Dreimal pro Woche nach Verona

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (vorne) findet es wichtig, dass Güter aus dem „Powerhaus“ Südwestfalen per Bahn direkt nach Hamburg gelangen können.  Foto: ihm
  • NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (vorne) findet es wichtig, dass Güter aus dem „Powerhaus“ Südwestfalen per Bahn direkt nach Hamburg gelangen können. Foto: ihm
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ihm Krombach. 400 Lkw-Ladungen Bier verlassen jeden Tag das Gelände der Krombacher Brauerei – die am Donnerstag im Besucherzentrum versammelten 200 Teilnehmer des „Dialogs Schiene“ witterten bei dieser Information gleich geschäftliche Chancen. Ob demnächst die Bierkästen am Container-Terminal auf die Schiene verladen werden, blieb allerdings noch offen.

Seit dem 6. Mai ist das Terminal in Betrieb, dreimal pro Woche fahren Güterzüge über den Brenner nach Verona und wieder zurück. Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst bekundete in Krombach Interesse an dem – mit öffentlichen Mitteln geförderten – Projekt und sicherte weitere Unterstützung zu. Intermodale Ansätze, also eine Kombination aus Lkw und Schiene, seien der richtige Weg in der modernen Logistik.

Christian Betchen, Geschäftsführer der Kreisbahn Siegen-Wittgenstein und der Südwestfalen-Container-Terminal GmbH, hörte mit Freude, dass der Minister fand, das Kreuztaler Beispiel möge Schule machen. Dabei kamen beim Dialog Schiene auch die Probleme des neuen Güterlinienverkehrs zur Sprache. Zum einen kämpfen die Logistiker um weitere Kunden – man kann sich durchaus fünf Züge pro Woche vorstellen, wie Peter Dannewitz von der Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr sagte. Zudem sei der Brenner derzeit wegen Bauarbeiten jede Nacht fünf Stunden gesperrt – kein leichtes Unterfangen, dennoch pünktlich zu sein. Und schließlich fehlten am Terminal Verona Kapazitäten. Ob es gelingen kann, auch regelmäßig Güterzüge aus Kreuztal Richtung Norden zu schicken, wurde ebenfalls diskutiert. Die Region Südwestfalen sei „Westhafen-affin“, tendiere also zu den niederländischen Seehäfen. Nach Hamburg braucht ein Güterzug mehr als zehn Stunden. Zwischen Hagen und Kreuztal gibt es außerdem eine Höhenbeschränkung, sodass man über Köln und Siegburg fahren müsste. Insofern klangen die nördlichen Perspektiven eher nach Zukunftsmusik als nach konkreter Planung.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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