"Können wir uns nicht bieten lassen"
Kreuztal wehrt sich gegen Regionalplan

Eines der Streitthemen ist der Kindelsberg, auf dem laut Regionalplan Windkraftanlagen entstehen sollen. Die Kommune wehrt sich dagegen.
  • Eines der Streitthemen ist der Kindelsberg, auf dem laut Regionalplan Windkraftanlagen entstehen sollen. Die Kommune wehrt sich dagegen.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

nja Kreuztal. Windräder am Kindelsberg, Einschränkungen für die Schaffung von neuem Wohnraum, die Konflikte mit sich bringende Ausweisung von Überschwemmungsgebieten auf Grundlage veralteter Karten (betroffen z. B. auch die Krombacher Brauerei), Regelungen für Industriegebiete, wonach dort nur noch stark störendes Gewerbe ansässig werden darf, beschränkte Möglichkeiten für Neuausweisungen: Dies sind nur einige Vorgaben des Entwurfs zum Regionalplan, der in Kreuztal auf vehementen Widerstand trifft.

Die Politik unterstützt die deutliche Kritik der städtischen Stellungnahme, akribisch erarbeitet von Petra Kramer (die SZ berichtete): Im Infrastrukturausschuss gab es ein einstimmiges Votum – die Grünen allerdings enthielten sich der Stimme. Auch der Klageweg wird nicht ausgeschlossen.
„Wir müssen klare Kante zeigen, wo wir planerische Spielräume haben wollen“, fasste Kramer den Standpunkt der Verwaltung zusammen. „Wir hoffen auf ein Besinnen“, sagte Jochen Schreiber (SPD).

Nicht entmündigen lassen

Arnsberg versuche, die Kommunen mit Blick auf ihre Zukunftsplanung zu entmündigen: „Das können wir uns nicht bieten lassen.“ Dieter Gebauer (Grüne) wollte ein alleiniges Nein zu Windkraft „am heiligen Berg“ nicht gelten lassen: Kreuztal müsse einen Beitrag zur Energiewende leisten. Daher sei ein konstruktiver Alternativvorschlag wichtig. Vom Kindelsberg mit seinem Turm als Alleinstellungsmerkmal zu reden, falle ihm schwer: „Seit 1993 der Sendemast dort oben steht, sieht der Turm aus wie eine Pommesbude neben einem Hochhaus.“

Laut Markus Fuhrmann, Vertreter der Naturschutzverbände, bringt der Regionalplan-Entwurf den Naturschutz voran. Die Grenzen des Wachstums seien erreicht.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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