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Corona-Ausweichrankenhaus in Kredenbach
Ex-Klinik schafft Kapazität

Seit mehr als zwei Jahren ist das Krankenhaus Kredenbach verwaist. Jetzt soll es 110 Corona-Patienten Platz bieten, wenn dieser benötigt wird.
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js Kredenbach. Es geht wieder geschäftig zu in dem vor gut zwei Jahren stillgelegten Kredenbacher Krankenhaus. In der Corona-Krise, die inzwischen weite Teile des gesellschaftlichen Lebens ausgebremst hat, geben die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe ordentlich Gas und lassen das Gebäude zu einer Ausweichklinik für bis zu 110 Patienten herrichten.

Landrat Andreas Müller (Siegen-Wittgenstein) und Kreisdirektor Theo Melcher (Olpe) gewährten den Medien am Dienstag einen Blick hinter die verschlossenen Türen der künftigen Zusatzeinrichtung. Nur wenige Stunden nach der Entscheidungsfindung und dem Einbeziehen der Partner (Eigentümer und Kliniken) wurden Nägel mit Köpfen gemacht.

js Kredenbach. Es geht wieder geschäftig zu in dem vor gut zwei Jahren stillgelegten Kredenbacher Krankenhaus. In der Corona-Krise, die inzwischen weite Teile des gesellschaftlichen Lebens ausgebremst hat, geben die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe ordentlich Gas und lassen das Gebäude zu einer Ausweichklinik für bis zu 110 Patienten herrichten.

Landrat Andreas Müller (Siegen-Wittgenstein) und Kreisdirektor Theo Melcher (Olpe) gewährten den Medien am Dienstag einen Blick hinter die verschlossenen Türen der künftigen Zusatzeinrichtung. Nur wenige Stunden nach der Entscheidungsfindung und dem Einbeziehen der Partner (Eigentümer und Kliniken) wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Einsatzkräften wurden vor Ort eine erste Bestandsaufnahme gemacht und eine Bedarfsliste erstellt. Seither wird kräftig gereinigt in den verwaisten Fluren und Zimmern – auf zwei Etagen werden Betten hergerichtet für den Fall, den eigentlich niemand haben möchte. „Bilder wie in Italien“, sagt Müller, „soll es hier nicht geben.“ Daher wappne man sich eben frühzeitig.

Krankenhaus Kredenbach wird reaktiviert

Intensivpatienten bleiben in den Kliniken

Noch sind die Zahlen der Corona-Infizierten in Siegerland, Wittgenstein und im Kreis Olpe überschaubar. Handlungsbedarf habe sich aber daraus ergeben, dass das Tempo der Ausbreitung zugenommen hat. Sollte die durch das Kontaktverbot erhoffte Verlangsamung nicht eintreten, möchten die Krankenhäuser der Region gewappnet sein, wenn viele behandlungsbedürftige Patienten gleichzeitig auf Hilfe angewiesen sind. Genau hier soll das Kredenbacher Ausweichkrankenhaus aushelfen. Es soll dann – und nur dann – belegt werden, wenn die bestehenden Krankenhäuser selbst an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Patienten, die intensivmedizinisch betreut werden müssen, sollen in den Kliniken bleiben. Nach Kredenbach würden die weniger gravierenden Fälle verlegt.

Die dortige Intensivstation könne aber binnen weniger Tage wieder ans Laufen gebracht werden, wenn dies nötig sei. Daher sei die Entscheidung auf diese Klinik gefallen, erklärte Landrat Müller. Ein Angebot für einen Sauerstofftank für Beatmungsgeräte sei bereits eingeholt worden, erklärte Thomas Tremmel, Amtsleiter Rettungswesen. Die Patienten, die aus Kapazitätsgründen nach Kredenbach verlegt werden sollen, werden übrigens nicht über den früheren Haupteingang ins Gebäude kommen. Dieser soll weiterhin störungsfrei für das bestehende MVZ zur Verfügung stehen. Ein Ankunftsort für das Ausweichkrankenhaus wird auf der Rückseite der Klinik, neben der früheren Rettungswache, eingerichtet.

"Operation Krankenhaus" startet

OP-Personal und unbeschäftigte Pflegekräfte im Fokus

Innerhalb von zwei Wochen soll das Krankenhaus im Standby-Modus parat stehen. Und woher kommt das Personal? Um die benötigten Teams zusammenstellen zu können, werden die Krankenhäuser eigene Kräfte entsenden, die beispielsweise wegen verschobener Operationen noch „Luft“ haben. Zudem soll ein Aufruf gestartet werden, der zurzeit nicht im Beruf stehende Pflegekräfte mobilisieren könnte. Darüber hinaus wird auch hier, als Rettung in der Not, das Ehrenamt zum Einsatz kommen. „Wir können froh sein, dass wir in dieser Hinsicht so gut aufgestellt sind“, lobte Theo Melcher. Ohne das Ehrenamt „wären wir aufgeschmissen in einer solchen Sonderlage“.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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