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Klimaschutz in Kreuztal
Grüne wollen eigenen Manager

Soll die Stadt Kreuztal einen eigenen Klimaschutzmanager bezahlen? Diese Frage soll nach eingehendem Faktencheck im Fachausschuss getroffen werden.
  • Soll die Stadt Kreuztal einen eigenen Klimaschutzmanager bezahlen? Diese Frage soll nach eingehendem Faktencheck im Fachausschuss getroffen werden.
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nja Kreuztal. Ob der Kreuztaler Stellenplan um den Posten eines eigenen Klimaschutzmanagers erweitert wird oder nicht, darüber soll im Ausschuss für Infrastruktur, Umwelt und Wirtschaftsförderung beraten werden. Der entsprechende Antrag der Grünen zur Erweiterung des Stellenplans, der die Verwaltung aber auch auffordert, Fördermöglichkeiten beim Land Nordrhein-Westfalen zu prüfen, wurde am Donnerstag vom Haupt- und Finanzausschuss an das Fachgremium verwiesen.
"Stelle vom Land fördern lassen"Folgende Aufgabengebiete haben die Grünen für den...

nja Kreuztal. Ob der Kreuztaler Stellenplan um den Posten eines eigenen Klimaschutzmanagers erweitert wird oder nicht, darüber soll im Ausschuss für Infrastruktur, Umwelt und Wirtschaftsförderung beraten werden. Der entsprechende Antrag der Grünen zur Erweiterung des Stellenplans, der die Verwaltung aber auch auffordert, Fördermöglichkeiten beim Land Nordrhein-Westfalen zu prüfen, wurde am Donnerstag vom Haupt- und Finanzausschuss an das Fachgremium verwiesen.

"Stelle vom Land fördern lassen"

Folgende Aufgabengebiete haben die Grünen für den Inhaber oder die Inhaberin der zusätzlichen Stelle im Blick: klimaschutzorientierte Stadtplanung, ein Teilklimaschutzkonzept zur CO2-Minderung, Öffentlichkeitsarbeit (Energie-Workshops, Presse- und Medienarbeit, Internetauftritt, Vortragsreihen), Energiesparprojekte in Schulen, Mitarbeiter- und Hausmeisterschulungen. Mit einer Förderung vom Land, so Grünen-Fraktionsvorsitzender Dieter Gebauer am Donnerstag, ließen sich die Personalkosten – die Verwaltung sprach von ca. 67 000 Euro – deutlich reduzieren.

Grüne: Kreis-Klimaschutzmanager "fühlt sich nicht zuständig"

Die Grünen hatten zudem gerechnet: Der Klimaschutzmanager des Kreises Siegen-Wittgenstein hätte „pro Woche zwei Stunden für uns“. Das sei viel zu wenig. Seine Tätigkeit sei in Kreuztal kaum nachweisbar. Dieser habe den Grünen zudem in einem Gespräch mitgeteilt, er fühle sich nicht für die Kommunen zuständig. Es sei doch eine gute Idee, Dr. Dominik Düber zu besagter Sitzung des Fachausschusses einzuladen, schlug Philipp Krause (CDU) vor.

SPD: "Sind ergebnisoffen"

Karl-Heinz Schleifenbaum (SPD) hielt den Grünen-Antrag vor dem Hintergrund des Zeitgeistes für nachvollziehbar. Vor einer Revision des Beschlusses aus dem Jahr 2014 – keinen eigenen Klimamanager einzustellen – müssten aber „belastbare Fakten“ vorliegen, müsse erkennbar sein, ob tatsächlicher Handlungsbedarf besteht: „Wir sind ergebnisoffen.“ Die Kritik der Grünen müsse „mit Fleisch gefüttert“ werden. Bisher seien ihm die Informationen zu abstrakt.

Faktencheck im Fachausschuss

Frank-Wieland Frisch (FDP) verspürte am Donnerstag keine Neigung, einen eigenen Klimaschutzmanager für Kreuztal einzustellen. Das Geld könne sinnvoller eingesetzt werden, z. B. in Bildungsarbeit in Kitas. Auch verspüre er keine Lust, das Thema Klimaschutz „immer weiter aufzubauschen. Wir nehmen es ernst, sollten aber nicht in Panik verfallen“. Was bisher geleistet werde, solle im Fachausschuss dargestellt werden. Dies sagte Bürgermeister Walter Kiß zu. Gebauer stellte für die dann anstehende inhaltliche Debatte Erfahrungswerte aus anderen Kommunen in Aussicht; er werde zeigen, „was mit einem eigenen Klimaschutzmanager rumkommt“.

Gebauer entschuldigt sich

Verwaltungschef Kiß störte sich aber auch deutlich an der „Diktion“ des Grünen-Antrags. Gebauer hatte darin einerseits das Kreuztaler Klimaschutzkonzept als „wirklich gut“ bezeichnet, dann aber hinzugefügt: „Bisher wurden die in dem Gutachten vorgeschlagenen Maßnahmen trotz der spürbaren, massiven Veränderungen des Klimas sträflich vernachlässigt.“ Diese Aussage, so Bürgermeister Kiß, sei sehr unglücklich, stellte er sich auch vor die betroffene Mitarbeiterin. Gebauer sah dies ein – und entschuldigte sich im Ausschuss ausdrücklich.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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