Gladbeck will Ferndorf Angst machen

Die Hinrunde in der Handball-Oberliga Westfalen:

TuS noch lange nicht im Ziel / Viele Top-Teams im Verletzungspech / Trainerwechsel in Hamm

bg Ferndorf. Sie war sicher nicht ganz frei von Überraschungen, die Hinrunde der Handball-Oberliga Westfalen, aber letztlich liegt mit dem TuS Ferndorf doch der allseits erklärte Titelfavorit vorn. Aber obwohl die Siegerländer die Vorrunde als einziges Team ungeschlagen überstanden: von einer ungefährdeten Herbstmeisterschaft kann nicht die Rede sein, obwohl der TuS sowohl die Heim- als auch die Auswärts-Tabelle anführt. Immerhin aber mussten drei Punkteteilungen hingenommen werden, war vor allem das 21:21 daheim gegen Hamm ein echter Ausrutscher. Dazu gab es neben einigen deutlichen auch zwei ganz knappe Siege in Dortmund und gegen Nordhemmern, die aufzeigen, das Hrabal und Co. keineswegs unverwundbar sind. Freilich musste der TuS praktisch die gesamte Hinrunde auf Kapitän Marc Stenske und zu einem Großteil auch auf Rückraum-Ass Alex Orlov verzichten.

Zwar konnten die ebenfalls hoch gewetteten VfL Mennighüffen und Schalksmühle/Halver aufgrund großen Verletzungspechs die Erwartungen nicht erfüllen, aber dafür entpuppte sich der VfL Gladbeck als äußerst konstant, gab daheim nur einen Zähler beim letztlich die Halbzeitmeisterschaft entscheidenden 35:35 gegen Ferndorf ab und leistete sich gerade mal einen, wenn auch deftigen Tiefpunkt, als man in Nordhemmern mit 34:23 abgefertigt wurde.

Das schwerere Rückrundenprogramm, u.a. mit dem Top-Spiel in der Kreuztaler Sporthalle Stählerwiese am 6. März, spricht zwar gegen den VfL, aber es tut der Spannung der Liga allemal gut, dass sich überhaupt ein Team zum Herausforderer der Siegerländer, die wie gewohnt auch in puncto Publikumsresonanz (Zuschauer-Schnitt von 850) herausragten, aufgeschwungen hat.

Linscheid/Heedfeld die Überraschung

Weitaus besser als erwartet haben sich die TSG Herdecke und der TuS Linscheid/Heedfeld aus der Affäre gezogen. Die TSG kassierte zwar eine 26:40-Heimklatsche gegen Bad Oeynhausen, konnte aber alle anderen Heimspiele für sich entscheiden und zeigte sich auch in fremden Hallen im Vergleich zum Vorjahr stark verbessert. Nur die Topteams aus Ferndorf und Gladbeck erwiesen sich als einen Tick zu stark, während die Hagener Vorstädter beim persönlichen Vorrunden-Highlight in Linscheid mit 28:24 triumphierten und damit dem Tabellennachbarn die bislang einzige Heimschlappe beifügten. Die Rudolph-Schützlinge haben übrigens auf fremden Terrain eine ganz ähnliche Statistik wie die TSG, mussten sich ebenfalls nur den beiden Titelanwärtern beugen und feierten vier, wenn auch jeweils sehr knappe Siege, was letztlich den Sprung auf den nie und nimmer erwarteten Rang 3 ermöglichte.

Wie schwer es ist, sich als Aufsteiger ohne sonderliche Verstärkungen in der Oberliga zu etablieren, davon können die HSG Lemgo 2. und Teutonia Riemke ein Lied singen. Die Amateurtruppe des Bundesliga-Meisters gewann das direkte Duell eindrucksvoll mit 30:19 und überraschte in Nordhemmern, doch dies blieben die bislang einzigen Siege, während die in eigener Halle mehrfach überzeugenden Bochumer immerhin vier Vorrunden-Erfolge feierten. Vor allem das 20:23 in Schwitten tat den Lemgoern weh, denn in diesem Match gelang den Mendenern der einzige Erfolg in einer desolaten Vorrunde, die mit dem 15:30 in Nordhemmern einen wegweisenden Ausklang nahm. Auch wenn bei vier Punkten Rückstand zu Lemgo noch nicht alles verloren ist, scheint der Traditionsverein Richtung Verbandsliga zu steuern.

Jörg Rode löste Henner Gibbels ab

Die einzige Mannschaft, die auswärts erfolgreicher war als daheim, ist der HC Dortmund-Süd, der allerdings in eigener Halle auch schon fast alle dicken Brocken empfing. Die Lohse-Schützlinge müssen sich jedenfalls um den Klassenverbleib ebenso wenig Sorgen machen wie der nach schwachem Saisonstart aufgeblühte HCE Bad Oeynhausen. Auch der HSE Hamm kann trotz matter Bilanz (erst acht Punkte), die zum Trainerwechsel (Jörg Rode für Hennes Gibbels) führte, in Anbetracht der Schwittener Mini-Ausbeute die Rückserie recht locker angehen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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