Grüße kamen in Fetzen an

Beschädigte Geburtstagspost ärgert Buschhüttener Ehepaar

js Buschhütten. Eigentlich gehört die regelmäßige Post aus dem mittelenglischen Wolverhampton zum Schönsten, was im Briefkasten der Buschhüttener Familie Weinert landet. Dieser Tage jedoch traute Gerhard Weinert seinen Augen nicht, als er morgens ein kleines Plastiktütchen in Händen hielt. Durchsichtig war es, mit einem kleinen Aufdruck in mehreren Sprachen. »Leider wurde diese Postsendung beschädigt«, war dort zu lesen. Und aus diesem Grunde sei sie in Schutzfolie verpackt worden.

Und siehe da, die Post aus England ist beschädigt – und wie! Ein dicker Riss verunstaltet die einst schmucke Geburtstagskarte an Irma Weinert. Selbst der Briefumschlag ist zerfleddert und notdürftig mit Klebeband zusammengeklebt. »Ich war sehr traurig«, sagte Irma Weinert enttäuscht im Gespräch mit der SZ. »Wie kann denn so etwas nur passieren?« Und darüber hinaus habe sie wochenlang auf den ersehnten Geburtstagsgruß von der englischen Cousine ihres Mannes gewartet. »Am 16. Oktober wurde der Umschlag abgestempelt.« Erst am 7. November sei er – in Fetzen – im Buschhüttener Briefkasten gelandet. »Und das ohne jegliche Erklärung.«

Für die Post ist dies ein »bedauerlicher Einzelfall«. Brigitte Megow, Post-Pressesprecherin in Düsseldorf, konnte auf Anfrage der SZ nicht zurückverfolgen, wie und wo genau die Karte zerrissen wurde. »Es kann durchaus sein, dass sie bereits beschädigt in unseren Zuständigkeitsbereich kam.« Aber darüber könne sie nur spekulieren. Es könne immer wieder mal vorkommen, dass sich nicht normgerechte Postsendungen bei der maschinellen Bearbeitung verkanten und auch andere Briefe und Karten in Mitleidenschaft gezogen werden. »Mehr, als die Einzelteile wieder zusammenzusetzen, ist in einem solchen Fall nicht möglich.«

Wichtig sei es daher, so Brigitte Megow, »normale« Post in Standardmaßen zu verschicken.–»Sie sollten nicht sperrig sein.« Geld und Wertsachen gehörten ebenfalls nicht in einen Standardbrief. »Sie sollten eine ihrem Wert entsprechende Behandlung bekommen.« Doch selbst wenn der Absender alles richtig mache, könne die Post Ärgernisse wie den der Familie Weinert nicht 100-prozentig ausschließen – ob nun maschinell oder von Menschen verschuldet. »Bei einem so großen Konzern kann es leider auch Schwarze Schafe geben...«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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