Die menschliche Freiheit im Blick

Ev. Landfrauentag erörterte Fragen christlicher Verantwortung

sz Kreuztal. Beim ev. Landfrauentag in Kreuztal beschäftigten sich jetzt 80 Teilnehmerinnen mit der Frage »Wie viel Freiheit braucht der Mensch? – Die Balance zwischen Selbstbestimmung und christlicher Verantwortung«. Pfarrerin Birgit Reiche vom Landesverband der westfälischen Frauenhilfe stellte heraus, die zehn Gebote im Alten Testament seien »Grundlage einer umfassenden Freiheit in der jüdisch-christlichen Tradition und heute Fundament und Ethik der Menschenrechte«. Was dort zum Schutz allen Lebens »verbrieft und versiegelt wurde«, solle im Sinn von Freiheit und Recht in unsere Zeit weitergeführt werden.

Die Zusage Gottes – »Ich bin der Herr, dein Gott, der dich in die Freiheit führt« – sei die Keimzelle, aus der das Zutrauen zum himmlischen Vater wachsen könne, das zur Freiheit in Gemeinschaft führt. Am Beispiel einer Blumenzwiebel verdeutlichte die Referentin, die einzelnen Gebote des Dekalogs seien wie Schalen um das Gebot »Du sollst nicht töten« angeordnet mit dem Ziel, menschliches Leben zu schützen. Im Blick auf aktuelle Probleme wie Tötung auf Verlangen, Gewalt und Krieg betonte Birgit Reiche: »Gott will Leben für alle. Er steht auf allen Seiten, vor allem auf der Seite der Schwachen.« Bei allen Umbrüchen in Ehe und Familie gelte es, »Lebensformen zu finden, in denen Freiheit und Verantwortung, Liebe und bergende Gemeinschaft Gestalt gewinnen«.

Heike Utsch und Christa Mengel von der evangelischen Ehe-, Familien- und Lebensberatung des Kirchenkreises Siegen gelang es, im Dialog die aufgeworfenen Fragen in den Alltag der Teilnehmerinnen zu verlängern. Die Wandlungen im Selbstverständnis der Frau und die Gleichstellung der Partner im Familienrecht würden ein hohes Maß an Entscheidungswilligkeit und Kompetenz erfordern. Es gelte, die Balance zu finden zwischen Selbstbestimmung, die auf Selbstvertrauen gründe, und der liebevollen Übernahme von Verantwortung »für Menschen, die mich brauchen«. Dabei sei es notwendig, sich immer wieder die Freiheit zu nehmen, um sich neu im Blick auf das eigene Selbst zu entscheiden.

Für den Landfrauenverband des Kreises Siegen-Wittgenstein sprach Renate Panthel einige Grußworte. Die Teilnehmerinnen legten zugunsten von Landfrauen in Lettland und deren Kindern Spenden in Höhe von 272 Euro zusammen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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