SZ

Kreuztal investiert 2 Mill. Euro
Kitas in der Wachstumsphase

Der neue Gruppenraum der Kita Littfeld kann sich sehen lassen. Vor Weihnachten noch soll der Anbau bezugsfertig sein. Die Immobilie gehört der Stadt, der Kindergarten befindet sich nunmehr in Trägerschaft der AWo, die Mieterin ist.
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  • Der neue Gruppenraum der Kita Littfeld kann sich sehen lassen. Vor Weihnachten noch soll der Anbau bezugsfertig sein. Die Immobilie gehört der Stadt, der Kindergarten befindet sich nunmehr in Trägerschaft der AWo, die Mieterin ist.
  • Foto: Anja Bieler-Barth
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nja Kreuztal. „Spätestens am 1. August 2020 soll die große Zusammenführung erfolgen“, sagte Kreuztals Stadträtin Edelgard Blümel, als sie sich gemeinsam mit Hochbauamtsleiter Frieder Bosch zu einer Baustellenbegehung mit der SZ vor dem städtischen Gebäude der Kita Littfeld traf. Dann nämlich sollen alle drei Gruppen der Kindertageseinrichtung unter einem Dach vereint sein. Seit Oktober vergangenen Jahres hat sich dort an der Adolf-Wurmbach-Straße schon einiges getan – der Anbau ist „äußerlich“ fertig. Vorausgegangen ist dieser insgesamt 1,145 Mill. Euro teuren Investition, wie ausführlich berichtet, die politische Entscheidung des Rates, sich von der Kita-Trägerschaft zu verabschieden.

nja Kreuztal. „Spätestens am 1. August 2020 soll die große Zusammenführung erfolgen“, sagte Kreuztals Stadträtin Edelgard Blümel, als sie sich gemeinsam mit Hochbauamtsleiter Frieder Bosch zu einer Baustellenbegehung mit der SZ vor dem städtischen Gebäude der Kita Littfeld traf. Dann nämlich sollen alle drei Gruppen der Kindertageseinrichtung unter einem Dach vereint sein. Seit Oktober vergangenen Jahres hat sich dort an der Adolf-Wurmbach-Straße schon einiges getan – der Anbau ist „äußerlich“ fertig. Vorausgegangen ist dieser insgesamt 1,145 Mill. Euro teuren Investition, wie ausführlich berichtet, die politische Entscheidung des Rates, sich von der Kita-Trägerschaft zu verabschieden. Und so ging bekanntlich im August 2018 die Fusion mit der gegenüberliegenden Kita des AWo-Kreisverbands über die Bühne, der somit schon alleiniger Träger – sowie Mieter der Stadt Kreuztal ist. Die Kommune wiederum erweitert und modernisiert nun also ihre Immobilie aus dem Jahr 1970. Alle 40 Plätze der beiden Gruppen des Typs I (darunter zwölf für unter Dreijährige) sind belegt, in der dritten Gruppe, Typ III für Drei- bis Sechsjährige, werden 25 Kinder betreut; zwei Ü-3-Plätze sind derzeit frei. Eine Gruppe ist noch „gegenüber“, im etablierten AWo-Domizil, untergebracht. Dies soll nach der oben erwähnten „Zusammenführung“ dann im Sommer kommenden Jahres Vergangenheit sein.

Littfeld: Anbau und  grundlegende Sanierung

Zur eigentlichen Baustelle: Der 276 Quadratmeter große Neubau soll noch vor Weihnachten bezugsfertig sein; dann wird ihn eine Gruppe aus dem Altbau mit Leben füllen. „Ab Januar wird anschließend der alte Gebäudebestand peu à peu saniert“, erläuterte Frieder Bosch das schon in anderen Einrichtungen erprobte Prozedere des Arbeitens während des laufenden Kita-Betriebs: „Das braucht Feingefühl und kann nicht im Hauruck-Verfahren über die Bühne gehen.“ Der alte Eingang soll künftig auch der neue sein – allerdings dann barrierefrei. Vor dem Haus entsteht eine Handvoll Parkplätze.

Raumkonzept "wie ein Wohnhaus"

Das Raumkonzept verglich Bosch mit einem Wohnhaus; Kinder und Erzieherinnen sollten sich hier möglichst wie zu Hause fühlen: Hinter dem Eingang gibt es im Neubau eine Garderobe, der Gruppenraum ist gewissermaßen das Wohnzimmer – und das kann sich wirklich sehen lassen: viel Glas, ein Teil der Decke ist mit Holz gestaltet und ein Hingucker. Eine „Bauecke“ für die Kinder mit Blick auf das künftige Atrium ist ebenso geplant wie ein Puppenhaus unter einem Kuppelfenster. Es gibt, wie in jedem der künftigen Gruppenräume, einen Ausgang zum Spielbereich und eine Küchenzeile – hier mit Fenster und somit Blick auf den neuen Pflegebereich (Wickelkommode, Dusche, WC). Nicht fehlen dürfen Gruppennebenraum, Schlaf-, Hauswirtschafts-, Personal- und Waschraum: Letzterer mit eigenem Ausgang, damit z. B. die schlammigen Stiefel dort direkt ausgezogen werden können. 23 Gewerke umfassen Neubau und die Sanierung des Altbaus, dessen Raumkonzept jenem im Neubau gleicht. Zusätzlich gibt es dort wieder eine Wirtschaftsküche. Bosch und Blümel betonen: „Es wird so gebaut und umgebaut, dass überall Kinder jeden Kita-Alters betreut werden können.“ Neue (auch bodengleiche) Fenster wird es auch im Altbau geben, neue Waschräume, Elektroinstallationen, eine neue Heizung, Akustikdecken, und das ehemalige Atrium kann künftig als Elterncafé genutzt werden.

"Ferndorfer Knirpse" wachsen ebenfalls

Ortswechsel. Auch in Ferndorf steht der „Knirpse“-Anbau schon: Er beherbergt künftig das Büro der Leitung der Drei-Gruppen-Anlage; auf dem Dach entsteht eine Terrasse. 635 000 Euro investiert die Stadt in Neubau und Sanierung. Die ehemalige DRK-Garage am anderen Ende der Immobilie wurde bereits umgebaut und beherbergt nun einen auch barrierefrei angeschlossenen Gruppenneben- und einen zusätzlichen Waschraum (samt Ausgang). Die Sanierung des Altbestands läuft ebenfalls schon. Markante Beispiele: Fenster im vorhandenen Gruppennebenraum 2 wurden vergrößert, damit auch die Kinder hinausschauen können. Der zentrale Waschraum wurde komplett umgebaut und wurde samt Toiletten und Garderobe auf den neuesten Stand gebracht. Nebenan entstanden Personal-WC und Pflegebereich. Die zweite Etage erhält künftig einen zweiten Fluchtweg in Gestalt einer Stahltreppe. Dort oben ergibt sich nach einem Wanddurchbruch ein geräumiger Gruppenraum mit Nebenraum – samt Zugang zur Dachterrasse. Ende des Jahres schon soll dies alles fertig sein. An die Gruppenräume unten wird eine barrierefreie Terrasse angeschlossen, über die das Spielareal erreichbar sein wird: Diese Arbeiten stehen 2020 an.

Osthelden: Aus Not eine Tugend gemacht

Und dann hat sich auch schon Einiges bei der Zwei-Gruppen-Kita in Osthelden getan, wo nun übrigens auch 45 Betreuungsstunden gebucht werden können: ein Angebot, das laut Blümel von derzeit fünf Familien angenommen wird. Der Eingang ist nun per Rampe barrierefrei erreichbar, jeder Gruppenraum verfügt zudem über einen zweiten Fluchtweg: Auch hier war Frieder Bosch wieder im Sinne der Kinder kreativ: Das brandschutzrechtliche Muss hat die Gestalt eines Altans, der zugleich rund 56 Quadratmeter zusätzliche Spielfläche im Freien bietet. 180 000 Euro investiert die Stadt in Osthelden – insbesondere in den barrierefreien Eingang, den Altan, Dachrinnen, Außenanstrich, die Umwandlung von Fenstern in Türen – und das damit einhergehende „Drum und Dran“.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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