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Im Ferndorftal stockts gewaltig
Geduldsfaden arg strapaziert

Keine Fotomontage: Die Botschaft am Straßenrand vor der B-508-Baustelle in Kredenbach ist in Größe und Formulierung deutlich, dieser Kreuzungsbereich muss dringend freigehalten werden.
  • Keine Fotomontage: Die Botschaft am Straßenrand vor der B-508-Baustelle in Kredenbach ist in Größe und Formulierung deutlich, dieser Kreuzungsbereich muss dringend freigehalten werden.
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js Kredenbach. Freie Fahrt ist und bleibt ein Wunschdenken auf der B 508 im Ferndorftal. Immer wieder stockt der Verkehr, die beiden laufenden Baustellen in Kredenbach und Allenbach haben bereits so manchen Geduldsfaden strapaziert. Mal mehr, mal weniger rund scheint es zu laufen in all den Monaten des Straßenbaus – zu Beginn der Woche vermeldeten die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd abermals massive Verspätungen bei ihren Linien durchs Ferndorftal. Auch zahlreiche Autofahrer dürften hinter ihren Lenkrädern die Augen verdreht haben. Es lief nicht rund.

Grund für die deutlicheren Staubildungen war ein Wechsel zwischen zwei Bauabschnitten, wie Julia Ollertz, Sprecherin von Straßen NRW, der SZ erläuterte.

js Kredenbach. Freie Fahrt ist und bleibt ein Wunschdenken auf der B 508 im Ferndorftal. Immer wieder stockt der Verkehr, die beiden laufenden Baustellen in Kredenbach und Allenbach haben bereits so manchen Geduldsfaden strapaziert. Mal mehr, mal weniger rund scheint es zu laufen in all den Monaten des Straßenbaus – zu Beginn der Woche vermeldeten die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd abermals massive Verspätungen bei ihren Linien durchs Ferndorftal. Auch zahlreiche Autofahrer dürften hinter ihren Lenkrädern die Augen verdreht haben. Es lief nicht rund.

Grund für die deutlicheren Staubildungen war ein Wechsel zwischen zwei Bauabschnitten, wie Julia Ollertz, Sprecherin von Straßen NRW, der SZ erläuterte. Im Einmündungsbereich Kellershain/Altlohe war zuvor eine provisorische Ampel in Betrieb – jetzt aber regelt die stationäre Kreuzungsampel wieder den Verkehrsfluss. Um den einigermaßen aufrecht zu halten, ist die Ampel mit der an der Kreuzung zur Müsener Straße in Dahlbruch gekoppelt.

Räumzeiten noch einmal geprüft

Am Montag seien die Räumzeiten „aus gegebenem Anlass“ noch einmal geprüft worden. „Diese waren nicht optimal, was einen Grund für die Verkehrsbehinderungen darstellte.“ Entsprechend müsse dies angepasst werden. Zusatzproblem: „Die Sperrung der Weiherstraße durch die Krötenwanderung wirkt sich auf das Verkehrsaufkommen auf der B 508 aus.“

Neu ist übrigens eine außergewöhnlich klare Ansage in Fahrtrichtung Hilchenbach: Vor der Ampel an der Einmündung Kellershain/Altlohe hat Straßen NRW ein extrem groß dimensioniertes Schild aufstellen lassen, das ein Freihalten des Kreuzungsbereichs einfordert. Der Hinweis, der sich wohl nur mit Vorsatz übersehen lässt, war offenbar nötig. Immer wieder hätten Verkehrsteilnehmer diesen Bereich verstopft, sodass Fahrzeuge aus den Nebenstraßen keine Chance hatten, bei ihren Grünphasen in den Hauptverkehrsfluss einzuscheren.

Verbotene Streckennutzung durch den Wald

Dass der im Herbst so rege genutzte Schleichweg zwischen den Weihern im Loher Tal aufgrund der Krötenwanderung derzeit noch aus dem Verkehr gezogen ist, bedeutet übrigens nicht nur mehr Stau im Tal und eine Schonung von Wohnstraßen und Anwohnernerven – sondern auch verbotene Streckennutzungen durch den Wald. Ein Kredenbacher berichtete der SZ davon, dass mehrere Quads und auch Autos den Wirtschaftsweg durchs Loher Tal bis hinauf zur Grübe Brüche und weiter nach Müsen genutzt hätten. Das Regionalforstamt ist inzwischen informiert und hat zugesagt, dass es die zuletzt stets offenstehende Schranke schließen lasse.

Die Baumaßnahmen auf der B 508 liegen übrigens im Zeitplan, das angepeilte Ende ist laut Landesbetrieb Straßenbau NRW im November 2021. Nunmehr läuft der zweite und somit letzte Bauabschnitt in Kredenbach. Die zunächst getrennt geplanten Abschnitte 2 und 3 wurden zusammengelegt. „Das begünstigt das Arbeiten mit zwei Kolonnen sowie die Verlegung der Wassertransportleitung des Wasserverbandes Siegen-Wittgenstein.“

Sanierungsprojekt noch lange nicht beendet

Einige Kilometer talaufwärts, in Allenbach, läuft derweil der dritte von vier Bauabschnitten. Dort sollen die Bagger im dritten Quartal abrücken. Der Verkehr wird halbseitig mit einer Ampelanlage geführt. „Momentan treten keine nennenswerten Beeinträchtigungen auf.“

Damit ist das auf viele Jahre gestreckte Sanierungsgroßprojekt zwischen Kreuztal und Hilchenbach aber noch lange nicht beendet. Im nächsten Schritt wird das Baufeld für die Folgemaßnahme geräumt: die Ortsdurchfahrt Kredenbach. Danach wird Westnetz die Gashochdruckleitung verlegen.
„Der Straßenbau folgt schätzungsweise Ende 2022“, berichtet Julia Ollertz. Früher noch, im dritten Quartal 2021, ist zudem mit der Folgemaßnahme entlang der Stiftswiesen zu rechnen, also zwischen Allenbach und Dahlbruch.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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