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St.-Martin-Schule soll Kinder ablehnen
Kreuztal steht vor der "I-Männchen"-Frage

St. Martin teilte seinen Mantel mit einem unbekleideten Armen – und ist „Namensgeber“ der kath. Grundschule Kreuztal. Die Szene ist am Gemäuer verewigt. Ob die Primarstufe am Dörnberg wieder Schüler ablehnen, also gewissermaßen mit anderen Schulen teilen soll, entscheidet sich morgen.
  • St. Martin teilte seinen Mantel mit einem unbekleideten Armen – und ist „Namensgeber“ der kath. Grundschule Kreuztal. Die Szene ist am Gemäuer verewigt. Ob die Primarstufe am Dörnberg wieder Schüler ablehnen, also gewissermaßen mit anderen Schulen teilen soll, entscheidet sich morgen.
  • Foto: nja (Archiv)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

nja/sz Kreuztal. Muss die kath. Grundschule am Kreuztaler Dörnberg wieder i-Männchen ablehnen? Dies ist eine Frage, auf die es am Mittwoch, 25. November, im Schulausschuss eine Antwort geben wird. Dann soll entschieden werden, welche Grundschule im kommenden Schuljahr wie viele Eingangsklassen bilden darf bzw. kann. 324 Kinder werden im Sommer in Kreuztal stolz ihre Schultüte in den Armen halten, in diesem Jahr waren es 312. Und so dürfen 2021 auch 22 Eingangsklassen bzw. Jahrgangsstufen übergreifende Lerngruppen gebildet werden – eine mehr als derzeit.
Ablehnen oder zweite Eingangsklasse
Ein Politikum war in den vergangenen Jahren immer wieder die Frage, ob in der St.-Martin-Grundschule Schüler abgelehnt werden sollen, oder ob dort eine zweite Eingangsklasse ermöglicht wird.

nja/sz Kreuztal. Muss die kath. Grundschule am Kreuztaler Dörnberg wieder i-Männchen ablehnen? Dies ist eine Frage, auf die es am Mittwoch, 25. November, im Schulausschuss eine Antwort geben wird. Dann soll entschieden werden, welche Grundschule im kommenden Schuljahr wie viele Eingangsklassen bilden darf bzw. kann. 324 Kinder werden im Sommer in Kreuztal stolz ihre Schultüte in den Armen halten, in diesem Jahr waren es 312. Und so dürfen 2021 auch 22 Eingangsklassen bzw. Jahrgangsstufen übergreifende Lerngruppen gebildet werden – eine mehr als derzeit.

Ablehnen oder zweite Eingangsklasse

Ein Politikum war in den vergangenen Jahren immer wieder die Frage, ob in der St.-Martin-Grundschule Schüler abgelehnt werden sollen, oder ob dort eine zweite Eingangsklasse ermöglicht wird. In den Diskussionen spielten natürlich u. a. der Elternwille und die Klassengröße eine Rolle, die von Schule zu Schule schwankt. Im Blick andererseits aber auch immer wieder: die Sozialstruktur vor Ort.
Die Stadtverwaltung schlägt der Politik nun vor, es in der einzügigen St.-Martin-Grundschule auch wieder bei einer Klasse mit 29 Kindern – ab 30 Kindern muss es zwei Klassen geben – zu belassen. Dafür müssten allerdings zehn der 39 angemeldeten Kinder eine Absage erhalten. Alle katholischen und alle Geschisterkinder könnten aufgenommen werden, alle „Laufkinder“ eine fußläufig erreichbare Schule besuchen. Ein katholisches Kind aus Hilchenbach wurde angemeldet. Die Stadt als Schulträgerin tendiert dazu, Kreuztaler Kindern Vorrang einzuräumen.

Bei großen Klassen leidet die Integration

Zwei i-Männchen-Klassen sind für die zweizügige Gemeinschaftsgrundschule Fellinghausen vorgesehen, wo 60 Anmeldungen vorliegen. Hier müssten vier Kinder abgelehnt werden. Das ergibt zweimal 28 Kinder. Es ist laut Stadt allen Eltern möglich, ihre Kinder an einer wohnortnahen Schule anzumelden.Die zweizügige Grundschule An Dreslers Park soll wieder drei erste Klassen bilden: 63 Jungen und Mädchen wurden bislang angemeldet, darunter 21 mit Migrationshintergrund. Weitere Kinder werden erwartet, u. a. einige jener, die am Dörnberg und in Fellinghausen nicht zum Zuge kommen. Die Primarstufe in der Kreuztaler City hat einen überdurchschnittlich hohen Migrationsanteil von 80 Prozent und derzeit „mit 24 Kindern den zweithöchsten Klassendurchschnitt aller Kreuztaler Grundschulen“. „Werden hier nur zwei Klassen gebildet, findet keine Integration mehr statt“, sagt Stadträtin Edelgard Blümel.

Vier Klassen an Grundschule in Eichen

Die Adolf-Wurmbach-Grundschule Eichen/Littfeld soll vier Klassen erhalten (35 Kinder wurden für Littfeld, 38 in Eichen angemeldet). Raum steht zur Verfügung; bekanntlich erfolgt im Sommer der Umzug der Eichener Primarstufe in das Gebäude der Hauptschule Eichen. Auch in den darauf folgenden Schuljahren läuft es im Norden Kreuztals nach derzeitigem Stand der Dinge auf vier erste Klassen hinaus.

114 Kinder in Kredenbach

43 Eltern haben für ihre Kinder die Jung-Stilling-Grundschule Kredenbach auserkoren. Dort sollen fünf Lerngruppen der Jahrgänge eins und zwei gebildet werden: 53 Jungs und Mädels besuchen derzeit Jahrgang eins; 18 Kinder des Jahrgangs zwei bleiben voraussichtlich in der Schuleingangsphase – das ergibt eine 114-köpfige Kinderschar.

Lerngruppen übergreifen die Jahrgangsstufen

Für die zweizügige Friedrich-von-Bodelschwingh-Grundschule Buschhütten liegen 36 Anmeldungen vor, darunter vier aus Kreuztal und sechs aus Geisweid. Im Schuleinzugsbereich wohnen 37 Lernanfänger, davon wurden 26 hier angemeldet. Es wird in Jahrgangsstufen übergreifenden Lerngruppen unterrichtet. 151 Schüler sollen auf sieben Einheiten verteilt werden.
Stellungnahmen der Schulen waren bis gestern Mittag noch nicht im Rathaus eingegangen. Die kath. Grundschule wird sich aber zur Sitzung noch zu Wort melden, erfuhr die SZ. Über den Inhalt wolle man aber mit Blick auf den „Dienstweg“ noch nichts sagen.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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