Ferndorfer Straße wird Baustelle

Ab dem Frühjahr werden 840 Meter zwischen Schlehdornstraße und Weiherstraße ausgebaut

nja Ferndorf. Ein großer Abschnitt der Ferndorfer Straße – von der Einmündung der Schlehdornstraße bis hin zur Weiherstraße – soll im kommenden Jahr, voraussichtlich ab Anfang Juni, ausgebaut werden. Der rund 380 Meter lange Teilabschnitt von der Schlehdornstraße bis zur Kindelsbergstraße sollte eigentlich in diesem Jahr schon an der Reihe sein (die SZ berichtete). Dann verzögerte sich die Verabschiedung des Haushalts bis zum Sommer – und das Projekt musste vertagt werden. Und da auf der Prioritätenliste für 2007 der zweite Abschnitt bis zur Weiherstraße steht, soll dies alles nun sozusagen »in einem Aufwasch« geschehen.

Zahlreiche Anwohner des zweiten Teilabschnitts der verkehrsreichen Trasse durch Ferndorf hörten sich gestern die Planungen der Kommune im Infrastruktur- und Umweltausschuss an. Die Straße, so erläuterte Stadtbaurat Eberhard Vogel, solle in ihrem Querschnitt kaum verändert werden. Sie befinde sich aber in einem relativ schlechten Zustand, habe zugleich aber eine immense Verkehrsbedeutung.

Was also soll zwischen Kindelsbergstraße und Weiherstraße geschehen? Martin Nöh vom Bauamt klärte auf: Die Fahrbahn wird auf einer Breite von 5,50 Metern ausgebaut, die beidseitig angelegten Gehwege sollen 1,50 Meter breit ausfallen. Schmalere Ausnahmen, z.B. mit Blick auf den Schutz vorhandener Hecken, seien aber denkbar. Im Bereich des Kindergartens »Ferndorfer Knirpse« und von Straßeneinmündungen wird an höhengleiche Pflasterflächen anstelle von Asphalt gedacht. Dies soll die Fahrer, wie schon auf der Ernsdorfstraße, aufmerksam werden lassen. Die bereits vorhandene, begrünte Einengung der Fahrbahn vor dem Kindergarten bleibt erhalten.

Ein »Knackpunkt« der Planung ist sicherlich die Kreuzung nahe der Kirche: Sie, so Nöh, soll möglichst übersichtlich gestaltet werden. »Viele Verkehrsteilnehmer sind in diesem Bereich sehr unsicher«, meinte er mit Blick auf Vorfahrtsregelungen. Daher soll die Ferndorfer Straße dort mit einer klar erkennbaren Linie ausgebaut werden, die angrenzenden Trassen, allen voran die Kindelsbergstraße, sollen möglichst senkrecht auf sie treffen, damit die Rechts-vor-Links-Beziehungen deutlich werden.

Insgesamt 840 Meter Ferndorfer Straße sollen also ab dem späten Frühjahr ausgebaut werden; die Arbeiten, so Nöh, werden wohl nicht vor dem Jahreswechsel abgeschlossen sein.

Vor der Tür des Sitzungssaals schauten sich einige Anwohner die Pläne sodann noch etwas genauer an. Die betroffenen Eigentümer müssen wohl mit Kosten in Höhe von rund 8 e pro Quadratmeter Grundstücksfläche rechnen. Das hatte eine Ferndorferin vorab im Rathaus erfahren. Sie hatte in der Sitzung des Infrastrukturausschusses zuvor ferner vernommen, dass auch die Stadt Kreuztal daran denkt, ab 2009 die Ausbaubeiträge nach dem Kommunalen Abgabegesetz anzuheben.

Ab 2009 höhere KAG-Beiträge?

»Bisher gelten in Kreuztal die Mindestsätze«, sagte Peter Frettlöh. Um bis zu 30 Prozent könnte die Kommune laut Mustersatzung des Städte- und Gemeindebunds die Beiträge anheben. Kreuztal habe vor, einen »Mittelweg« zu beschreiten, dies bedeute eine Anpassung um 15 Prozent »nach oben«. Die politische Beratung soll Anfang 2007 erfolgen. Da freute es den einen oder anderen Ferndorfer gestern nahezu, dass »seine« Straße bereits jetzt an die Reihe kommt…

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