Förderverein seit 25 Jahren aktiv

Verlässlicher Partner des Friedrich-Flick-Gymnasiums – Gestern wurde gefeiert

Kreuztal. Seit 25 Jahren kann sich das Friedrich-Flick-Gymnasium Kreuztal (FFG) auf den „Verein der Freunde, Förderer und ehemaligen Schüler des Friedrich-Flick-Gymnasiums” verlassen. In der Stadthalle wurde dies gestern gefeiert, wurde in den Annalen „geblättert”, aber auch die Bedeutung von Schule und Bildung in der Gesellschaft hinterfragt.

„Die Zusammenarbeit von Förderverein und Schule in dieser Qualität ist nicht selbstverständlich. Sie macht Spaß, da man unterstützt und nicht gebremst wird”, verlieh zunächst Friedrich Fath in seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins seiner Freude Ausdruck. Er ist seit April im Amt und somit Nachfolger von Bruno Bierbrauer (1975 bis '76), Friedrich Schadeberg ('76 bis '85), Hans Althaus (1985 bis '91) und Wieland Schweisfurth.

Festredner war Dr. Michael Inacker, Abi-Jahrgang 1983, Leiter des Hauptstadtbüros der Tageszeitung „Die Welt”. In seinem Vortrag „Humboldt – oder Hightech” machte er sich Gedanken über die Rolle der Schule auf dem Weg von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Die Schule, so Inacker, bleibe der Schlüssel zum Leben, jedoch: „Die Zukunft, in die wir 1983 entlassen wurden, unterscheidet sich fundamental von der des Abijahrgangs 2001.” Wissen und Bildung seien entscheidende Ressourcen im internationalen Wettbewerb, ihre Internationalisierung durch das Internet sei ein entscheidender Maßstab geworden. Der Mythos von der guten, gerechten deutschen Schulbildung sei überholt; Land und Bund seien gefordert, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen.

Die Versuchung sei groß, Antworten nur über die Hightech zu geben. Information sei jedoch nicht Wissen und Wissen längst nicht Weisheit: Wissen habe Platz zwischen zwei Ohren, nicht zwischen zwei Modems. Humboldt und Hightech hätten beide Platz in der Schule, doch solle ersterem ein leichtes Übergewicht eingeräumt werden, so Inackers humanistischer Ansatz. Das FFG sei in mancher Hinsicht, u.a. mit Blick auf die Ausstattung, eine erfreuliche Ausnahme in der deutschen Schullandschaft. Ein „As” sei der Förderverein, der zeige, dass Schule mehr sein könne als bloße Lehranstalt.

Förderverein verschafft Vorsprung

Kreuztals Bürgermeister Rudolf Biermann dankte den Freunden und Förderern für ihr Engagement. Sie hätten dazu beigetragen, „dass das FFG in seiner Ausstattung im Vergleich zu anderen Schulen immer einen Vorsprung hatte.” Doch habe die Kommune „insbesondere auch für die Ausstattung des Gymnasiums jährlich mehr Mittel zur Verfügung gestellt als vergleichsweise andere Städte”.

Dies sah Oberstudiendirektor Christoph Heilmann ebenso. Auch er dankte den Vereinsmitgliedern für ihre Leistung, wobei er dem menschlichen Miteinander einen besonderen Stellenwert einräumte. So gebe es Eltern, die sich für die Schule verantwortlich fühlten, und ehemalige Schüler, die gerne auf ihre Schulzeit zurückblickten und deren Prägung auf ihr Leben nicht vergäßen.

Jubilare wurden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Förderverein geehrt, Walter Irle, Günter Schweitzer, Hans Althaus, Adalbert Götz und Dr. Irmgard David nahmen die Auszeichnung aus den Händen der Vorsitzenden Fath und Ingrid Benner persönlich entgegen. Geehrt wurden u.a. auch die langjährige Sekretärin Elke Jünger und Else Furken als Schriftführerin des Vereins. Rolf Scheben, Träger des Förderpreises 1998 für das beste Abitur, berichtete von seiner Bildungsreise nach China. Abgerundet wurde die Feier von musikalischen und tänzerischen Auftritten verschiedener Schulensembles. Anschließend boten „Ehemalige” den Schülern eine Berufsberatung an.nja

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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