Gutes Miteinander bekräftigt

Freundeskreis-Nachmittag der Diakoniestation: Bedeutung des Ehrenamts unterstrichen

Kreuztal. Der Freundeskreisnachmittag der Diakoniestation Kreuztal nahm traditionsgemäß in der Mensa der Clara-Schumann-Gesamtschule seinen Verlauf. Für über 400 Gäste hatten die ideellen und finanziellen Förderer der Diakoniestation Stühle aufgestellt, nahezu alle waren besetzt. Die Diakoniestation feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen, der Freundeskreis wurde vor 17 Jahren gegründet und kann inzwischen auf über 900 Mitglieder bauen. Der Posaunenchor Ferndorf unter Leitung von Christian Meier-Kabelitz eröffnete den Nachmittag. Dr. Wolfgang Böhringer, der Vorsitzende des Freundeskreises, überreichte anschließend eine Spende über 1600 DM an den Geschäftsführer des Krankenhauses Kredenbach, Peter Ohrndorf. Das Geld war der Erlös aus der Spendensammlung des Freundeskreisnachmittages 1999. Es soll für den Neubau der Intensivstation verwendet werden (die SZ berichtete). Empfänger der 2000er Sammlung soll nächstes Jahr der Verein „Invema” sein. Diplom-Pädagogin Jutta Ahmadi, einzige hauptamtliche Koordinationskraft im Verein, stellte die Ziele vor. „Ihre Spende wird jenen zugute kommen, für die Invema auch zukünftig da sein möchte, um zu helfen, nämlich behinderten Menschen, den von Behinderung bedrohten und älteren, auf Hilfe angewiesenen Menschen”, erläuterte Ahmadi. Invema bedeute „Integration durch Normalisierung und Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen”. Der Verein sehe sein primäres Ziel darin, Behinderten und ihren Angehörigen zu helfen, ihren Alltag so gut wie möglich zu bewältigen und sie darin zu unterstützen, ein Leben zu führen, dass so normal wie möglich ist. Konkret bedeutet das Familien-unterstützender Dienst mit Zivis, Honorarkräften und Ehrenamtlichen und eine Beratungsstelle mit festen Öffnungszeiten. Einen ähnlichen Personenkreis betreut auch die Diakoniestation, wie die Ansprache von Dr. Wolfgang Böhringer klarmachte. Seit ihrer Gründung 1980 sei die Diakoniestation zu einem Zentrum umfassender Betreuung für Kranke, Behinderte und ältere Menschen in der Stadt Kreuztal geworden. Der Pflegedienst als mobiler sozialer Hilfsdienst, die ambulante Hospizhilfe seit Anfang des Jahres und die Seniorenarbeit mit ihren vielen Kreisen ergeben im Schulterschluss mit dem Helferinnenkreis, der auch beim Freundeskreis-Nachmittag immer wieder wertvolle Dienste leiste, stelle ein umfassendes, überkonfessionell tätiges, diakonisches Netzwerk da. Die Geschichte der Diakoniestation sei eine Geschichte der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen kirchlichem Träger und Kommune. Die Stadt Kreuztal begrüße dieses Engagement ausdrücklich, betonte auch Bürgermeister Rudolf Biermann in seinen Grußworten. Vieles spreche dafür, dass es einen steigenden Bedarf an karitativen Tätigkeiten einerseits und eine sich verschärfende Knappheit der Ressourcen Mensch und Geld andererseits geben werde. Solange allerdings das ehrenamtliche Engagement in Kreuztal so groß und die Ideenvielfalt so ausgeprägt sei, werde ihm nicht bange um ein gutes Miteinander. An die Anfänge der Station erinnerten im „Gespräch auf dem Sofa” Vorstandsmitglied Joachim Theusner und Erwin Weber, früher Leiter der Diakoniestation und Vorgänger des heutigen Leiters Dietmar Braun. Verlesen wurde ein E-Mail-Grußwort von Pfarrer Gerhard Etzien, Mitbegründer der Station damals überm Kaufhaus Wagner, und erster Vorsitzender des Lenkungsausschusses. Nach dem gemeinsamem Kaffeetrinken erfreute der Kinderchor Kreuztal unter Leitung von Alfons Fass mit Liedern aus dem Musical „Ein Engel” die Anwesenden. „Die lustigen Deuker”, geleitet von Klaus Fick, erquickten die Lauschenden mit schwungvoller Chorliteratur. Zur Klavierbegleitung von Dr. Böhringer stimmten die Festgäste ein gemeinsames Schlusslied an und lauschten der Schlussandacht von Pastorin Berit Nolting.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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