Dincics Schachzug brachte die Wende

Handball-Oberliga Westfalen

TuS Ferndorf schlug Teutonia Riemke klar mit 35:27 / Lemgo gab Punkt in Volmetal ab

jb Kreuztal. Freude und Erleichterung über den zumindest in der Höhe nicht unbedingt standesgemäßen 35:27 (18:14)-Heimsieg des TuS Ferndorf über Teutonia Riemke hielt sich bei den Spielern und den über 800 Zuschauern zunächst in Grenzen.

Später erfuhr man vom überraschenden Punktverlust des Spitzenreiters HSG Lemgo 2. beim Aufsteiger TuS Volmetal. Lemgo gab den ersten Punkt ab, und für Volmetal war es der erste Punktgewinn. Dadurch hat sich Ferndorfs Rückstand als Tabellendritter auf zwei Punkte reduziert. Im Gespräch mit Trainer Caslav Dincic war zu erfahren, dass noch am Donnerstag die halbe Mannschaft wegen starker Erkältungen nicht einsatzbereit war. Letztlich fehlten Alen Sijaric und André Genz, der sich seit Wochen mit einer Knöchelverletzung herumplagt, dennoch immer auf dem Aufstellungsbogen aufgeführt wird. Insofern gab es eine Erklärung für einige Schwächen. »Die erste Viertelstunde ging ganz klar an uns« bilanzierte Riemkes Trainer Arnd Wefing völlig zutreffend nach dem Spiel. Ferndorf lag mit 6:9 hinten und zeigte in dieser Phase deutliche Schwächen im Angriff. Bei den Gästen parierte Torhüter Sven Erzfeld einige wenig platzierte Bälle, und die Ferndorfer luden mit Ballverlusten durch mangelnde Konzentration die Gäste zu Kontern ein. Beim 5:7 wurde Ferndorfs Keeper David Wellen gegen Kai Rottschäfer getauscht. Der Neuzugang bewährte sich sofort und zeigte bis zum Schluss eine solide Leistung.

Nach dem 6:9 modifizierte TuS-Coach Caslav Dincic das Deckungsssystem, indem er Marcel Egger als zweiten vorgezogenen Spieler die Räume von Riemkes Torjäger Mario Samija einengen ließ. Samija fiel bis dahin eher als Vorbereiter auf. Mit der neuen Situation und den damit verbundenen anderen Laufwegen kamen die Gäste nicht klar. Die Bochumer machten nun die Fehler und luden ihrerseits Ferndorf zu Kontern ein. Innerhalb von vier Minuten war die Partie mit fünf Toren in Folge zum 11:9 für die Hausherren gedreht. Der Vorsprung wuchs auf 14:10, wurde aber nochmals auf 14:13 verkürzt. Kurz danach knickte Samija um – mit der Sprunggelenksverletzung konnte er nicht mehr auflaufen. Zum 18:13 war bereits alles klar.

Durchgang 2 hatte zwar keine Spannung mehr zu bieten. Dafür wurde nun auch mannschaftlich schöner Handball gespielt. Jetzt drosselte der TuS das Tempo etwas, kombinierte mehr und erzielte mit einigen Spielzügen sehenswert herausgespielte Treffer. Der größte Vorsprung wurde beim 30:20 registriert. Erfolgreichster und auffälligster Spieler war Nils Hambloch, der seine mannschaftsinterne Führung in der Torschützenliste mit neun weiteren Treffern ausbaute. Er präsentiert sich bislang wesentlich stärker als im letzten Jahr.

TuS Ferndorf: Rottschäfer, Wellen; Egger (6/2), M. Sijaric (4), Hambloch (9), Orlov (4), Münker (2), Genz (n.e.), Dralus (4), Schäfer (3/3), Stenske (3).

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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