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Kommunalwahl (mit Kommentar)
Kreuztal hält Bürgermeister Walter Kiß die Treue

Mit Walter Kiß freuten sich u. a. seine Ehefrau Reinhild, Willi Brase und Elfrun Bernshausen (v. r.).
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  • Mit Walter Kiß freuten sich u. a. seine Ehefrau Reinhild, Willi Brase und Elfrun Bernshausen (v. r.).
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

nja Kreuztal. Das Ergebnis ist deutlich: Mit 60,22 Prozent der Stimmen wurde Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß (SPD) Sonntagabend von den Wählern im Amt bestätigt. Erstmals musste er sich gegen zwei Mitbewerber durchsetzen: Eine Stichwahl wäre daher nicht ganz unwahrscheinlich gewesen. Der 58-Jährige setzte sich nun aber doch sehr eindeutig gegen den parteilosen 44-jährigen Dr. Ulrich Müller, der von der CDU ins Rennen geschickt worden war, und Grünen-Fraktionssprecher Dieter Gebauer (66 Jahre) durch. Müller vereinte 29,52 Prozent der Stimmen auf sich, Gebauer hätten 10,26 Prozent gerne auf dem Chefsessel des Rathauses gesehen.
Im Rat lässt die SPD Kreuztal Federn
Im Rat ließ die SPD hingegen Federn.

nja Kreuztal. Das Ergebnis ist deutlich: Mit 60,22 Prozent der Stimmen wurde Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß (SPD) Sonntagabend von den Wählern im Amt bestätigt. Erstmals musste er sich gegen zwei Mitbewerber durchsetzen: Eine Stichwahl wäre daher nicht ganz unwahrscheinlich gewesen. Der 58-Jährige setzte sich nun aber doch sehr eindeutig gegen den parteilosen 44-jährigen Dr. Ulrich Müller, der von der CDU ins Rennen geschickt worden war, und Grünen-Fraktionssprecher Dieter Gebauer (66 Jahre) durch. Müller vereinte 29,52 Prozent der Stimmen auf sich, Gebauer hätten 10,26 Prozent gerne auf dem Chefsessel des Rathauses gesehen.

Im Rat lässt die SPD Kreuztal Federn

Im Rat ließ die SPD hingegen Federn. Statt der 19 Mandate bei der 2014er-Wahl sind es nun 17 – allerdings alles Direktmandate! Auch mit der Bürgermeisterstimme reicht es nicht zur Mehrheit. Die CDU hatte in zwei Wahlbezirken die Nase vorn, tritt nun als Dutzend auf, erlangte einen Sitz mehr als 2014. Die Grünen sind zu siebt statt zu viert, FDP und UWG bekommen jeweils einen Mitstreiter mehr und treten jeweils zu dritt auf.

Kommentar: Durchmarsch Ja, es war ein außergewöhnliches Wahljahr, dieses coronaverseuchte 2020. Und ja: Dies ging ganz sicherlich besonders zu Lasten des von der CDU nominierten Bürgermeisterkandidaten Dr. Müller, der gegen zwei alteingesessene Kreuztaler antrat und sich bei vielen Wählern erst einmal als der potenzielle „Neue“ vorstellen musste. Mit Maske und Abstandsregeln. Ein Amtsbonus kann aber auch schnell mal zur Bürde werden: Wird man als Bürgermeister (oder Fraktionschef) doch nicht nur an seinen Ideen für die Zukunft, sondern auch an seinen Taten gemessen. Walter Kiß hat diese Prüfung mit Bravour bestanden, ihm gelang der Durchmarsch. Die Mehrheit der Wähler war mit der SPD der Meinung: Der macht das gut!

„Ich bin immer überzeugt gewesen, sechs Jahre gute Arbeit gemacht zu haben. Wir haben viel erreicht in und für Kreuztal – und ich freue mich, dass das von den Wählern honoriert wurde“, sagte Kiß, der seit 2009 Verwaltungschef ist. Er habe  Referenzen aufzuweisen. Eine Stichwahl hatte  auch er für nicht komplett unwahrscheinlich gehalten: "Es war ja das erste Mal, dass wir zu dritt  kandidierten. Da  hatte ich  keine Erfahrungswerte." 

CDU: "Es werden nun andere  Debatten im Rat"

„Corona hat den Wahlkampf sicherlich ausgebremst“, zeigte sich Dr. Müller enttäuscht. Es sei in Zeiten der Pandemie schwierig gewesen, den Wählern zu vermitteln, „was ich ändern wollte“. Er habe einen ehrlichen Wahlkampf betrieben: „Mehr konnte ich nicht leisten! Ich wusste, dass es schwer wird!“  Dass Kiß selbst in Buschhütten-Mitte über 54 Prozent der  Stimmen erhalten habe, "das hätte ich  nicht gedacht", spielte  Müller auf die  kontrovers diskutierten Pläne für die neue Dorfmitte an. "Wir hatten mit Dr. Müller ein gutes Zugpferd",  sagte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Philipp Krause, der sich freut, dass die SPD keine  absolute Mehrheit erreicht hat: "Es werden nun andere Debatten im Rat." Die Wahlprogramme von CDU  und Grünen  wiesen einige Schnittmengen auf  - z.B. mit Blick auf den Umgang mit landwirtschaftlichen Flächen.  

Grüne: sieben statt vier Mandate

Dieter Gebauer hatte seine Bürgermeisterchancen „als Berufsoptimist“ selbst auf 17 Prozent taxiert, war dennoch zufrieden: Die Ratsfraktion, der er angehören wird, werde nun „besser wahrgenommen“, prophezeite auch er stärkeren Gegenwind Richtung SPD.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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