Gotteshaus von Grund auf saniert

Krombacher Kirche:

Dreijähriger Kraftakt mit Hilfe vieler Spender abgeschlossen / Sonntag erster Gottesdienst

nja Krombach. Am kommenden Sonntag, 1. Oktober, ist es so weit: Nach rund drei Jahren, in denen sich sozusagen eine Baustelle an die andere reihte, wird in der ev. Kirche Krombach der Abschluss der umfassenden Sanierungsmaßnahme ab 10.30 Uhr mit einem Erntedankgottesdienst gefeiert. Seit Mai fanden in dem schmucken Altbau keine Gottesdienste mehr statt. 420000 e wurden in den vergangenen Jahren investiert, die Hälfte davon wurde gespendet. Es endet nunmehr also ein Kraftakt der besonderen Art für die Gemeinde und insbesondere natürlich für das engagierte Team um Pfarrer Wolfram Bensberg und den »Baubeauftragten« Helmut Peter.

Ein Blick in die »Sanierungs-Chronik« bestätigt dies eindrücklich. Im November 2002 wurden gravierende Schäden an dem spätromanischen Gotteshaus, dessen Ursprünge ins 12. Jahrhundert zurück reichen, diagnostiziert: Die Bausubstanz war arg beschädigt, eine Komplettsanierung war unausweichlich, rief Pfarrer Bensberg gestern in Erinnerung. »Das Dach drückte den Dachstuhl langsam auseinander. Durch das Schieferdach regnete es auf die uralten Gewölbe, und die Steine des Außenmauerwerks zerfielen. Die letzte Renovierung datierte ins Jahr 1958; das Presbyterium beschloss, das Gotteshaus komplett instand zu setzen.

Alte Nägel wurden Sammlerstücke

Im Sommer 2003 startete dann die Spendenkampagne, die so überaus erfolgreich verlaufen sollte, an der sich mehr als 1000 Unternehmen und Privatpersonen beteiligten – allen voran die Gemeindemitglieder. Drei außergewöhnliche Projekte rief Bensberg in Erinnerung: die Aktion »Kirche und Kunst«, wobei sich lokale Künstler mit dem Gotteshaus auseinander setzten, den Verkauf von Waffeln an der HTS-Anschlussstelle am Kölschen Heck an elf Sonntagen – dort spazierten seinerzeit viele neugierige »Baustellen-Touristen« entlang – und das Verzieren von Dankesurkunden mit alten, schmiedeeisernen Nägeln aus dem Dachstuhl der Kirche. Die 280 Jahre alten Nägel wurden Gewinn bringend verkauft und sind zu einem echten Sammlerstück geworden.

Nachdem die Bauschäden und -mängel behoben waren (siehe auch den nebenstehenden Kasten), verschwand auch noch das triste Grau aus dem Inneren, erhielt die Kirche dort einen hellen, freundlichen Anstrich. Und dann sollte »nur« noch die Orgel, Baujahr 1975/76, eine Grundreinigung erfahren. Dabei aber wurden, die SZ berichtete im Sommer darüber, Mängel am Instrument entdeckt, für deren Behebung kein Geld mehr vorhanden war. »Ihr Aufruf hat extrem gefruchtet«, sagte Pfarrer Wolfram Bensberg gestern bei der neuerlichen SZ-Visite. Die »Königin der Instrumente« konnte somit für etwa mehr als 18000 e ebenfalls noch saniert werden. Sie wird am Wochenende die Gläubigen wieder klanggewaltig erfreuen und beim Gesang begleiten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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