Handgemachte Sauberkeit

Rüdiger Blöck (r.) gehört seit einigen Wochen zum Kreuztaler Stadtbild. Bürgermeister Walter Kiß (M.) und stellv. Baubetriebshofleiter Hans Martin Werner stellten die neue rechte Hand der Stadtreinigung gestern vor. Foto: js
  • Rüdiger Blöck (r.) gehört seit einigen Wochen zum Kreuztaler Stadtbild. Bürgermeister Walter Kiß (M.) und stellv. Baubetriebshofleiter Hans Martin Werner stellten die neue rechte Hand der Stadtreinigung gestern vor. Foto: js
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js Kreuztal. Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit – das sind die Schlagworte, mit denen Bürgermeister Walter Kiß die Stadt Kreuztal attraktiver machen möchte. Die ersten Ziele in diesem vom einstigen Ordnungsamtschef angestoßenen Gesamtkonzept sind bereits umgesetzt: Im Januar wurde die Ordnungsbehördliche Verordnung geändert und damit u. a. ein Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen verhängt. Als zweiten Schritt hat die Verwaltung jetzt die zweiköpfige Mannschaft der Stadtreinigung verstärkt. Mit Rüdiger Blöck steht dem Baubetriebshof nun eine Zusatzkraft zur Verfügung, die genau da eingreift, wo das Stammpersonal Hilfe benötigt.

Seit knapp vier Wochen ist der Kreuztaler von montags bis freitags jeweils von 6 bis 12 Uhr in der City unterwegs. Sein Markenzeichen: eine orangefarbene Weste und ein Handwagen mit diversen Reinigungsgeräten. Rüdiger Blöcks Aufgabe ist es, den Bereich zwischen Schulzentrum und Moltkestraße, zwischen „Kurtchenbrücke“ und HTS-Fußgängerbrücke abzulaufen und von Unrat zu befreien. Kiß: „Das Gute an seiner Aufgabe ist es, dass er auch in die Ecken gehen kann, in die man sonst nicht so leicht kommt.“ Zudem verspricht sich der Bürgermeister Vorteile daraus, dass Blöck nun sichtbar in der Innenstadt unterwegs ist. Das bringe manche potenziellen Verschmutzer womöglich zum Nachdenken.

Etwa drei Säcke voller Müll kommen pro Vormittag zusammen, wenn Blöck seine Runden dreht. Dabei findet der 55-Jährige neben Dosen, Flaschen und Zigarettenstummeln auch schon mal Babywindeln oder gar vergammelte Putenschenkel. „Daran erkennt man unsere Wegwerfgesellschaft“, sagt Blöck.

Die Stelle des „Handreinigers“, so die offizielle Bezeichnung des Jobs, wird zurzeit von der ARGE finanziert. Blöck ist ungelernter Arbeiter und ist seit dreieinhalb Jahren arbeitslos. Walter Kiß und stellv. Baubetriebshofleiter Hans Martin Werner attestieren ihm eine gute Arbeitsmoral und Fleiß und hoffen, dass aus dem provisorischen „Ein-Euro-Job“ eines Tages eine Dauereinrichtung werden kann. „Aber dann als richtige Stelle“, betont Kiß. „Es muss eine echte Perspektive sein.“

Abgesehen vom neuen Mitarbeiter gibt es eine weitere Verbesserung in der Kreuztaler Stadtreinigung. Da die Verschmutzungen nach einem Freitagabend das größe Problem darstellen, reinigen die Baubetriebshofmitarbeiter seit zwei Monaten an jedem Samstagvormittag drei Stunden lang den Marktplatz.Walter Kiß: „Ein Mehr an Sauberkeit ist wichtig für das äußere Erscheinungsbild einer Stadt.“ Er habe großen Handlungsbedarf gesehen und dementsprechend agiert. „Die Erfolge können sich sehen lassen. Hierauf bauen wir weiter auf.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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