Die Reise in die Freiheit

Kinder- und Jugendchor »Bumerang« und Band »Menorah« mit eigenem Singspiel

kafu Krombach. Da knien sie, die Israeliten, und müssen für den ägyptischen Pharao Stein für Stein einen neuen Palast bauen. Die Arbeit wird immer schwerer, das Essen immer schlechter und der Pharao immer eitler. Im Volk Israel wächst die Sehnsucht nach Freiheit von dieser Knechtschaft. Und tatsächlich: Hoffnung ist in Sicht, denn Mose wird geboren.

Der Kinder- und Jugendchor »Bumerang« der ev. Kirchengemeinde Krombach führte am Sonntagnachmittag in der übervollen Krombachhalle das Mose-Singspiel »Jahwe, das heißt: #E2Ich bin für dich da!’« auf. Unterstützt wurden die 32 Mädchen und Jungen dabei von der Siegener Band »Menorah«. Zusammen nahmen sie die Zuschauer mit auf die Reise in eine Zeit, die 3000 Jahre zurückliegt. Musikalisch und szenisch skizzierten sie die verschiedenen Stationen im Leben Moses und seines Volkes: die Rettung des kleinen Mose und seine Kindheit am ägyptischen Hofe; seine erste Begegnung mit Gott und dessen Auftrag, das Volk Israel – gegen den Willen des Pharaos – ins Gelobte Land zu führen; die lange, oft beschwerliche Reise dorthin und schließlich die Zehn Gebote, die Mose von Gott empfängt, während sein Volk sich einen anderen Gott erschafft. Und dann die Ankunft im Gelobten Land, der Neuanfang in Freiheit und die Erkenntnis der Israeliten: Mit Gottes Hilfe ist alles möglich, Jahwe ist für jeden da. Ein Jahr lang hatten die Vier- bis 15-Jährigen für ihren Auftritt geprobt. Chorleiter Reinhard Katz schrieb alle Texte nach der Vorlage der Bibel kindgerecht und in zeitgemäße Sprache um. Barbara Hoffmann, zuständig für die musikalische Gesamtleitung, komponierte sehr vielseitige Melodien dazu. Wunderschön waren auch die Kostüme, die die Eltern selbst entworfen und angefertigt hatten und das mehrmals wechselnde, fantasievoll gestaltete Bühnenbild.

Überzeugend waren neben der musikalischen Leistung aller Kinder und Jugendlichen die schauspielerischen Einlagen der Solisten. Da war zum Beispiel Mose, der vor dem brennenden Busch niederkniet und voller Zweifel die Botschaft Gottes anhört. Und der stolze, arrogante Pharao, der mit verschränkten Armen und breitbeinig stehend von oben herab verkündet: »Ich lasse mir von niemandem etwas befehlen, schon gar nicht von Gott!« Immer wieder wechselten sich Dialoge und Lieder ab, dazwischen gab es Erläuterungen aus dem »Off«. Passend zum Inhalt spielten »Menorah« mal stimmungsvolle und fröhliche, mal ruhige und nachdenklich stimmende Stücke.

»Jahwe, das heißt: Ich bin für dich da! Ich bin dir sehr nah! Ich werde mit dir sein! Ich lass dich nicht allein!« – der Refrain, zum Abschluss von Chor und Zuschauern zusammen gesungen, war auch die Quintessenz des Singspiels. Für diese rundum gelungene Reise in die Vergangenheit gab es zu Recht Standing Ovations.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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