Heuernte wie vor 100 Jahren
Heestaler setzen auf Tradition

Ökologisch verträgliche Erndte: Wilhelm Müller und Eckhard Kaatz zeigen, wie das geht.
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js Oberhees. Die Kulturlandschaft Heestal ist über Jahrhunderte entstanden und wird seit vielen Generationen bewahrt. Davon können nicht nur diejenigen ein Liedchen singen, die den Kreuztaler „Westflügel“ vor dem Bau eines Umspannwerks bewahren möchten – auch die Landwirte des Tals wissen das nur zu genau.  Da war es also keineswegs weit hergeholt, dass Nebenerwerbsbauer Wilhelm Müller aus Mittelhees seinen Oberheeser Artgenossen Eckhard Kaatz für eine nette Pfingstbeschäftigung gewinnen wollte. Auf rund 800 Quadratmetern brachliegender Wiese im kleinen Nebental des Epchenbachs, auf der mit schwerem Gerät nichts zu machen ist und die normalerweise einfach nur gemulcht wird, haben die beiden Heestaler in den vergangenen Sonnentagen Heu geerntet wie vor 100 Jahren. 

"Bestes Bio-Bergwiesenheu"

Am Donnerstagabend mähten sie das Gras mit dem Messerbalken, nahmen es am Folgetag mit der Gabel auseinander. Samstag und Sonntag wurde das Heu gewendet – in echter Handarbeit, versteht sich. Am Pfingstmontag wurde es zu Heukegeln zusammengeharkt, um am Dienstagmorgen für die Ernte wieder über die Fläche zu verteilen – eine ökologisch gut verträgliche Form der Bewirtschaftung. „Bestes Bio-Bergwiesenheu aus Oberhees“ nennen die beiden Männer, die seit Kindesbeinen mit der Landwirtschaft zu tun haben, ihrer Mühen Lohn. Das Wetter sei ideal gewesen für dieses Projekt, an dem ein halbes Dutzend Helfer aus den Heestal-Dörfern sichtbar freudig mit anpackte.

Erlös für "Nachbar in Not" bestimmt

Ein halbes Stündchen etwa dauerte es, bis das frische Heu auf dem Wagen verladen und zum Abtransport bereit war. Wer den schmackhaften Ertrag dieser Qualitätsernte nun genießen darf, ist bislang nicht geklärt. Müller und Kaatz möchten die Wagenladung meistbietend versteigern. Der Erlös kommt der SZ-Hilfsaktion „Nachbar in Not“ zugute. Wilhelm Müller nimmt Angebote entgegen unter Tel. (01 70) 3 24 00 57 – und ist gespannt.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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