Grundschulgebäude wird moderner

Schulleiterin Claudia Gawrosch (rechts vorne) erläuterte dem Schulausschuss mit ihren Kolleginnen, wo der Schuh drückt.  Foto: nja
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nja Buschhütten. „Das alte Schulgebäude wird nicht ganz neu, aber es wird modernisiert.“ So fasste Ursula Pohl (CDU), Vorsitzende des Kreuztaler Schulausschusses, die Erkenntnisse des Nachmittags zusammen, bevor das Gremium bei einer Enthaltung den Sanierungs- und Anbauplänen für die Bodelschwingh-Grundschule, vorgestellt vom städtischen Bauamt, zustimmte. 1,7 Mill. Euro sollen ab den Sommerferien in zwei Bauabschnitten und rund zwei Jahren an der Alten Schulstraße investiert werden; wie berichtet, stammt rund 1 Mill. Euro aus dem Konjunkturpaket II.

Bevor die Neuplanungen präsentiert wurden, führten Schulleiterin Claudia Gawrosch und ihre Kolleginnen den Ausschuss durch das Gebäude, das 1958 errichtet wurde und 1978 einen Anbau erhielt. Die Lehrerinnen wiesen immer wieder auf Raummangel hin, erläuterten, wie die pädagogische Arbeit mit den 140 Kindern – darunter 19 mit einem speziellen Förderbedarf und 57 Prozent mit einem Migrationshintergrund – dadurch erschwert werde. Ein Beispiel: Klasse 4 ist 30 Kinder stark, drei von ihnen haben einen Förderbedarf, ein Kind ist gar schwer geistig behindert. Noch steht neben dem Klassenzimmer ein Nebenraum z. B. für Kleingruppenarbeit zur Verfügung. Ab dem Sommer wird in diesem Extrazimmer aber eine Klasse untergebracht werden müssen.

Mit Blick auf den integrativen Unterricht sprach Gawrosch von den „vergessenen Kindern“: Kinder mit Förderbedarf seien vom Gesetzgeber bei den Raum-Empfehlungen nicht bedacht worden.

Das Behinderten-WC ist im Sanitärtrakt der Mädchen untergebracht. Gawrosch: „Die Jungs weigern sich, dorthin zu gehen.“ Einen richtigen Wickelplatz gebe es gar nicht; hierfür wird ein Schülertisch zweckentfremdet. Garderobenschränke befinden sich in den Klassenzimmern, weil zum Teil gar kein Flur vorhanden ist.

Dies soll nun anders werden. Neben der energetischen Sanierung steht vor allem der Ausbau des Altbaus zu einer Offenen Ganztagsgrundschule auf dem Plan – unter Berücksichtigung der Belange von Kindern mit Behinderung. So ist ein Aufzug vorgesehen, werden Wickelmöglichkeiten geschaffen, entstehen behindertengerechte Sanitäranlagen. Die offene Pausenhalle soll eingehaust, ausgebaut werden: Ein heller Speiseraum soll entstehen. Nebenan ist eine Ausgabeküche vorgesehen. Die Garderoben wandern aus den Klassenzimmern, die Treppe in der Pausenhalle wird abgerissen, die Halle erhält Ruhezonen und eine kleine Bühne. Im Anbau wird der Betreuungsraum untergebracht.Auch für Elterngespräche in Ruhe und verbessertem Ambiente entsteht der OGS-Raum; der Verwaltungstrakt und die Klassenräume werden saniert. Und: Der heiß ersehnte Experimentierraum soll Realität werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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