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Kreuztaler Ehepaar feiert Gnadenhochzeit
Gertrud und Manfred Klappert ziehen nach 70 Jahren Bilanz

Gertrud und Manfred Klapppert können auf 70 erfüllte Ehejahre zurückblicken.
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jw Krombach. "Gut sah er aus mit seinen schwarzen Locken. Ich mochte ihn sofort", erinnert sich Gertrud Klappert. Kennengelernt hat sie ihren Manfred 1950 auf einem Feuerwehrfest in Kreuztal. Der heute 92-Jährige war damals Teil des Buschhüttener Löschzugs und durfte bei der Veranstaltung nicht fehlen. Ausgelassen wurde getanzt. "Mehrere Kumpels hatten sich an dem Abend ein Mädchen angelacht, aber ich bin hier hängengeblieben", schmunzelt Manfred Klappert. "In den Wochen danach bin ich abends regelmäßig mit dem Fahrrad nach Krombach gefahren, um mich mit Gertrud auf der Kaiserhöhe zu treffen." 

"Ich wollte nie in Weiß heiraten"
Zwei Jahre später läuteten die Hochzeitsglocken. Gefeiert wurde im Elternhaus von Getrud Klappert, in dem die beiden immer noch wohnen.

jw Krombach. "Gut sah er aus mit seinen schwarzen Locken. Ich mochte ihn sofort", erinnert sich Gertrud Klappert. Kennengelernt hat sie ihren Manfred 1950 auf einem Feuerwehrfest in Kreuztal. Der heute 92-Jährige war damals Teil des Buschhüttener Löschzugs und durfte bei der Veranstaltung nicht fehlen. Ausgelassen wurde getanzt. "Mehrere Kumpels hatten sich an dem Abend ein Mädchen angelacht, aber ich bin hier hängengeblieben", schmunzelt Manfred Klappert. "In den Wochen danach bin ich abends regelmäßig mit dem Fahrrad nach Krombach gefahren, um mich mit Gertrud auf der Kaiserhöhe zu treffen." 

"Ich wollte nie in Weiß heiraten"

Zwei Jahre später läuteten die Hochzeitsglocken. Gefeiert wurde im Elternhaus von Getrud Klappert, in dem die beiden immer noch wohnen. Das Hochzeitskleid der gelernten Damenschneiderin entstand auf der eigenen Nähmaschine. Dunkelblau, knielang und gerade geschnitten war es. "Ich wollte nie in Weiß heiraten", erklärt die 87-Jährige. "Dass wir irgendwann mal unseren 70. Hochzeitstag feiern, hätte ich nicht gedacht. Wir müssen wirklich dankbar dafür sein, dass wir so lange zusammen sind und auch schwierige Phasen überstanden haben."

Die Bilanz kann sich am Tag der Gnadenhochzeit an diesem Montag sehen lassen. Sieben Kinder kamen zur Welt – fünf Jungen und zwei Mädchen. Der älteste Sohn Günter feiert im September seinen 70. Geburtstag, sein jüngster Bruder wird in Kürze 52. Gertrud Klappert wünschte sich immer eine große Familie. Viel Trubel sollte im Haus herrschen. Bis heute ist der Zusammenhalt untereinander groß. 

Gemeinsames Frühstück als tägliches Ritual

Den ersten gemeinsamen Urlaub haben die beiden anlässlich ihrer Silberhochzeit gemacht. Ziel war Bad Hindelang im Allgäu. Sonntags wurde zusammen gewandert. Mit der Familie oder den Freunden vom Sauerländischen Gebirgsverein. Höhepunkt der Leidenschaft war die Durchwanderung des Karwendelgebirges in Österreich. Mit dem Rucksack zog man von Hütte zu Hütte. Großes Hobby der Familie war außerdem das Musizieren. Geige, Horn, Zither − die Liste der Instrumente ist lang.

"Wir verstehen uns sehr gut. Natürlich gibt es es ab und zu Diskussionen, aber dass wir uns richtig gekebbelt haben, hat es noch nicht gegeben", so Manfred Klappert. Sohn Günter beschreibt die beiden als ruhige Charaktere. Vielleicht ist das ihr Geheimnis für das langjährige Liebesglück. Tägliches Ritual war und ist das gemeinsame Frühstück.

Manfred kocht den Kaffee, Gertrud deckt den Tisch

Die Rollen sind klar verteilt. Manfred kocht den Kaffee, Gertrud deckt den Tisch. Für die Kinder ist die Ehe der Eltern ein Vorbild in Sachen Partnerschaft. 12 Enkel und 15 Urenkel sind der Beweis. Wenn mit allen gemeinsam gefeiert werden soll, stößt das eigene Wohnzimmer platztechnisch schnell an seine Grenzen. Auch heute möchten die beiden in großer Runde auf den 70. Hochzeitstag angestoßen. Klapperts freuen sich auf rund 50 Gäste – nur die engste Familie.

Autor:

Julia Wildemann

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