SZ

Ferndorfer Wohngebiet
„In Ferndorf wird mit Priorität kontrolliert"

Seit die Ferndorfer Ortsdurchfahrt ausgebaut wird und Ampeln geschaltet sind, suchen viele Verkehrsteilnehmer ihr Heil in einer Fahrt durch das Wohngebiet. Anlieger bitten darum, dabei das Tempolimit einzuhalten.
  • Seit die Ferndorfer Ortsdurchfahrt ausgebaut wird und Ampeln geschaltet sind, suchen viele Verkehrsteilnehmer ihr Heil in einer Fahrt durch das Wohngebiet. Anlieger bitten darum, dabei das Tempolimit einzuhalten.
  • Foto: Anja Bieler-Barth
  • hochgeladen von Anja Bieler-Barth (Redakteurin)

nja Ferndorf. Seit einigen Monaten sorgt der Ausbau der Ferndorfer Ortsdurchfahrt (Marburger Straße) für Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses. Nach Veröffentlichung des jüngsten SZ-Artikels über den Fortschritt der Maßnahme unter Federführung des Landesbetriebs Straßen NRW, Regionalniederlassung Südwestfalen, meldeten sich Anlieger der Nordoststraße in der Redaktion, um auf ihr Dilemma aufmerksam zu machen: Ihre Straße, wie andere im Wohngebiet auch, werde täglich von vielen Verkehrsteilnehmern genutzt, um dem Stau auf der Hauptstraße zu entgehen. Natürlich habe man Verständnis dafür, allerdings seien viele Autos viel zu schnell unterwegs. Es werde geradezu gerast: „Einmal wurde jemand, der mit angemessenem Tempo fuhr, sogar überholt“, so eine Ferndorferin.

nja Ferndorf. Seit einigen Monaten sorgt der Ausbau der Ferndorfer Ortsdurchfahrt (Marburger Straße) für Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses. Nach Veröffentlichung des jüngsten SZ-Artikels über den Fortschritt der Maßnahme unter Federführung des Landesbetriebs Straßen NRW, Regionalniederlassung Südwestfalen, meldeten sich Anlieger der Nordoststraße in der Redaktion, um auf ihr Dilemma aufmerksam zu machen: Ihre Straße, wie andere im Wohngebiet auch, werde täglich von vielen Verkehrsteilnehmern genutzt, um dem Stau auf der Hauptstraße zu entgehen. Natürlich habe man Verständnis dafür, allerdings seien viele Autos viel zu schnell unterwegs. Es werde geradezu gerast: „Einmal wurde jemand, der mit angemessenem Tempo fuhr, sogar überholt“, so eine Ferndorferin.
Anwohner: "Tempolimits beachten"
Morgens ab 6 Uhr reihe sich oftmals Pkw an Pkw; nachmittags ab ca. 14 Uhr nehme das Verkehrsaufkommen dann ebenfalls wieder zu. Der erst vor ein paar Jahren ausgebaute Abschnitt der Nordoststraße – hier huckelte man vormals noch über Kopfsteinpflaster – lade nun vor allem bergab zum Rasen ein, monierte ein Anlieger. Auf der Straße Ebertshahn sehe die Situation nicht besser aus – eher sogar noch schlechter. Man habe die Polizei gebeten, Geschwindigkeitsmessungen vorzunehmen und als Standort auch das private Grundstück angeboten, ergänzte eine Ferndorferin. Geschehen sei dies aber noch nicht. Geblitzt werde dafür auf der Ziegeleistraße „hoch und runter“. Im Rathaus habe sie auch schon angeregt, für die Dauer der per Ampelschaltung geregelten Verkehrsführung im Baustellenbereich die Nordoststraße zur Einbahnstraße zu machen. Die Anlieger äußerten durchaus Verständnis für die Versuche der Autofahrer, den größten Stau unten im Tal zu umfahren. Sie fordern aber dazu auf, sich an das Tempolimit zu halten und Tempomessungen durchzuführen. Sie selbst versuchten immer wieder gestisch und verbal beschwichtigend einzuwirken. Immer wieder ernte man von den Fahrzeugführern Reaktionen voller Unverständnis – bis hin zu beleidigenden Gesten.

Polizei:  Es wird geblitzt

Warum wird nicht „geblitzt“, wollte die SZ von der Kreispolizeibehörde wissen. „Die allgemeine Verkehrslage im Stadtquartier Ferndorf ist aufgrund der Baustelle der B 508 durchaus angespannt, weil sich der Verkehrsfluss der Hauptverkehrsroute in die Nebenstraßen verteilt. Aus diesem Grund sind bereits zahlreiche Beschwerden von Anliegern des Stadtquartiers bei der Polizei eingegangen“, teilte deren Pressestelle mit. „Die Beschwerdeschwerpunkte liegen demnach in den Straßen Ziegeleistraße, Ferndorfer Straße, Ebertshahnstraße, aber auch in der Zitzenbachstraße und im Loher Weg. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass sich die Eingaben der Bürgerschaft nicht allein auf Geschwindigkeitsverstöße, sondern auch auf Durchfahrtverbote für Lkw beziehen.“

Beschwerden schriftlich einreichen

Der Polizei sei die angespannte Verkehrssituation bewusst, „und wir sind deshalb auch engagiert im Quartier tätig, sowohl mit Laser- als auch mit Radarkontrollen. In Ferndorf wird mit Priorität kontrolliert. Zugegebenermaßen nicht in jeder Straße, aber sehr stark im Umfeld nördlich der B 508. Für die Nordoststraße liegt der Führungsstelle aktuell keine Beschwerde vor, was nicht bedeuten muss, dass die Polizei nicht angesprochen wurde. Wir bitten daher Beschwerden in schriftlicher Form an unsere Führungsstelle der Direktion Verkehr zu senden, damit keine Eingabe verloren geht. Auf ,Zuruf‘ kann dies nicht gewährleistet werden.“  Zu berücksichtigen sei auch, dass „wir nicht jeder Beschwerde nachgehen können. Allein im Kreisgebiet haben wir mehrere tausend Messpunkte bzw. Beschwerden, u .a. durch Großbaustellen, um die wir uns kümmern müssen – und das neben zahlreichen Demonstrationen, Fußballeinsätzen, Schwerlastkontrollen und vielen anderen Aufgaben“.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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