Biermann freute sich über die Investitionen des Kreuztaler »Imageträgers Nr. 1«, die zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts beitrügen. Dass Bürger besorgt über die Auswirkungen der Erweiterung der Betriebsflächen gewesen seien, hielt er für nachvollziehbar. Die Brauerei habe die Anwohner aber mit in die Planungen einbezogen. Das Resultat sei »relatives Einvernehmen«. Eine künftige Schienenzuwegung müsse ungefährlich sein; daher werde von Seiten der Brauerei, wie berichtet, über das Einziehen eines Abschnitts der Krombacher Straße und damit einhergehend mit einem Ausbau der Lohmühlenstraße nachgedacht.

»Das mit dem Bahnanschluss werden wir planungsrechtlich schaffen«, meldete sich Landrat Paul Breuer zu Wort und wusste zu berichten: Die Kreisbahn Siegen-Wittgenstein habe, nach vertraglicher Absicherung mit der Brauerei, auf dem Gelände des Kreuztaler Güterbahnhofs von der Deutschen Bahn Gelände bzw. Teile des Schienennetzes erworben. Am Stammgleis in Littfeld könnten dann so genannte »Halbzüge« mit zehn Waggons zusammengestellt werden, aus denen dann am Güterbahnhof »Ganzzüge« mit bis zu 40 Waggons würden: »Für die Kreisbahn eine gute Sache.« Alles weitere werde man dann noch sehen.

Und noch ein »heißes« Thema kam zur Sprache: »Die HTS-Abfahrt Eichen muss her. Das müssen wir alle gemeinsam strategisch angehen. Man braucht eine sehr gute Begründung für einen solchen Antrag«, sagte der Landrat. Forderungen nach einer dritten Fahrspur hinauf zur Krombacher Höhe und einer weiteren Fahrspur auf der L908 am Nadelöhr des Kreuztaler HTS-Anschlusses »kann ich auch nur unterstreichen«, befand Helmut Schaller und betonte: Ein HTS-Anschluss Eichen aber sei der eigentliche »Schlüssel« zur Lösung der Verkehrsprobleme.

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