Integration auch nach dem Kindergarten

Kreuztaler Verein Invema berät betroffene und interessierte Eltern

sz Kreuztal. »Gemeinsam leben, gemeinsam lernen in einer normalen Schule" – das ist sicher der Wunsch vieler Eltern, die ein behindertes Kind in ihrer Familie haben. Für viele war die Integration ihrer behinderten Kinder im Kindergarten der erste Schritt, dem Nachwuchs ein normales Leben inmitten ihrer meist nichtbehinderten Freunde und Nachbarn zu ermöglichen. Das teilt der Kreuztaler Verein Invema mit.

»Aber kann diese Integration auch in der Grundschule weitergehen und ist sie für alle Kinder, unabhängig ihrer Behinderung, möglich? Wie können behinderte Kinder in der normalen Grundschule gefördert werden und welche Schritte muss ich veranlassen, um einen ,Gemeinsamen Unterricht’ für mein Kind zu beantragen?« Im Hinblick auf diese Fragen bietet der Verein Invema, der sich seit 1993 für die Integration behinderter Menschen im Kreis Siegen-Wittgenstein einsetzt, betroffenen Eltern Beratung und Informationen an und organisiert den Einsatz der so genannten »Integrationshelfer".

Dies sind in der Regel Zivildienstleistende, welche die Kinder mit Behinderung (falls notwendig) in die Schule begleiten, heißt es. Die Basis für den »Gemeinsamen Unterricht« bildeten die vom Land Nordrhein-Westfalen von 1982 bis 1993 initiierten Modellprojekte, in denen in 80 Grundschulen der »Gemeinsame Unterricht« erprobt und ausgewertet wurde.

Das Ergebnis laut Presseinfo: Der »Gemeinsame Unterricht« kam sowohl den Kindern mit als auch ohne Behinderung zugute, förderte die persönliche und soziale Entwicklung und wirkte sich positiv auf das Lernen aus. Diese positiven Erfahrungen haben sich in den vergangenen Jahren auch im Raum Siegen bestätigt, heißt es weiter. Invema-Geschäftsführer Stephan Lück: »Viele Eltern, die behinderte Kinder haben, wünschen sich zwar für ihr Kind eine integrative Erziehung und Bildung, wissen aber oft nicht, wie der Weg dorthin beschritten werden kann oder denken manchmal, dass diese Unterrichtsform nichts für ihr Kind sei. Diesen Eltern möchten wir helfen und deutlich machen, dass der Wunsch einer integrativen Erziehung und Bildung unter bestimmten Voraussetzungen für alle Kinder – unabhängig von der Art und Schwere der Behinderung – möglich und umsetzbar ist.«

Eltern, die den »Gemeinsamen Unterricht« für ihr Kind in Erwägung ziehen, sollten sich schon jetzt beraten lassen und die entsprechenden Schritte einleiten, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass einige Fragen im Vorfeld zu klären sind, heißt es. Das Büro des Vereins Invema befindet sich an der Siegener Straße 12 in Kreuztal (Öffnungszeiten: Montag, Donnerstag und Freitag von 9.30 bis 12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr). Die Telefonverbindung: (02732) 3920.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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