Mehrgenerationenhaus Erler-Siedlung
Höherer Zuschuss für breites Angebot

Das Stadtteilbüro/Mehrgenerationenhaus in der Erler-Siedlung erhält im kommenden Jahr 10 000 Euro mehr an Bundesmitteln.
  • Das Stadtteilbüro/Mehrgenerationenhaus in der Erler-Siedlung erhält im kommenden Jahr 10 000 Euro mehr an Bundesmitteln.
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sz/nja Kreuztal. Die Arbeit des Stadtteilbüros/Mehrgenerationenhauses Fritz-Erler-Siedlung in Kreuztal wird im kommenden Jahr mit 10 000 Euro mehr gefördert als bisher. Der Bundeszuschuss belaufe sich dann auf 40 000 Euro, teilte Bürgermeister Walter Kiß in der letzten Ratssitzung des Jahres mit. Mit dieser Aufstockung werde „die engagierte und wirkungsvolle Arbeit in den Mehrgenerationenhäusern gewürdigt“, berichtete er auf das nicht nur für Kreuztal vorgesehene Prozedere. Es sei kein umfangreiches zusätzliches Antragsverfahren nötig. „Im Änderungsantrag wird es ausschließlich darum gehen, wie die zusätzlichen 10 000 Euro für 2020 konkret eingesetzt werden sollen.“ Bisher sei zwar – über das bislang geplante Budget hinaus – noch keine Entscheidung über zusätzliche Mittel zur Finanzausstattung in der neuen Programmphase ab 2021 getroffen; entscheidende Signale aber seien gesetzt, so Kiß unter dem Stichwort „Perspektive“. Das zuständige Bundesamt werde diese in das Haushaltsaufstellungsverfahren für den Bundeshaushalt 2021 und die mittelfristige Finanzplanung einbringen.

Ein Ort der Begegnung 

Das Stadtteilbüro und Mehrgenerationenhaus in der Erler-Siedlung ist bekanntlich ein Begegnungsort, an dem das Miteinander der Generationen aus dem Stadtteil aktiv gelebt wird. Es bietet Raum für gemeinsame Aktivitäten und schafft ein nachbarschaftliches Gefüge. Die Einrichtung ist die zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger der Siedlung und der Stadtmitte. „In der Einrichtung finden Menschen in (fast) allen Lebenslagen Unterstützung und können aktiv an der Gestaltung des Stadtteils mitwirken. Alle Menschen sind herzlich eingeladen an den wechselnden Projekten und Freizeitangeboten teilzunehmen oder die Beratungs- und Unterstützungsangebote zu nutzen“, ist auch der Homepage zu entnehmen.

Ein Blick in die Angebotsstruktur zeigt die Bandbreite der Aktivitäten: Zum Stadtteilfrühstück werden regelmäßig Referenten eingeladen, es gibt eine Krabbelgruppe, zwei „Spielekisten“ und eine Handarbeitsgruppe „Woll-Lust“. Das Seniorencafé „Kaffeeklatsch“ sorgt laut Internetseite jeden dritten Dienstag im Monat von 14.30 bis 17 Uhr für Geselligkeit; Ideen und Vorschläge für gemeinsame Aktionen sind willkommen.  Ein gemütlicher Nachmittag zum gemeinsamen Erzählen, Singen, zur Planung von Aktivitäten etc. bei Speis und Trank.

"Görlspoint" und Alltagsbegleitung

In einer Erdgeschosswohnung am Eggersten Ring 14 befindet sich der Mädchentreffpunkt „Görlspoint“.  Das betreute Angebot bietet einen Rückzugs- und Entfaltungsraum speziell für Mädchen. Die Wohnung wurde von  ihnen   in Eigenregie renoviert und eingerichtet. Die Stadt Kreuztal stellt für diese Angebot Honorarkräfte zur Verfügung und die LEG Wohnen mietfrei die Wohnung. Auch Projekte sind an der Danziger Straße 2 angesiedelt. Die Alltagsbegleiter „Besucher mit Herz“ z. B. kümmern sich um „die kleinen Dinge des Lebens, die so selbstverständlich erscheinen“, die aber für viele Menschen nicht mehr ohne Hilfe von außen zu erleben sind. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin ist Gesprächspartnerin, „macht Mut, liest vor, geht spazieren, fördert auf Wunsch die sozialen Kontakte zur Einrichtung in der Nähe“. Das Ehrenamt „Bürgerservice Brückenbauer“ wird initiiert und begleitet vom AWo-Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe.

Sprachkurse, Heinzelwerker, Brückenbauer

Vielfältig ist auch das Kursangebot im Mehrgenerationenhaus, das sich von Deutschstunden über Lern- und Hausaufgabenhilfen für Grundschulkinder und Angebote zur Seniorenfitness bis zum Zumba-Tanz und Nähen erstreckt. Haushaltsnahe Dienstleistungen bieten die Heinzelwerker und die Taschengeldbörse. Darüber hinaus bietet das Team allgemeine Beratungen an. Relativ neu ist die anonyme Sprechstunde „Richtig lesen und schreiben“ mittwochs bis freitags von 12 bis 16 Uhr. Der Bürgerservice „Brückenbauer“ bietet Hilfe in vielen Lebenslagen, z. B. bei Arbeitslosigkeit, mit Behörden, rund um das Thema Sozialleistungen, an der Arbeitsstelle oder mit Vermietern sowie bei finanziellen Schwierigkeiten. Schuldnerberatung von Diakonie und Caritas, Suchtberatung, Teilhabeberatung und die Sprechstunde Seniorensicherheit sind ebenfalls in den Räumlichkeiten angesiedelt.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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