Freizeit-»Park« für Jung und Alt

»Heugraben«-Pläne: Eisbahn und »Mini-Arena« / Aufenthaltsräume und Natur

nja Kreuztal. Was heute noch mehr oder weniger eine Brache ist, soll in nicht allzu ferner Zukunft eine Freizeitanlage werden, auf der sich im Idealfall vom kleinen Kind bis zum betagten Kreuztaler jeder wohl fühlt: Die Rede ist vom »Heugraben«-Areal zwischen Bahnhof, Gleisen und Siegener Straße. Im Sommer wurden Kreuztaler Familien nach ihren Wünschen für diese innerstädtische Fläche befragt (die SZ berichtete).

Basierend auf den dabei eingegangenen Vorschlägen, aber natürlich auch auf dem tatsächlich Machbaren, wurden im Kreuztaler Rathaus daraufhin vier Varianten erarbeitet, um aus der »toten« Fläche einmal einen Treffpunkt der Generationen zu machen.

Bianca Bittner vom Bauamt stellte die Entwürfe gestern im Infrastruktur- und Umweltausschuss vor – insbesondere jenen, der von der Verwaltung favorisiert wurde.

Wenn das triste Umspannwerk an der Siegener Straße einmal vom Erdboden verschwunden ist, soll die Bebauung entlang der B54 wieder ergänzt werden. Die Rede ist dabei von einem Neubau mit Außengastronomie zur künftigen Freizeitfläche hin. Die Wegeführung über das Areal u.a. Richtung Bahnhof soll – bürgerwunschgemäß – in Form einer Allee vorgenommen werden.

Ein Kletter-Element ist vorgesehen, und auch ein Multifunktions-Spielfeld. Dabei soll darauf geachtet werden, dass Gestaltungselemente, deren Nutzung nicht geräuschlos vonstatten gehen kann, nahe an der Siegener Straße oder der Bahnlinie geplant werden. Von einer mobilen Eisbahn ist die Rede. Zentral auf dem Gelände könnte ein großzügiger Wasserspielbereich angelegt werden; das Nass könnte Sand durchlaufen – da dürfte sich die jüngste der Kreuztaler-Generationen sicherlich freuen – und schließlich in einer Art Teich münden. Eine Sitzmauer, vielleicht aus unterschiedlichen Materialien, könnte das Areal unterteilen.

Für den hinteren Heugraben-Bereich ist ein überdachtes »Forum«, eine »Mini-Arena« angedacht. Hier könne z.B. gegrillt werden, so Bittner. Doch seien auch Open-Air-Veranstaltungen möglich. Ein Barfuß-Pfad sei vorstellbar, ein Wohnmobil-Parkplatz integrierbar, und das Thema »Bahn« könne mit entsprechenden Spielelementen oder auch einem »echten« Waggon – es liegen mehrere Nutzungsideen vor – aufgegriffen werden. Oberhalb der Fischtreppe in der Ferndorf könnten Sitzplätze und Infotafeln errichtet werden. Die Ferndorf könne aufgeweitet werden, eine Flachwasserzone erhalten.

Verschiedene Aufenthaltsräume könnten entstehen, »es gibt Möglichkeiten zum Spielen, ohne dass das Areal ein Spielplatz wird«, so Bittner. Laut Stadtbaurat Eberhard Vogel kann das Projekt – »es kostet einen Haufen Geld« – nur schrittweise realisiert werden. So könne 2007 z.B. mit einer Brücke über die Ferndorf begonnen werden. Anschließend könne man sich um die Wegeverbindung und die Umgestaltung der Ferndorf kümmern. Fraktionsübergreifend wurde signalisiert: Die Stadt ist auf dem richtigen Weg, die Umsetzung des »Heugraben«-Projekts wäre ein Gewinn für die Kindelsbergmetropole.

Das sah ein externer Gast genau so, der um ein Statement gebeten wurde: Michael Karutz von der CIMA GmbH hatte zuvor ein Einzelhandelskonzept für Kreuztal vorgestellt (siehe gesonderten Artikel auf dieser Seite. Die Umsetzung der Heugraben-Pläne, so lautete sein Credo, bedeute für Kreuztal einen »Schritt nach vorn« und auch eine »Befruchtung für die Innenstadt«.

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