Ideale Gewerbeflächen Mangelware

Keine Empfehlung im Bauausschuss / Fraktionen beraten Analyse potenzieller Standorte

nja Kreuztal. Die Anzahl frei verfügbarer Gewerbeflächen ist in Kreuztal nicht gerade üppig. So untersuchte die Verwaltung jüngst zwölf potenzielle Standorte (die SZ berichtete). Das Fazit: Keiner wurde für ideal befunden.

Am Montag nun befasste sich der Bau- und Stadtentwicklungsausschuss mit der Analyse. Doch ein klares Votum gab es noch nicht. Nun soll zunächst in den Fraktionen beraten werden. Die Verwaltung brauche einen Auftrag, damit die Stadt auch mittelfristig Gewerbeflächen anbieten könne, mahnte Stadtbaurat Eberhard Vogel. Die Stadt verfüge nur noch über rund 3 erschlossene Hektar; Planungen für neue Flächen brauchten ihre Zeit.

Auf die landwirtschaftliche Nutzung des zudem relativ steilen Areals »Am Stendenberg« wies Frank W. Frisch (FDP) hin. Landwirte hätten ihm mitgeteilt: Werde dort Gewerbe angesiedelt, würde ihre Existenz bedroht. Daher solle dieses Areal aus den Planungen herausfallen. Dafür solle »Am Scheidt« (Ferndorf) in der engeren Wahl bleiben. Sicherlich handele es sich um eine schöne Wohnlage. Doch habe die Stadt etliche Wohngebiete neu ausgewiesen, sei das Areal gut erschließbar und auch nicht so steil. Frisch schlug zudem vor, auf Kreuztaler Gebiet der Krombacher Höhe nach Möglichkeiten der Gewerbeansiedlung zu suchen.

Eigentlich sei keines der Gebiete geeignet, befand Jürgen E. Arndt (BGK). Daher sei die Verbindung mit der Stadt Olpe nötiger denn je, meinte er mit Blick auf das gewünschte interkommunale Gewerbegebiet auf der Krombacher Höhe (siehe gesonderter Bericht).

Dr. Bernhard Kraft (Grüne) machte sich u.a. für eine konsequente Erschließung vorhandener Brachen stark. Umnutzungen von Brachen, so Arne Siebel (CDU), müssten vereinfacht, schmackhaft gemacht werden: »Wenn sie teurer sind als ein Neubau auf der grünen Wiese, dann interessiert das keinen mehr.« Bei den untersuchten Standorten sei nicht der große Wurf dabei, der eine oder andere sei aber ausbaufähig. Man müsse sich wohl zu Kompromissen durchringen. Dabei sei aber auch von Interesse, welche Gewerbezweige sich künftig ansiedeln wollten. Dies müsse analysiert werden.

Die Tallagen seien schon ausgewiesen; es blieben somit nur noch Standorte in Hanglage oder auf den Höhen übrig, umriss Ingrid Walder (SPD) das Dilemma. Mit Landwirtschaft und Wald dürfe aber nicht leichtfertig umgegangen werden. Jene Standorte, die laut Verwaltung »bedingt geeignet« seien, sollten indes genauer überprüft werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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