SZ

Im Buschhüttener Deichwaldquartier kehrt Leben ein
"Das Miteinander ist ein Traum"

Sie haben sich nicht gesucht – und dann doch gefunden: Felix Müller, Wolfgang Narjes und Dieter Seiffarth freuen sich, in ihrem neuen Zuhause viele gute Nachbarn und auch Freunde gefunden zu haben. Der Freitagabend ist als lockerer Treff festgesetzt.
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  • Sie haben sich nicht gesucht – und dann doch gefunden: Felix Müller, Wolfgang Narjes und Dieter Seiffarth freuen sich, in ihrem neuen Zuhause viele gute Nachbarn und auch Freunde gefunden zu haben. Der Freitagabend ist als lockerer Treff festgesetzt.
  • Foto: Anja Bieler-Barth
  • hochgeladen von Anja Bieler-Barth (Redakteurin)

nja Buschhütten. „Wir wohnen im Oberdorf, Dieter ist Unterdorfler“, sagt Wolfgang Narjes lachend und stellt seinen guten Nachbarn vor. Es ist Freitagmorgen, Narjes, Dieter Seiffarth und Felix Müller sitzen bei einer Tasse Kaffee zusammen und versprühen Zufriedenheit und gute Laune. Sie leben nicht in einer der vielen kleinen Ortschaften des Siegerlands, in einer gewachsenen Dorfgemeinschaft. Dort, wo man sich „schon immer“ kennt. Ober- und Unterdorf liegen in diesem Fall etwa 20 Meter auseinander, in einem Neubaugebiet: Am Johannes-Rau-Weg im neuen Buschhüttener Deichwald-Wohnquartier wächst ganz offensichtlich zusammen, was zusammen gehört. „Das Miteinander ist ein Traum“, bestätigt Felix Müller.

nja Buschhütten. „Wir wohnen im Oberdorf, Dieter ist Unterdorfler“, sagt Wolfgang Narjes lachend und stellt seinen guten Nachbarn vor. Es ist Freitagmorgen, Narjes, Dieter Seiffarth und Felix Müller sitzen bei einer Tasse Kaffee zusammen und versprühen Zufriedenheit und gute Laune. Sie leben nicht in einer der vielen kleinen Ortschaften des Siegerlands, in einer gewachsenen Dorfgemeinschaft. Dort, wo man sich „schon immer“ kennt. Ober- und Unterdorf liegen in diesem Fall etwa 20 Meter auseinander, in einem Neubaugebiet: Am Johannes-Rau-Weg im neuen Buschhüttener Deichwald-Wohnquartier wächst ganz offensichtlich zusammen, was zusammen gehört. „Das Miteinander ist ein Traum“, bestätigt Felix Müller.

Seniorengerechter leben

Die SZ hatte angeklopft und gefragt: Wie fühlt sich das Nebeneinander an, wenn eine Nachbarschaft komplett neu entsteht? Die lustige Männerrunde spricht Bände. Und teilt ihre Begeisterung gerne und regelmäßig mit vielen im Quartier. Birgit und Wolfgang Narjes zählten im Mai 2020 zu den ersten Neu-Buschhüttenern, als sie ihre Wohnung dort bezogen, wo bis 2016 die zuletzt leere Deichwald-Hauptschule gestanden hatte. Sofort fühlten sie sich zu Hause – ein echtes Glück: Hatten sie doch Haus samt Garten in Siegen verkauft, um in dem neuen Quartier bequemer und auch vorausschauend seniorengerechter zu leben.

Der "Deichwald-Bürgermeister"

Felix Müller und dessen Frau empfing der Weinliebhaber im Sommer 2020 schon mit offenen Armen, die harmonische Gemeinschaft wurde größer und größer. „Als meine Frau und ich im April 2021 aus Littfeld hierher zogen, kam Wolfgang – wir nennen ihn den Deichwald-Bürgermeister – direkt auf uns zu und sagte: Freitagabends treffen wir Nachbarn uns immer zum Plausch: Kommt doch auch dazu“, sagt Seiffarth. Mittlerweile findet dieses gesellige Meeting bei ihm unterm Carport statt. Der 81-jährige Musiker hat zudem ein Lied über die Willkommenskultur im Quartier komponiert. Das harmonische Miteinander ist generationenübergreifend: „Die Jüngste ist Anfang 20, die älteste Nachbarin 88.“ Das Trio weiß: „Das ist aber kein Selbstläufer. Man muss auch etwas dafür tun.“ Aufeinanderzugehen, füreinander da sein. Nachbarschaftshilfe wird groß geschrieben.

Ein Elffamilienhaus

Das Deichwaldquartier wird in diesem Jahr vollendet. Rückblick: Die Stadt Kreuztal hatte das knapp 13.000 Quadratmeter große Gelände an die Volksbank Siegerland Immobilien GmbH verkauft – diese und die Firma Flick Treuconsult kooperieren als Vertriebspartner. Ein-, Zwei- und Dreifamilienhäuser sind fertig – nun wächst als letztes ein Elffamilienhaus in die Höhe: Die Fertigstellung ist für dieses Jahr geplant. „Dann sind es 39 Wohneinheiten“, sagen Bernd-Udo und Simon Flick. Über 60 Menschen werden dann im Quartier leben. Alle Wohnungen sind verkauft und vermietet.

Pflegeheim öffnet im März

Zu den Besonderheiten des Quartiers zählt ein weiterer wichtiger Baustein: Das Pflegezentrum „Alloheim Senioren-Residenz Kreuztal“ bietet dort ab März in zwei Gebäuden 51 Pflegeeinzelzimmer – vollstationäre Plätze sowie solche für Kurzzeit- und Vertretungspflege, außerdem 29 Wohnungen fürs betreute Leben an.  „Wir fangen im März erst einmal klein an“, sagt Pia Altmann, die die Pflegeeinrichtung während der Entstehungsphase leitet. „Pro Monat werden etwa zehn Bewohner einziehen – es ist uns wichtig, dass wir die ersten Schritte mit Bedacht und ohne Hektik gehen. Von Beginn an wird in unserer Küche frisch gekocht.“ Das Team wird sukzessive auf 50 Frauen und Männer anwachsen.

Café gehört dazu

Die drei Wohnbereiche in der Pflege werden mit jeweils 17 Bewohnern familiär-gemütlich – sie erhalten Namen mit Lokalkolorit: Gewohnt wird in „Schloss Junkernhees“, in „Dreslers Park“ und in der „Landschaft Kreuztal“. Ein Herzstück dürfte das ebenerdige Café werden. „Das ist ein schöner Treffpunkt – und zudem öffentlich. Jedermann ist willkommen“, sagt Pia Altmann und erfreut mit diesen Worten auch das Männer-Trio aus der Nachbarschaft. „Das schauen wir uns an“, sagt Dieter Seiffarth und ergänzt: Die neue Sozialimmobilie habe natürlich eine Rolle gespielt, als der Umzug geplant wurde. „Wir hatten schon im Hinterkopf, dass wir später einmal mit Handköfferchen und Rollator in der Nachbarschaft ein neues Zuhause finden können.“

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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