»Der Insolvenzverwalter setzt nicht nur auf ein Pferd«

Mehrere Interessenten für Seniorenheim »Dicke Buche«

Krombach. Die Verträge für das Seniorenheim Refugium »Dicke Buche« sind immer noch nicht in so genannten trockenen Tüchern. Das bestätigte gestern Marlies Berger von der Krombacher Pflegedienstleitung gegenüber der SZ. Erst vor einer Woche hatte es noch von Seiten der Refugium-Management GmbH geheißen, dass die Kölner Senioreneinrichtungs- und Pflegemanagement GmbH das Haus ab dem 1. Dezember vorübergehend fortführen werde. Eine endgültige Übernahme sei dann voraussichtlich zum 1. Januar 2002 geplant (die SZ berichtete).

Zurzeit scheint jedoch nicht mehr nur der Name der Kölner Firma im Gespräch zu sein. »Theoretisch könnten wir auch von einem dritten Unternehmen weitergeführt werden«, berichtete Berger. »Es gibt noch andere Interessenten für die Einrichtung.« Und einige davon schauten sich bereits gründlich in der »Dicken Buche« um. Sollte das Finanzielle stimmen und über dem Angebot der Senioreneinrichtungs- und Pflegemanagement GmbH liegen, könnte sich das Blatt in Sachen neuer Besitzer noch einmal gehörig wenden.

Die Reaktionen im Seniorenheim darauf sind unterschiedlich. »Die Stimmung ist verhalten«, so Berger. »Wir gehen davon aus, dass wir unser Gehalt, wie in den letzten Monaten auch, weiterhin pünktlich erhalten werden. Im Großen und Ganzen sind wir, im Verhältnis zu anderen Einrichtungen, noch einmal glimpflich davongekommen.«

Dieser Ansicht ist auch Ursula Brüggemann, Geschäftsführerin der in Konkurs befindlichen Betriebs-Management-Gesellschaft. »Andere Häuser, bei denen wir einen Betriebsmanagement-Vertrag nicht abschließen konnten, stehen jetzt vor der Schließung.« In Krombach hingegen sei diese schlimmste Version jetzt ausgeschlossen. Arbeits- wie Pflegeplätze könnten als gesichert gelten. »Selbstverständlich setzt der Insolvenzverwalter Andreas Ringstmeier nicht nur auf ein Pferd«, erklärte Brüggemann. Und das sei auch gut so. »Diese Politik kommt der ’Dicken Buche’ zugute und gilt als Absicherung.« Sollte ein Interessent kurzfristig abspringen, hätte Ringstmeier immer noch andere in der Hinterhand.

tb

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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