Helfen und trösten

Handpuppe Paul war ein geduldiger Patient: Die Kinder demonstrierten an dem kleinen Rabauken, was sie in den Erste-Hilfe-Projektwochen gelernt haben.  Foto: nja
  • Handpuppe Paul war ein geduldiger Patient: Die Kinder demonstrierten an dem kleinen Rabauken, was sie in den Erste-Hilfe-Projektwochen gelernt haben. Foto: nja
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nja Kreuztal. Die kleine Julia griff gestern beherzt zum Telefonhörer, wählte die Nummer 112 und erzählte der Dame am anderen Ende der Leitung, was soeben geschehen war: Ein Kind war auf der Straße gestürzt und antwortete nicht mehr. Neben seinem eigenen Namen erzählte das Mädchen auch genau, wo der Unfall geschehen war: „Vor dem Kreuztaler Kindergarten Zum Wäldchen.“ Somit war der Notruf perfekt, und die Hilfe nahte. Dieses spielerische Szenario war gestern Nachmittag Teil einer Ersthelfer-Prüfung, mit der rund sieben Projektwochen im Kindergarten ihren krönenden Abschluss fanden.

Leider nicht ganz so krönend, wie es sich das Erzieherinnenteam rund um Christa Breiter ausgedacht hatte, denn: Eigentlich sollte das Deutsche Rote Kreuz mit Einsatzwagen und „echten“ Rettungshelfern präsent sein. Dann kam die bedauerliche Absage, die aber eine Ursache hatte, die auch der Nachwuchs sofort verstand: Die DRK-Helfer waren zu einem tatsächlichen Einsatz gerufen worden. Christa Breiter und ihre für die Projektwochen verantwortlich zeichnenden Kolleginnen Carla Klappert sowie Anja Andrenacci bewiesen Flexibilität und nahmen die Ersthelferprüfung beherzt selber in die Hand. Tatkräftig unterstützt von Handpuppe Paul, die im Schnelldurchlauf alle nur denkbaren Verletzungen durchlitt und sich von den 24 künftigen Schulanfängern des Kindergartens verarzten ließ.

So wurden offene Wunden gesäubert und mit einer Kompresse oder einem Pflaster vor Schmutz geschützt, kleine Schnittwunden versorgt, Beulen gekühlt, schmerzende Arme bandagiert. Ganz wichtig war dem Nachwuchs auch das Trösten. Sollten diese kleinen, aber so wichtigen Aktionen einmal nicht ausreichen? „Dann ruf ich die 112 an und hole Hilfe“, wussten die Kleinen. Belohnt wurden sie u. a. mit einer persönlichen Urkunde, die sie als Ersthelfer ausweist und auf die sie zu Recht stolz sein können.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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