Die Sorge um die Mitglieder wächst

Kreuztaler wollen mit neuem Werbefaltblatt für den aktiven Feuerwehrdienst werben

bjö Kreuztal. »Die Uhren stehen auf fünf vor zwölf«, warnte am Samstag Kreuztals neuer Feuerwehrchef Berthold Braun beim Blick auf den Personalbestand der Feuerwehr Kreuztal. Doch die sinkenden Mitgliederzahlen in den eigenen Reihen will auch seine Mannschaft nicht tatenlos hinnehmen: Die Kreuztaler Feuerwehr präsentierte auf ihrer Jahresdienstbesprechung im Kreuztaler Gerätehaus ein druckfrisches Werbefaltblatt, mit dem sie der Bevölkerung den aktiven Feuerwehrdienst schmackhaft machen möchte. Knallbunte Farben, motivstarke Fotos und einladende Slogans zeichnen den sechsseitigen Flyer aus, der kommende Woche in einer Auflage von 15000 Exemplaren in jedem Kreuztaler Briefkasten liegen soll.

Am nächsten Samstag wollen die knapp 230 Feuerwehrfrauen und -männer in die Wachbezirke der neun Feuerwehrstandorte ausschwärmen, um mit Flyer und guten Gesprächen Bürger zum Eintritt in die Feuerwehr zu bewegen. »Es bringt nichts, wenn wir die Hände in den Schoß legen«, findet Berthold Braun, der gemeinsam mit Elke Groos, der Vorsitzenden des Feuerwehrausschusses, einen Arbeitskreis ins Leben gerufen hatte, der in mehreren Sitzungen Inhalt und Form des neuen Werbeträgers konzipierte.

Brauns Stellvertreter Friedrich Hahn unterstrich die Notwendigkeit zu dieser groß angelegten Werbe-Premiere in der Stadtfeuerwehr: »Wir können nicht am Gerätehaus auf Interessenten warten, bis sie zu uns kommen«. Mit einer einleuchtenden Zahlenstatistik belegte Berthold Braun die Sorge um die personelle Zukunft im Brandschutz. Allein das vergangene Jahr bescherte der Feuerwehr einen Rückgang um acht Mitglieder. Laut Kreuztaler Brandschutzbedarfplan ergebe sich ein »rechnerischer Gesamtbedarf« von mindestens 220 Einsatzkräften. Mit 233 aktiven Mitgliedern (Stand: Dezember 2003) ist dieses Minimum insgesamt zwar noch nicht erreicht, doch die Stadtfeuerwehr sei personell bald »am unteren Ende« angekommen, so Berthold Braun. Immerhin fehlten im Bereich des Löschzuges IV (Ferndorf/Kredenbach) schon jetzt acht Kräfte, um die vom Konzept geforderte Besetzung der dort stationierten Feuerwehrfahrzeuge zu garantieren.

Ansonsten prägte eher Erfreuliches die Jahresdienstbesprechung: Schon vor Sitzungsbeginn hatte die Löschgruppe Fellinghausen eine neue Tragkraftspritze in Empfang genommen, nachdem das Vorgängermodell ausgedient hatte. Auch die Nachrichten von Bürgermeister Rudolf Biermann stimmten optimistisch: Nicht nur die Löschgruppe Kredenbach erhalte im Laufe des Jahres ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 10/6, sondern auch die Krombacher einen Ersatz für ihr Unimog-Tanklöschfahrzeug: Dort wird ein TLF 16/25 zukünftig den Brandschutz sichern. Indes soll das Kredenbacher Altfahrzeug, ein LF 16, für Übungszwecke der Jugendfeuerwehr zur Verfügung stehen.

Den Wehrführer Berthold Braun, der zum ersten Mal als Feuerwehrchef die stadtweite Dienstbesprechung leitete, nannte Rudolf Biermann einen »Glücksfall für die Feuerwehr«. Dessen Stellvertreter Friedrich Hahn, der im vergangenen Jahr kommissarisch die Feuerwehr leitete und im Laufe dieses Jahres aus dem Einsatzdienst ausscheiden muss, dankte der Bürgermeister für seine »menschlich angenehme Art« in der schwierigen Übergangszeit seiner Amtsführung. Erfreulich auch die jüngsten Beförderungen in der Stadtfeuerwehr: Der Kreuztaler Ingo Dirlenbach erhielt das Rangabzeichen des Brandmeisters ebenso wie Kredenbachs stellv. Löschgruppenführer Andreas Giesler. Berthold Braun beförderte Littfelds Löschgruppenführer Andreas Busch zum Brandinspektor. Brauns Jahresdienstbericht bilanzierte ein anstrengendes Feuerwehrjahr 2003 mit einer »bisher noch nicht da gewesenen Anzahl« von insgesamt 166 Einsätzen im Kreuztaler Stadtgebiet (die SZ berichtete bereits).

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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