Böschung dient als „Müllschlucker“

Als wilde Müllhalde präsentierte sich jetzt die Böschung unterhalb des Hauses Eggersten Ring 28. Dort warfen die Mieter offenbar ihre Abfälle vom Balkon.  Foto: js
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js Kreuztal. Es war ein ausgesprochen unappetitliches Bild, das sich jetzt all denen bot, die den Waldweg in der Verlängerung der Straße „Freizeitpark“ nahe der Kreuztaler Fritz-Erler-Siedlung entlang liefen, joggten oder radelten: Der gesamte Böschungsbereich unterhalb der Häuser Eggersten Ring 28-32 hatte sich in eine wilde Müllhalde verwandelt.

Auf dem abgeworfenen Laub des vergangenen Jahres, zwischen Dornenbüschen und Bäumen, warteten Joghurtbecher und Konservendosen, Zigarettenschachteln und Schnapsflaschen, Tetrapaks und Plastikbecher, Gurkengläser und leere Waschmittelbehälter darauf, vom frischen Grün des Frühlings verdeckt zu werden. „Es sieht so aus, als ob die Bewohner des angrenzenden Hochhauses ihren Müll einfach aus dem Fenster oder von den Balkonen werfen“, machte ein Kreuztaler Bürger die SZ auf den vermüllten Hang aufmerksam. Und dies habe er dort schon seit vielen Jahren beobachtet.

Ob die Böschung tatsächlich als „Müllschlucker“ missbraucht wird, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen – theoretisch kommen auch all diejenigen als Verursacher in Frage, die den Weg unterhalb der Böschung passieren. Die Verteilung über den Hang – vor allem dort, wo das achtstöckige Gebäude Eggersten Ring 28 fast bis an die Böschung ragt – und die Art des Abfalls hingegen werfen den Verdacht doch eher auf die Bewohner.

Das Kreuztaler Ordnungsamt hat im SZ-Gespräch zugesagt, die Stelle in Augenschein zu nehmen. Direkt aktiv wurde hingegen das Mieterbüro der LEG, sprich: die Vertretung der Hauseigentümer. „Das ist wirklich eine Ecke zum Erbrechen“, gestand Büroleiter Heinrich Gerhards, nachdem er sich auf Anregung der SZ vor Ort umgesehen hatte. Bei einigen Bereichen der Böschung seien für ihn die Verursacher nicht klar erkennbar. „Direkt am Haus Nummer 28 sieht es aber eindeutig so aus, als ob die Mieter ihren Müll von ihren Balkonen werfen.“

Um schnell Abhilfe zu leisten und um der Böschung zumindest über die Osterfeiertage „müllfrei“ zu geben, hat Heinrich Gerhards noch am Gründonnerstag den Gärtner losgeschickt, um die Abfälle im gesamten Bereich, der zu einem großen Teil der Bahn gehört, aufzusammeln. Das Grundproblem sieht der Büroleiter damit allerdings noch nicht gelöst. „Wir werden nun die Mieter anschreiben.“ Mehr als ein Appell an die Vernunft könne ein solches Schreiben allerdings nicht sein.Der Stadt Kreuztal dürfte die „Müllböschung“ gleich doppelt stinken: Schließlich möchte diese schon in wenigen Wochen den liebevoll und kostenintensiv umgestalteten Robinson-Spielplatz seiner Bestimmung übergeben – und der liegt kaum mehr als 50 Meter von besagter Böschung entfernt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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