Jäger als Landschaftspfleger

Alte Streuobstwiese in Krombach vor dem Verfall gerettet

Krombach. Dass Jäger sich nicht allein der Hege und Bejagung des heimischen Wildes widmen, sondern auch im Bereich des Naturschutzes und der Landschaftspflege engagiert sind, bewiesen einmal mehr die Mitglieder des Hegerings Kreuztal. Einigen heimischen Jägern war schon seit geraumer Zeit eine verwahrloste, alte Obstwiese in der Krombacher Feldflur aufgefallen.

»Das endgültige Verschwinden des alten Obsthofes wegen fehlender Pflege war nur noch eine Frage der Zeit«, so Siegfried Hein, Leiter der Biotophege-AG des Hegeringes. »Er hätte damit das Schicksal etlicher ähnlicher Flächen im Kreuztaler Stadtgebiet geteilt.« Doch es kam anders: Hein gelang es, zusammen mit Forst- Oberinspektor Martin Sorg, die Eigentümer der Parzelle dafür zu gewinnen, ihren Obsthof in die Pflege der Jägerschaft zu übergeben. Was folgte, war eine Gemeinschaftsarbeit, bei der unterschiedliche Gruppen das Projekt »Obsthof Krombach« mit Leben erfüllten.

Jägerschaft, ein ortsansässiger Landwirt, Mitarbeiter des Forstamtes Hilchenbach sowie der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein mähten zunächst die seit vielen Jahren verwilderte Wiese, beschnitten die alten Obstbäume und legten mit dem anfallenden Astwerk »Benjes-Hecken« an. Im Umfeld der Wiese durchforsteten sie Fichtenbestände und lichteten eine Hecke aus. Während einige Apfel- und Birnenbäume nach dieser »Verjüngungskur« wieder ganz vital erschienen, kam für andere jede Hilfe zu spät. Sie bleiben jedoch, obwohl bereits abgestorben, auf der Fläche stehen, um beispielsweise als Höhlenbäume Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten zu bieten.

In einer weiteren Aktion konnten hochstämmige Obstgehölze gepflanzt werden. Ihren Abschluss fand die gemeinnützige Pflege kürzlich bei einem geselligen Abend, zu dem alle ehrenamtlichen Helfer eingeladen waren. Siegfried Hein stellte dabei nochmals die Funktionen heraus, die der gerettete Obsthof erfüllen kann. Neben einer Belebung und Bereicherung des Landschaftsbildes diene er auch als Lebensraum und Nahrungsquelle für viele Pflanzen und Tiere und stelle nicht zuletzt einen inzwischen rar gewordenen Bestandteil der heimischen Kulturlandschaft dar.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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