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Corona-Isolation im AWo-Wohnheim
Hobbys haben Hochkonjunktur

Thomas Puchelt ist Leiter des AWo-Wohnheims Buschhütten, in dem 38 Männer und Frauen derzeit in Quarantäne leben – wohl für vier Wochen.
  • Thomas Puchelt ist Leiter des AWo-Wohnheims Buschhütten, in dem 38 Männer und Frauen derzeit in Quarantäne leben – wohl für vier Wochen.
  • Foto: nja
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

nja Buschhütten. „Die Stimmung ist noch gut, und wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.“ Thomas Puchelt ist Leiter des AWo-Wohnheims in Buschhütten, dessen 38 Bewohnerinnen und Bewohner sich seit Ende vergangener Woche in Quarantäne befinden. „Ich gehe von mindestens vier Wochen Isolation aus“, fügt er mit Blick auf die Regeln hinsichtlich der möglichen Inkubationszeiträume hinzu. Das Gespräch findet vor der Haustür statt, denn: Wie berichtet, war bei einem Bewohner das Coronavirus nachgewiesen worden. Das Kreis-Gesundheitsamt leitete daraufhin umgehend eine Reihentestung in die Wege. „Wir warten noch auf Ergebnisse“, sagt Puchelt am Dienstagmorgen. Geduld ist nun nötig.

nja Buschhütten. „Die Stimmung ist noch gut, und wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.“ Thomas Puchelt ist Leiter des AWo-Wohnheims in Buschhütten, dessen 38 Bewohnerinnen und Bewohner sich seit Ende vergangener Woche in Quarantäne befinden. „Ich gehe von mindestens vier Wochen Isolation aus“, fügt er mit Blick auf die Regeln hinsichtlich der möglichen Inkubationszeiträume hinzu. Das Gespräch findet vor der Haustür statt, denn: Wie berichtet, war bei einem Bewohner das Coronavirus nachgewiesen worden. Das Kreis-Gesundheitsamt leitete daraufhin umgehend eine Reihentestung in die Wege. „Wir warten noch auf Ergebnisse“, sagt Puchelt am Dienstagmorgen. Geduld ist nun nötig.

Bewohner dürfen das Gelände nicht verlassen

In dem Wohnhaus am Karl-Carstens-Weg leben Menschen mit geistigen, psychischen und körperlichen Einschränkungen. Das ganz besonders Positive zuerst: Der Krankheitsverlauf des infizierten Bewohners ist bisher sehr mild. „Die Quarantäne bei uns im Haus verläuft auch nicht anders als in jedem anderen Wohnhaus“, sagt Thomas Puchelt: Die 38 Männer und Frauen – Berufstätige und Rentner – dürfen das Gelände nicht verlassen. Hinterm Haus gibt es einen Garten zum Frischluftschnappen. Vier Wohngruppen gibt es, deren Bewohner nun bis auf Weiteres unter sich bleiben. Auch die Mahlzeiten werden möglichst auf den Zimmern eingenommen: Es sollen so wenige Kontakte wie möglich stattfinden. Das Essen wird nun auch von einem externen Anbieter geliefert. Normalerweise wird das Mittagessen für die Ruheständler vor Ort gekocht: „Unsere Mitarbeiter sollen aber so selten wie möglich in den Supermarkt müssen.“

FFP2-Masken müssen dauerhaft getragen werden

Das Team selbst steht nicht unter Quarantäne, muss nun aber bei der Arbeit ständig – und nicht wie sonst „nur“ bei der Pflege – FFP2-Masken tragen: „Das ist auf Dauer wirklich anstrengend. Länger als 70 Minuten sollte man sie nicht ohne Unterbrechung vor Nase und Mund haben. Sie sind ja deutlich dichter als z. B. die OP-Masken, die normalerweise im Haus getragen werden“, sagt der Leiter der AWo-Einrichtung. „Da heißt es zwischendurch immer wieder: Luft schnappen!“Die Hausgemeinschaft meistere die Herausforderung der Quarantäne hervorragend: „Die machen das richtig gut! Obwohl nicht jeder die Hintergründe genau versteht.“ Masken gehörten ganz selbstverständlich zum Alltag, die Bewohner seien da sehr gewissenhaft. „Wir versuchen, sie nun noch individueller zu unterstützen.“ Derzeit bedeute dies vor allem, die vielen Fragen zu beantworten, die die Menschen natürlich in der besonderen Situation beschäftigten.

Lego, Playstation und Fernsehen gegen die Langeweile

„Ansonsten haben sie Hobbies wie wir alle, denen sie jetzt verstärkt nachgehen.“ Der eine baue z. B. gerne mit Lego, andere spielten mit der Playstation oder schauten fern. Notwendige Visiten von Ärzten im Haus finden selbstverständlich weiterhin statt.Kontakt zur Familie oder extern lebenden Freunden werde über soziale Medien oder Telefonate gehalten. In dieser Hinsicht seien die Bewohner ja gewissermaßen erprobt: Gab es doch im Lockdown schon Monate lang ein Besuchsverbot.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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