"Höhe des Hochregallagers ist eine Zumutung"

nja Krombach. Die Pläne der Krombacher Brauerei, im Industrie- und Gewerbegebiet Littfetal, im Bereich des Logistikzentrums nördlich der Krombacher Straße und unterhalb der kath. Kirche, ein 35 Meter hohes Hochregallager zu errichten (die Siegener Zeitung berichtete) stoßen in der (benachbarten) Bevölkerung auf keine Gegenliebe. Anders formuliert: Es formiert sich Widerstand. So hat sich eine Initiative "Unser Krombach" gegründet, die nun unter der Überschrift "Keine Vernichtung unserer Lebensqualität" eine Unterschriftenaktion initiiert hat.

600 Flyer seien zudem im ersten Schritt unters Volk gebracht worden, erläuterte Dietmar Kusiek gestern im SZ-Gespräch. Er ist Anwohner der Krombacher Straße und wäre somit direkt betroffen von dem Bauwerk: "Die Sonne werden wir dann nicht mehr zu sehen bekommen." Er stellte aber auch klar: "Wir wehren uns nicht gegen die Halle generell, sondern gegen ihre Höhe. Die Höhe ist wirklich eine Zumutung!"

Diese Ausmaße, so wird auch in dem Flugblatt betont, seien "ein Schlag ins Gesicht eines jeden Anwohners". Das Hochregallager werde den Turm der katholischen Kirche "um mindestens 15 Meter" überragen". Zur Veranschaulichung hatte die Initiative jüngst einen Ballon in 35 Meter Höhe aufsteigen lassen. "Kann und darf man ein solches Projekt mitten in einem Dorf genehmigen? Sind unsere Stadtväter nicht auch für die Belange der Bürger zuständig?", wird in dem Flugblatt kritisch hinterfragt.

Hoffnung setzt die Initiative in ein Gespräch mit der Krombacher Brauerei noch in diesem Monat. Daher sei ihr auch nicht daran gelegen, nun die "Fronten zu verhärten", so Kusiek. Doch Aufklärung tue Not. Was konkret gefordert wird, das ist jenem Papier zu entnehmen, das von Unterstützern unter Nennung von Name und Adresse auch unterschrieben an drei Aktive der Initiative zurück gesendet werden kann und soll: "Im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben der Krombacher Brauerei ,Hochregallager im Littfetal? fordern wir:

keine Zerstörung des Landschaftsbilds durch Megabebauung, keine Zerstörung der Lebensqualität und keine Vernichtung der Immobilienwerte", ist dort zu lesen. Bisher seien 120 Unterschriften eingegangen, sagte Kusiek gestern Mittag. Die Flugblätter sollten aber noch weitflächiger verteilt werden. Die Unterschriftenliste solle dann dem Bürgermeister übergeben werden. Schließlich sei es ja der gültige Bebauungsplan ohne Höhenbeschränkung, der die Brauerei in die Lage versetze, ein solches Projekt zu realisieren. Apropos Rathaus. Bürgermeister Walter Kiß verwahrte sich gestern im SZ-Gespräch gegen den Vorwurf der CDU, der in der Äußerung Arne Siebels zum Ausdruck gekommen war, die Stadtverwaltung solle "endlich ihrer Informationspflicht" gegenüber der Politik nachkommen (die SZ berichtete am Mittwoch). Die Fraktionen seien 2013 durchaus informiert worden, so das Stadtoberhaupt. Das habe Stadtbaurat Eberhard Vogel im Infrastruktur- und Umweltausschuss doch auch deutlich gemacht. Von einer Verletzung der Informationspflicht, so Kiß, könne also keine Rede sein. Aber, so merkte er abschließend und ganz offensichtlich mit Blick auf die Kommunalwahl und den bevorstehenden Wahlkampf an: "Es geht auf Mai zu."

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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