Kita-Elterninitiative ist nicht zufrieden

sz Kreuztal. Die Kreuztaler Elterninitiative, die sich für die Verbesserung der Situation in den städtischen Kindergärten stark macht (die SZ berichtete), ist nicht zufrieden mit dem Ergebnis der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses. Das Gremium hatte sich bekanntlich dafür ausgesprochen, dem Ausbau des Kindergartens Hessengarten oberste Priorität einzuräumen. Vor einer Entscheidung weiterer Maßnahmen soll erst ein Gesamtkonzept erarbeitet werden.

Die Elterninitiative habe jedoch angeregt, die im Sommer 2009 beim Streik eingesparten Personalkosten von mehr als 50 000 Euro „als Eigenanteil für den Ausbau von U 3-Plätzen zu verwenden“, heißt es in einer Pressemitteilung. Beim Ausbau des Kindergartens Hessengarten würden maximal sechs U 3-Plätze geschaffen. Pro Platz werden 20 000 Euro kalkuliert, von denen der Bund 90 Prozent übernimmt. Somit würde die Stadt Kreuztal bei diesem Kindergarten 12 000 Euro für den Ausbau der sechs neuen U 3-Plätze investieren. „Würde man dem Vorschlag der Initiative folgen, könnte man mit den verbleibenden 38 000 Euro weitere 342 000 Euro Fördergelder nach Kreuztal holen. Damit ließen sich zeitnah mehr als 18 U 3-Plätze zusätzlich schaffen.“

Sandra Gismondi und Barbara Schmidt fürchten, dass bei dieser langwierigen Planerei die Chance auf die Fördergelder gänzlich vertan werde und der „Topf“ bereits in einigen Monaten leer sei. Die Eltern wollen wissen: „Wann wird im Hessengarten mit dem An- und Ausbau begonnen? Wenn im Sommer Zweijährige aufgenommen werden sollen, dann wird es höchste Zeit. Was ist mit den anderen nicht U 3-tauglichen Kindergärten und den unbefriedigenden Bedingungen bei der Übermittag- und Ganztagsbetreuung in vielen Einrichtungen? Der Kindergarten Langenau, in dem sechs U 3-Kinder betreut werden, platzt aus allen Nähten, in Osthelden könnte das Küchenproblem kostengünstig gelöst werden, damit kein Kind mehr kaltes Essen bekommt. Fast überall fehlt es an geeigneten Außenspielgeräten für die Kinder unter drei Jahren.“

Die Eltern räumen ein, dass es die NRW-Landesregierung gewesen sei, die den Kommunen mit Einführung des Kinderbildungsgesetzes ein kaum lösbares Problem beschert habe und begrüßen daher, „dass es endlich eine deutliche Forderung an die Landesregierung zur Anpassung dieses Gesetz geben soll. Dennoch: Die Kinder sind jetzt in den Kindergärten und haben ein Recht auf Förderung und Bildung unter vernünftigen Bedingungen“.

Auch falle auf, dass die Stadt in Zeiten knapper Finanzen „trotzdem in bedenklicher Weise andere Prioritäten setzt, obwohl man sich nach der Bereisung der Kindertageseinrichtungen einig war, dass dringender Handlungsbedarf besteht und möglichst umgehend gehandelt werden muss“. So monieren sie, dass im Etatentwurf die Erweiterung des Foyers der Dreifachturnhalle steht.Die Eltern fragen, „warum die Kinder nicht endlich die gleiche Lobby bekommen wie der Sport“ und haben laut Pressemitteilung gemäß § 80 Abs. 3 der Gemeindeordnung gegen diesen Haushaltsentwurf Einwendungen erhoben.

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