Schaffung von Wohnraum
Gute Aussichten für "Am Weinberg" und "Auf der Aue"

Welche Möglichkeiten bieten die bereits existierenden Bebauungsplangebiete? Die Analyse aus dem Rathaus wird am Montag im Fachausschuss diskutiert.
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  • hochgeladen von Anja Bieler-Barth (Redakteurin)

nja/sz Kreuztal. Wo kann in nicht allzu ferner Zukunft neuer Wohnraum entstehen? Diese Frage beschäftigt Verwaltung, Politik und Bürger seit geraumer Zeit – nicht zuletzt, seitdem das Kreuztaler Wohnraumkonzept vorliegt, das Potenziale aufzeigt und damit auch Ideen im öffentlichen Raum stehen, z. B. den Kreuztaler Zimmerseifen ins Auge zu fassen und auch den Buschhüttener Sportplatz zu überplanen. Wie berichtet, regt sich hier und dort durchaus Widerstand aus den Reihen der Landwirte und Anwohner. Am kommenden Montag nun steht im Infrastrukturausschuss ein Sachstandsbericht zur Umsetzung von existierenden Bebauungsplänen für Wohnzwecke auf der Agenda.

Fachausschuss tagt am Montag

Die Verwaltung war im vergangenen Jahr von der Politik – von CDU und Grünen – aufgefordert worden, eine Auflistung der bestehenden Bebauungsplangebiete mit Wohnbaulandpotenzialen zu präsentieren. Dies liegt nun am Montag vor und betrifft die Bebauungspläne Nr. 76 „Am Weinberg“ in Kredenbach, Nr. 63 „Auf der Aue“ in Krombach, Nr. 30 A und 30 B „Am Hanker“ in Eichen sowie Nr. 7 „Limbach-West“ in Littfeld. Die Verwaltung informiert über die dort vorhandenen Potenziale – aber auch über Hemmnisse, die einer Erschließung derzeit noch im Wege stehen.

Das Areal „Am Weinberg“ ist seit 2007 rechtskräftig, 8,7 Hektar groß, wovon rund 4 Hektar noch nicht erschlossen sind (davon etwa 2 Hektar überbaubare Grundstücksfläche). „Mit der Erschließung könnten ca. 60 Grundstücke entwickelt werden.“ Die Stadt verfüge noch nicht über alle erforderlichen Grundstücke für Erschließungsanlagen, heißt es. Man bemühe sich aber darum. „Sofern möglich, sollte auf ein Umlegungsverfahren verzichtet werden“, da dies „in der Regel einige Jahre in Anspruch nimmt.“

Der Plan „Auf der Aue“ ist seit Ende 2001 rechtskräftig, der erste Abschnitt ist fast komplett bebaut. Die Erschließung des zweiten und dritten Bauabschnitts soll ab diesem Jahr erfolgen. „Damit können insgesamt ca. 111 Baugrundstücke erschlossen werden.“ Es sei davon auszugehen, dass diese Baugrundstücke „nur dann auf dem freien Baulandmarkt angeboten werden können, wenn dies im Interesse der Eigentümer liegt“. Gespräche liefen; Ziel sei es, „dass ein weiterer Teilabschnitt erschlossen werden kann und die dann erschlossenen Grundstücke auch den Bauinteressenten zur Verfügung gestellt werden“.

Seit 2006 ist der Bebauungsplan Nr. 30 A „Am Hanker“ rechtskräftig. Er tangiert 25,3 Hektar. „Ein rund 8,5 Hektar großer Bereich, hauptsächlich zwischen Zum Möhnerschen und der Hankerstraße sowie zum Teil westlich der Straße Zum Möhnerschen gelegen, ist bislang nicht erschlossen. Grund dafür ist die schwierige Verkehrsanbindung, die in Ergänzung der Hankerstraße auch über den beschrankten Bahnübergang Zum Möhnerschen erfolgen muss. Außerdem sollte die Erschließung ursprünglich durch eine geplante Bahnunterführung vom Bereich Flipses Wiese aus erfolgen, die in absehbarer Zeit jedoch nicht gebaut werden kann“, ruft die Verwaltung in Erinnerung. Insgesamt könnten dort rund 110 Baugrundstücke entstehen.

Einzelne Erschließungspläne im Bereich Zum Möhnerschen seien bereits konkretisiert. Dies könnte 13 Baugrundstücke bringen – „in Teilbereichen sind aber auch noch Grunderwerbsverhandlungen erforderlich“. Erinnert wird zudem an den Umstand, dass sich mit dem Aus der Eichener Brauerei die Voraussetzungen für eine Wohnbebauung auf rund 5 Hektar geändert haben. Ein Lärmschutzgutachten ist in Arbeit – Stichwort Bahn.

Nördlich schließt sich „Am Hanker“ Teil B mit 11,2 Hektar an, dessen Erschließung ebenfalls problematisch ist, da die Haupterschließung über die geplante Bahnunterführung Flipses Wiese erfolgen sollte. Die Bahn-Unterführung Stendenbacher Weg kann aber auch jetzt schon für die Erschließung weiterer Flächen genutzt werden. 2,2 Hektar des als allgemeines Wohngebiet festgesetzten Bereiches sind noch nicht erschlossen. 39 Baugrundstücke wären machbar. Problematisch ist die Erschließung des zu schmalen Rehwegs.

Schon seit 1995 ist der Bebauungsplan „Limbach-West“ rechtskräftig. Die Entwicklung der nicht erschlossenen 1,7 Hektar scheiterte bislang an den Eigentumsverhältnissen; erneute Verhandlungen mit den Besitzern der Areale Zum Bühl und Alte Wiese wären erforderlich.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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