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Profi-Musiker mit großer Sammlung
Daniel Ridders große Leidenschaft gilt der Tuba

Der Berufsmusiker Daniel Ridder ist stolz auf seine historische Tubensammlung. Die älteste, die er in den Händen hält, wurde im Jahr 1850 gebaut.
  • Der Berufsmusiker Daniel Ridder ist stolz auf seine historische Tubensammlung. Die älteste, die er in den Händen hält, wurde im Jahr 1850 gebaut.
  • Foto: mari
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mari Kreuztal/Gerlingen. Bereits im jungen Alter von 14 Jahren entdeckte Daniel Ridder als Musiker im Musikverein Gerlingen seine Liebe zum tiefen Blech. Ihn faszinierten nicht nur die tiefen und wuchtigen Töne, sondern auch die Vielseitigkeit des Instrumentes. So wechselte er von der Bassposaune zur Tuba, studierte Tuba und Euphonium an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf und wurde Solotubist im Musikkorps der Bundeswehr in Siegburg. Im Laufe der Jahre wuchs sein Interesse für die Historie des Instruments, das die Berliner Instrumentenbauer Moritz und Wieprecht im Jahr 1835 auf den Markt brachten, was in eine Sammelleidenschaft mündete.

mari Kreuztal/Gerlingen. Bereits im jungen Alter von 14 Jahren entdeckte Daniel Ridder als Musiker im Musikverein Gerlingen seine Liebe zum tiefen Blech. Ihn faszinierten nicht nur die tiefen und wuchtigen Töne, sondern auch die Vielseitigkeit des Instrumentes. So wechselte er von der Bassposaune zur Tuba, studierte Tuba und Euphonium an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf und wurde Solotubist im Musikkorps der Bundeswehr in Siegburg. Im Laufe der Jahre wuchs sein Interesse für die Historie des Instruments, das die Berliner Instrumentenbauer Moritz und Wieprecht im Jahr 1835 auf den Markt brachten, was in eine Sammelleidenschaft mündete. Inzwischen hat der in Gerlingen aufgewachsene und mittlerweile in Kreuztal lebende Berufsmusiker mehr als 30 historische Tuben in seinem Besitz, die er an verschiedenen Orten aufbewahrt.

Daniel Ridder von der Tuba fasziniert

„Die Tuba aus der Familie der Bügelhörner ist das größte und tiefste aller gängigen Blechblasinstrumente. Sie hat sehr große Tonumfänge, einen unvergleichlichen Klang – und man kann ihr zahlreiche Klangfarben entlocken. Faszinierend sind auch die unterschiedlichen Modelle, Bauformen und Größen. Es gibt sie von rund bis hin zur traditionellen Bauweise“, schwärmt der 38-Jährige. In der Tat verleiht die Tuba durch ihre wuchtigen und dominanten Klänge Musikstücken, egal ob ruhigen und verträumten Passagen oder auch schnellen Läufen, eine mitreißende Ausstrahlung.
Trotz ihrer Größe kann sie aber genauso leichtfüßig, grazil und weich wie alle anderen Blechblasinstrumente gespielt werden. Ebenso kann sie als Solostimme eingesetzt werden, womit sich Daniel Ridder im Musikkorps der Bundeswehr und international einen Namen gemacht hat. In seinem heimischen Tonstudio hat er bereits zahlreiche Solostücke, auch Eigenkompositionen, eingespielt und auf seinem YouTube-Kanal www.youtube.com/user/BasstubaOE veröffentlicht. Seit zwei Jahren ist er bei dem niederländischen Musikinstrumenten-Hersteller Adams als Artist tätig, der aktuell eine Soloaufnahme mit unterschiedlichen Titeln sponserte, die explizit für Daniel Ridder komponiert und geschrieben wurden. Unter anderem der Titel „Swedish Countryside“, fünf muntere Tanzsätze, für Tuba und Klavier. Unterschiedliche Besetzungen kommen hier zum Tragen. Natürlich ist auch das Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg zu hören.

Kurse im In- und Ausland

Als Tubist hat Daniel Ridder bereits in verschiedenen Sinfonie- und Profiorchestern mitgewirkt. Seit vielen Jahren ist er Tubist im heimischen Blechbläserquintett „Trombe e Tromboni“. Mit einem Musikverlag spielte er die Solo-Titel „Panopticum“ von Thomas Doss und das „Concertino“ von Antonio Capuzzi ein. Als Dirigent hat er sich nach entsprechender Ausbildung ebenfalls einen Namen gemacht. Er leitete den Musikverein Scheuerfeld und den Musikverein Saßmicke. Seit dreieinhalb Jahren ist er musikalischer Leiter des Siegener Blasorchesters. Daniel Ridder war ebenfalls als Stipendiat bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth. Seit Jahren gibt er auch Meisterkurse im In- und Ausland, wie z. B. Brasilien, Italien und Spanien.
Auf seine Sammlung ist der Profi sehr stolz. „Man kann sie fast alle spielen.“ Die älteren Tuben sind aus Messing oder Goldmessing, die neueren versilbert oder lackiert. Die Älteste stammt aus dem Zeitraum um 1850. Sie ist im Gegensatz zu den heutigen Instrumenten recht klein und schlank und kam früher in Militärkapellen zum Einsatz. „Ich habe sie mit viel Glück und per Zufall aus Schweden erhalten. Ihre Ventile wurden abgeguckt vom Zapfhahn einer Gastwirtschaft“, berichtet der Berufsmusiker. Das größte Instrument fällt gleich ins Auge. Es handelt sich um ein Kaiserhelikon aus den 1920er-Jahren, das früher für die Anforderungen der Kavallerie konstruiert und auch zu Pferde gespielt wurde. Das jüngste Instrument, die F-Tuba, ist gerade zwei Jahre alt.

Sammlung soll erweitert werden 

Gerne würde Daniel Ridder seine ohnehin große Sammlung noch erweitern. „Wer eine alte und historische Tuba abzugeben hat oder Fragen rund um das tiefe Blech hat, kann sich gerne immer bei mir unter der E-Mail-Adresse danielridder@web.de melden“, so der 38-Jährige, der neben den Tuben noch weitere rund 30 historische Blechblasinstrumente besitzt. Darunter einige sehr seltene Tornisterinstrumente aus der österreichisch-ungarischen Armee und mehrere tschechische Instrumente mit verschiedensten Ventilarten.
Musiker zu sein, ist für Daniel Ridder das Größte. „Es gibt für mich keinen anderen Beruf, in dem man die Leute so direkt berühren und faszinieren kann. Durch den Applaus bekommen wir bei einem Auftritt sofort Resonanz und das ist eine Auszeit nicht nur für das Publik

Autor:

Redaktion Olpe aus Stadt Olpe

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