Kolping-Gedenktag gefeiert

Vikar Kinhold informierte über Wirken des Sozialreformers

sz Kreuztal. Zum Kolping-Gedenktag, der regelmäßig Anfang Dezember (zwischen Geburts- und Todestag des Sozialreformers) gefeiert wird, hatte die Kolpingsfamilie Kreuztal eingeladen. Als Gastredner war Vikar Raimund Kinhold aus Olpe gekommen, der sich als ausgezeichneter Kenner der Sozialgeschichte erwies. Nachdem er zusammen mit der Gemeinde die Abendmesse gefeiert hatte, fand er sich mit interessierten Mitgliedern der Kolpingsfamilie im St.-Johannes-Heim ein, um nach einem kleinen Imbiss das Wort zu ergreifen.

Schwerpunkt seiner Ausführungen war laut Pressemitteilung das Wirken Adolph Kolpings. Im Lichte seines persönlichen Werdegangs griff der Referent die Begegnung Kolpings mit dem Lehrer Breuer in Elberfeld auf, der aufgrund der Not der Menschen im Zeitalter der Industrialisierung am 6. November 1846 in Wuppertal-Elberfeld den ersten Gesellverein gegründet hatte. Kolping war von der Idee begeistert, stieg in das Projekt ein und wurde dessen Präses.

Er war es auch, der als Erster die Kirche auf ihre soziale Verantwortung aufmerksam machte und soziales Engagement einforderte. Als Kolping 1849 in Köln zum Domvikar ernannt wurde, gründete er dem Vorbild Breuers gemäß dort den Gesellenverein mit einem ersten Kolpinghaus. Ohne sich politisch allzu sehr aus dem Fenster zu lehnen (das war für einen Verein in der damaligen Zeit nicht ungefährlich, denn allzu schnell wäre er sonst verboten worden), griff er immer wieder die Not und das Elend der arbeitenden Klasse auf und versuchte ihr tatkräftig beizustehen.

Auf seinen vielen Reisen trug er seine Ideen in die Welt hinaus. Schon bald entstanden in vielen Städten Kolpinghäuser. Sodann schlug der Referent die Brücke in die heutige Zeit, die der des 19. Jahrhunderts in vieler Hinsicht (mit ihrer Sorge um Arbeit und ihren Zukunftsängsten) ähnelt, heißt es. Wenn auch die Not heute in keiner Weise mit der damaligen vergleichbar sei, so sehe es nicht nur in den Ländern der »Dritten Welt« ganz anders aus. In Brasilien z.B. glichen die Verhältnisse denen im Europa des 19. Jahrhunderts.

Nach einer kurzen Erinnerung an das weltweite Wirken des Kolpingwerkes als christlicher Sozialverband beendete der Referent seine Ausführungen. In der Folge dankte der Vorsitzende der Kolpingsfamilie den Mitgliedern für ihre Unterstützung. In besonderer Weise wurde Elisabeth Winkel (Kreuztal), Annette Schneider (Buschhütten) und Heribert Schneider (Kreuztal) für ihre 25-jährige Mitgliedschaft gedankt. Sie erhielten eine Urkunde und die silbernen Ehrennadel. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Hans-Joachim Rengert geehrt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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