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TKS-Mitarbeiter weiter im Unklaren
Der Argwohn an den Standorten in Ferndorf und Eichen wächst

Vor einem Jahr wurde u. a. am TKS-Standort Finnentrop gestreikt. Die damals demonstrierte Solidarität fordert Betriebsratsvorsitzender Helmut Renk auch künftig ein. Foto: sz
  • Vor einem Jahr wurde u. a. am TKS-Standort Finnentrop gestreikt. Die damals demonstrierte Solidarität fordert Betriebsratsvorsitzender Helmut Renk auch künftig ein. Foto: sz
  • hochgeladen von Christian Hoffmann

ch Ferndorf/Eichen/Essen. Das Warten hat kein Ende. Auch nach der Sitzung des Wirtschaftsausschusses der Essener Thyssen-Krupp-Steel AG kann der heimische Betriebsratsvorsitzende Helmut Renk am Freitagnachmittag den Beschäftigten weder eine schlechte Nachricht, noch eine frohe Botschaft verkünden: „Alles hängt von der Aufzugssparte ab. Nur wenn das Unternehmen hier Erlöse erzielt, kann in die Stahlsparte investiert werden!“ Zur Erinnerung: Die Essener treiben, wie der SZ-Wirtschaftsteil berichtet, die Planungen für einen Verkauf oder für einen Börsengang ihrer „Elevator“-Sparte voran. Beides soll Geld bringen, Geld für die Stahlstrategie „20-30“.

ch Ferndorf/Eichen/Essen. Das Warten hat kein Ende. Auch nach der Sitzung des Wirtschaftsausschusses der Essener Thyssen-Krupp-Steel AG kann der heimische Betriebsratsvorsitzende Helmut Renk am Freitagnachmittag den Beschäftigten weder eine schlechte Nachricht, noch eine frohe Botschaft verkünden: „Alles hängt von der Aufzugssparte ab. Nur wenn das Unternehmen hier Erlöse erzielt, kann in die Stahlsparte investiert werden!“ Zur Erinnerung: Die Essener treiben, wie der SZ-Wirtschaftsteil berichtet, die Planungen für einen Verkauf oder für einen Börsengang ihrer „Elevator“-Sparte voran. Beides soll Geld bringen, Geld für die Stahlstrategie „20-30“.

Das bedeutet für die Region mit den 1100 TKS-Mitarbeitern konkret: Die Kapazität der Feuerbeschichtungsanlage namens FBA in Ferndorf soll erweitert und der Produktionsausstoß erhöht werden. Für das Plus an Kapazität wird Lagerplatz gebraucht, deshalb sollen die beiden älteren Spaltanlagen am Standort weichen. Zugleich ist vorgesehen, in Eichen in eine neue Spaltanlage zu investieren. Arbeitsplätze sollen bei dieser Umstrukturierung nicht verloren gehen. Eigentlich. Es gehe nur um eine Verlagerung von Ferndorf nach Eichen.

Einschnitte in Duisburg machen argwöhnisch

Helmut Renk: „Bis gestern dachten wir, dass die Siegerländer TKS-Standorte gesichert sind. Doch die harten Einschnitte in Duisburg lassen uns argwöhnisch werden!“ Was Renk meint: Völlig überraschend, am Donnerstagabend, informierten die TKS-Chefs den Betriebsrat darüber, dass man das defizitäre Grobblechwerk in Duisburg-Hüttenheim im Sommer schließen werde. Wenn sich bis dahin kein Käufer findet. In dem Werk arbeiten laut IG Metall etwas mehr als 800 Menschen. Damit erhöht TKS die Zahl der geplanten Stellenstreichungen auf 2800, weil die Stahlsparte weiterhin schwächele.

Das Plus an weniger Jobs platzt mitten in die noch immer laufenden Strategie-Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern. Die nach SZ-Informationen bereits kurz vor dem Ende stehen. „Es ist alles fix, vor allem die Konzentration der Verwaltung in Essen ist beschlossene Sache. Das Abziehen der Verwaltung von den Standorten im Siegerland, in Finnentrop, Bochum und Dortmund beispielsweise ist sinnvoll und bringt Synergien“, so ein Insider. Etwa 1000 Stellen insgesamt sollen auf diese Weise eingespart werden. Renk entgegnete: „Fest gezurrt ist noch gar nichts. Fest steht nur meine Meinung: Wir müssen unbedingt solidarisch bleiben und alle Kolleginnen und Kollegen im Blick behalten!

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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