Buskaps zurückbauen

Knackpunkt Kredenbach: Lehnt Kreuztal auch den kompletten Ausbau der B 508 zurzeit ab, so wird u. a. der Rückbau der Buskaps zu -buchten gewünscht.  Foto: nja
  • Knackpunkt Kredenbach: Lehnt Kreuztal auch den kompletten Ausbau der B 508 zurzeit ab, so wird u. a. der Rückbau der Buskaps zu -buchten gewünscht. Foto: nja
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

nja Kreuztal. Ein Ausbau der B 508 zwischen Ferndorf und Dahlbruch mit separatem Geh- und Radweg, so wie ihn der Landesbetrieb Straßen NRW jüngst vorgestellt hat, trifft in Kreuztal auf wenig Gegenliebe. Wie gestern bereits kurz berichtet, sprach sich der Rat einstimmig dagegen aus, bat die zuständige Landesbehörde aber zu überprüfen, ob nicht ein Rückbau der Buskaps zu -buchten und eine Verbesserung der Situation für Fußgänger im Kredenbacher Kreuzungsbereich berücksichtigt werden könnten.

Bürgermeister Walter Kiß wies eingangs der Debatte auf die feste Zusage des Landesbetriebs hin, dass die Meinung der Stadt maßgeblich für die Entscheidung pro oder contra Ausbau sei. Zunächst, so sagte Elfrun Bernshausen (SPD), habe ihre Fraktion die Planung eines neuen, parallel verlaufenden, sicheren und bequemen Rad- und Gehwegs entlang der Trasse begrüßt. Doch werde unter dem künftigen Straßenquerschnitts der fließende Verkehr leiden. Die Rettungsdienste befürchteten zusätzliche Belastungen, Anlieger-Beiträge würden fällig, und insgesamt seien die Kosten für die relativ kurze Strecke zu hoch – gerade in Zeiten angespannter Finanzlagen. So votierte die SPD mehrheitlich gegen den 3-Mill.-Euro-Ausbau.

Der Straßenquerschnitt, meinte Arne Siebel (CDU), sei europaweit zugelassen, Investitionen von Bund und Land in die Region seien eine gute Sache – auch unter dem Aspekt der Wirtschaftsförderung. Ferner stecke viel Positives in den Plänen. Dass der Landesbetrieb einerseits sage, die Planungen seien noch nicht konkret, in Hilchenbach aber schon die Ausbaupläne für den nächsten Straßenabschnitt präsentiert habe, interpretierte Siebel als „Konzeptlosigkeit“. Die Akzeptanz in der Bevölkerung sei zudem nicht groß. Die Union sage „unter den jetzigen Voraussetzungen nein“ zu den Plänen. Er schlug vor, den Landesbetrieb aufzufordern, allein die Gefahrenpunkte zurückzubauen.

Anke Hoppe-Hoffmann (Grüne) monierte, es gebe viele Orte im Stadtgebiet, an denen das Radfahren viel gefährlicher sei als entlang der B 508. Beispielhaft nannte sie den Bereich Krombach–Littfeld. Der FDP habe die Planung eigentlich gut gefallen, meinte Frank-W. Frisch. Er habe den zur Debatte stehenden Straßenabschnitt eigentlich immer als Provisorium empfunden. „Die ewig lange Forderung nach einem Radweg sahen wir erfüllbar.“ Doch hielt er auch den CDU-Vorschlag einer interkommunalen Fachausschuss-Sitzung mit Hilchenbach für weise.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen